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Geschrieben: 27. August. 2011CD Review

Trivium

In Waves

Bewertung ( 8 von 10 ):

0123456701

Genre:

Metalcore

Spieldauer:

52:12

Label:

Vetrieb

Land

Fahne USA

Release

05.08.2011

Link


POP! AUSVERKAUF! VERRÄTER! So oder so ähnlich konnte man die Rückmeldungen einfangen, als TRIVIUM vor nicht allzu langer Zeit den Titelsong zu ihrem neuen Album "In Waves" vorgestellt haben. Und der Matt Heafy da, der Bandkopf von denen, ey... der hat sich ja die Haare schneiden lassen! Wie konnte er das nur tun? Vor allem wusste er es doch, bei James Hetfield gab's seinerzeit den selben Affenzirkus. Spaß beiseite: 3 Jahre nach ihrem Erfolgsalbum "Shogun" kehren die vier Amis mit ihrem neuen Album zurück, nehmen damit ein paar kleinere Kurskorrekturen vor, bleiben dabei im Großen und Ganzen aber immer noch TRIVIUM.

Als erstes fällt einem direkt das gelungene Artwork auf, welches wunderbar zur Musik, die auf Album Nummer 5 geboten wird, passt. Direkt danach springt dem Käufer der Limited Edition die enorme Spielzeit auf, die sich auf ganze 18 Songs erstreckt. Man kann zumindest schon mal nicht behaupten, dass die Jungs sich keine Mühe gegeben haben. Dass Quantität nicht unbedingt mit Qualität einhergehen muss ist klar, doch TRIVIUM schaffen es die meiste Zeit, den Hörer bestens zu unterhalten.

Wie es sicher schon im letzten Satz durchschimmerte, gibt's den ein oder anderen Hänger, aber da hat man bei den 18 Songs eben auch den Luxus, die vielen Bonustracks einfach zu streichen und die gut 13 eigentlichen Songs in annehmbarer Spielzeit zu genießen, denn die reguläre Tracklist hat kaum Schwächen, dafür aber viele Highlights, viel Abwechslung und Querverweise auf vergangene Tage zu bieten. Richtig Kritik ernteten TRIVIUM seinerzeit ja mit "The Crusade", welches vielerorts als METALLICA-Ripoff abgetan wurde - ganz falsch waren die Anschuldigungen ja nun nicht, aber die vier Jungs aus Orlando lernten daraus. So folgte "Shogun", ein technisch einwandfreies und nach einiger Zeit auch eingängiges Werk. Geboten wurde dann wieder mehr Eigenständigkeit, das vorhandene Talent wurde genutzt. Und genau da kommen wir auch schon bei "In Waves" an, welches da nahtlos ansetzt. Auf den ersten Blick scheint sich einiges verändert zu haben, aber so eindeutig lässt sich das nach vielen Durchgängen garnicht definieren.

Klar ist: TRIVIUM agieren nicht mehr so verspielt, kommen direkter und präziser rüber, gehen damit aber auch einen Kompromiss ein, der einigen Fans von "Shogun" nicht schmecken wird. Softer oder "poppiger" sind sie dadurch aber nicht geworden, sondern spielen jetzt einfach technisch einwandfreien, modernen Melodic Death Metal, der im Gegensatz zu "Shogun" einfach früher seine Hitqualitäten offenbart. So werden die jungen Hörer auf der einen Seite mit catchy Refrains wie in "Inception of the End" oder "Watch the World burn" (erinnert ganz stark an "Ascendancy") eingefangen, auf der anderen Seite aber mit astreinen Leads und Riffs wie in "Black" oder dem arschgeilen "Caustic Are The Ties That Bind" die anspruchsvollere Fraktion angesprochen. Man kann es drehen oder wenden wie man will, TRIVIUM spielen auch 2011 all ihre Karten aus, haben an ihren Instrumenten absolut nichts verlernt, gehen dabei aber einen leicht eingängigeren Weg als zuvor. (Autor: Pascal S.)
Fazit:
Ob einem das nun gefällt oder nicht, bleibt letzten Endes sowieso Geschmackssache. Ihnen allerdings Ausverkauf vorzuwerfen, nur weil "In Waves" etwas geradliniger als "Shogun" daherkommt, halte ich für eine Absurdität. Die typische Hater-Keule eben. TRIVIUM bleiben zusammen mit wenigen anderen Interpreten weiterhin das Maß aller Dinge, weil man technisches Können und das Gefühl für gutes Songwriting auch hier zu jeder Sekunde zweifellos raushört. Sehr stark.

Kommentare

28.08.2011 21:01 Uhr Norrøn
Etwas zwanghaft schlecht zu machen nur weils einem nicht in den Kragen passt, dass sich eine Band evtl. 1 mm von dem Weg entfernt hat, den sie auf dem letzten Album eingeschlagen haben
 
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Cover

Trackliste


01. Capsizing the Sea
02. In Waves
03. Inception of the End
04. Watch the World Burn
05. Dusk Dismantled
06. Black
07. Built To Fall
08. Caustic Are the Ties that Bind
09. A Skyline's Severance
10. Forsake Not the Dream
11. Of All These Yesterdays
12. Chaos Reigns
13. Leaving This World Behind

Künstler


Matt Heafy - Guitars, Vocals
Corey Beaulieu - Guitars, Vocals
Paolo Gregoletto - Bass, Vocals
Nick Augusto - Drums

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