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Geschrieben: 25. September. 2011CD Review

Machine Head

Unto The Locust

Bewertung ( 8 von 10 ):

0123456701

Genre:

Post Thrash Metal

Spieldauer:

55:04

Label:

Vetrieb

Land

Fahne USA

Release

23.09.2011

Link


Irgendwann klingt jeder Hype, jeder Hype um eine amerikanische Band ab - vor allem in Europa, in diesem Falle Deutschland. Es reicht längst nicht mehr, mit Vorschusslorbeeren im Gepäck einen Deal bei einem Majorlabel abzustauben und Erfolge wie von Geisterhand zu landen. Und wenn ich ehrlich sein soll, habe ich die US-amerikanischen Groove Metaller von MACHINE HEAD immer für eine solche Band gehalten, für eine Band, die viel zu viel Aufmerksamkeit bekommt - zu Recht?

Wie soll ich es formulieren? Nö! "Unto the Locust" - so der Titel des neuen Albums - findet mit dem zähen Intro von "I Am Hell" zwar einen ungewöhnlichen Einstieg, feuert dann aber nach geraumer Zeit einige richtige fette Riffs ab, bei denen viele Kritiker erstummen sollten. Den Vorgänger "The Blackening" kenne ich nur mit Abstrichen, bewusst ist mir allerdings dennoch, dass dieses Werk seinerzeit deutlich "technischer" und verspielter ausgelegt war. Hier und da sind auf dem neuen Opus zwar Spielereien vertreten, im Gesamtkontext allerdings ist "Unto the Locust" direkter und eingängiger. Natürliche Weiterentwicklung oder Kalkül?

Das kann ich als jüngst bekehrter MACHINE HEAD Nicht-Möger kaum beurteilen, für mich zählen nur die Fakten, und die liegen klar auf der Hand. Das Album klingt homogen und genau so gewollt, und damit ist für mich die Beweisführung auch schon wieder abgeschlossen. Egal welches Tempo die Amis hier gehen, egal ob's mal grooved oder direkt in die Fresse geht, "Unto the Locust" ist jederzeit nachvollziehbar, bietet starke Gitarrenwände, abwechslungsreiches Schlagzeugspiel und zeigt Emotionen ("Darkness Within"). Hinzu kommt, dass man hier sehr abwechslungsreich zu Werke geht und damit kein Song dem anderen gleicht. Während der Mehr-oder-weniger Titeltrack "Locust" sich mit Mörder-Grooves und eingängiger Hook ins Ohr bohrt, macht "This is the End" das selbe mit gehobenem Tempo und feinstem Neo-Thrash Riffwerk.

Zugegeben, nicht alles überzeugt hier. Der Kinderchor zu Beginn von "Who we are" ist mir zu kitschig, die Texte stellenweise auch, worüber hinaus sich auch noch einige Längen in "Pearls for Swine" oder "Who we are" einschleichen. Das schmälert den insgesamt überraschenden und sehr positiven Eindruck aber nur marginal. Zu "krassen" Abzügen kann man eigentlich nur die sehr trockene Produktion ranziehen, an die ich mich nur schwer gewöhnen kann. (Autor: Pascal S.)
Fazit:
Doch selbst das geht mir irgendwo am Arsch vorbei. Warum? Weil "Unto the Locust" für mich eine DER Überraschungen des Jahres 2011 ist. Zwar werde ich nicht blind in den Plattenladen rennen um mir die komplette Diskografie von MACHINE HEAD zu besorgen, aber das mir vorliegende Werk ist durchaus einen Kauf bzw. ein riskiertes Ohr wert. Auch für Leute wie mich, die bisher weniger mit den Jungs anfangen konnten. Überzeugende Vorstellung!

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Cover

Trackliste


1. I Am Hell (Sonata in C#)
2. Be Still and Know
3. Locust
4. This is the End
5. The Darkness Within
6. Pearls for Swine
7. Who We Are

Künstler


Adam Duce - Bass
Robb Flynn - Guitars, Vocals
Dave McClain - Drums
Phil Demmel - Guitars

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