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Geschrieben: 14. Oktober. 2011CD Review

White Wizzard

Flying Tigers

Bewertung ( 9 von 10 ):

0123456780

Genre:

Heavy Metal

Spieldauer:

59:08

Label:

Vetrieb

Land

Fahne USA

Release

23.09.2011

Link


Als sich WHITE WIZZARD in meinen Ohren zum ersten Mal Gehör verschaffte, konnte ich fast nicht glauben, dass es tatsächlich ein ernsthafter Versuch sei, neue Fans zu gewinnen und alte zu halten. Dabei handelte es sich um das legendäre Video von "Highspeed GTO". "Großartig" ist glaube ich das einzige Wort, das den Clip einigermaßen treffend beschreiben kann. Als ich mir dann allerdings die Fortsetzung der schwer ergreifenden Geschichte mit großer Spannung ansehen wollte, fiel mir schnell auf, dass sich die Besetzung der Band schon innerhalb kürzester Zeit fast komplett geändert hatte. Inklusive Sänger, und das stellt bekanntlich den größten Wandel für eine Band dar. Wie aber so häufig bei amerikanischen Heavy Metal-Bands, ist auch bei WHITE WIZZARD, Gitarrist und Basser Jon Leon, der eigentliche Alleinherrscher der Band und wechselt die Besetzung einfach kurzerhand aus, sobald Sie ihn stört. Über nähere interne Gründe bin ich natürlich nicht informiert, aber schon zwei Besetzungswechsel hinter sich zu haben und dabei gerade erst mit "Flying Tigers" ihr zweites Album zu veröffentlichen ist schon ungewöhnlich. Naja, aber hier geht es ja immer noch um Musik und die klingt wie auch schon auf dem Vorgängeralbum "Over the Top" unglaublich oldschoolig. Entstanden sind WHITE WIZZARD ja schließlich auch nur aus der Intention heraus, der 2008 in Amerika grassierenden Metalcore-Welle ordentlich den Stinkefinger zu zeigen. Dies glückte in besagtem Jahr auch, und mit traditionellem Metal standen die Amerikaner noch relativ schwach vertreten in der Szene. Heute, 2011 sieht das schon wieder ganz anders aus. Aus allen Ecken quillt der klassisch schrille Heavy Metal hervor, in dem sowohl Musiker als auch Fans die Matte wieder länger tragen und die gute alte Kutte wieder aktiviert werden konnte. Von der Masse verdrängt wurde das Quintett aus L.A. dadurch natürlich nicht, sondern vielmehr haben sie einen Posten als Vorreiter einer Retro-Welle ergattern können und setzten sich mit ihrem neusten Langspieler durch Individualität zusätzlich noch von der Masse ab.

Trotz Besetzungswechsel und nötigem aufeinander einspielen, wirkt "Flying Tigers" ausgereifter und generell etwas erwachsener als noch die Vorgängerscheibe. Zwar zieht einem bereits der Opener "Fight to the Death" die Ohrwurmkeule über den Schädel und besticht mit eingängiger Melodie, welche man schon nach einmaligem Hören nicht mal im Schlaf mehr aus den Ohren bekommt, jedoch soll das nicht so bleiben und stattdessen beweisen WHITE WIZZARD beispielsweise mit Tracks vom Kaliber "Starmans Sons" und "Starchild", dass sie durchaus auch Dramatik in ihre Songs packen können und die fast schon progressive Stimmung lediglich durch komplizierte Soli aufrecht halten können.
Bisher kamen mir WHITE WIZZARD sehr linear vor. Da gab es kein links und kein rechts, sondern einfach nur nach vorne. Davon haben sie sich verabschiedet. Mit "Flying Tigers" setzen sich die Amis ganz klar von der Masse ab ohne dabei ihren Genrezweig hinter sich zu lassen. Man kann eigentlich nur hoffen, dass bis zur nächsten Scheibe nicht wieder die komplette Besetzung ersetzt wird. (Autor: Alex B.)
Fazit:
Brauch ich eine neue Platte voll Oldschool Heavy Metal kombiniert mit modernen proggigen Elementen? Steh ich unheimlich auf harmonisch quietschenden Gesang? Mag ich vor Klischee nur so triefende Texte? Wer sich diese Fragen mit JA beantwortet, der sollte absolut keinen Bogen um WHITE WIZZARD machen, sondern zugreifen.

Kommentare

14.10.2011 21:40 Uhr Shut Up, I'm Trying To Worry
Die ersten drei Songs sind ganz gut. Danach rutscht das Album in tiefste Belanglosigkeit ab.
 
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Cover

Trackliste


01. Fight to the Death
02. West L.A. Nights
03. Starchild
04. Flying Tigers
05. Night Train to Tokyo
06. Night Stalker
07. Fall of Atlantis
08. Blood on the Pyramids
09. Demons and Diamonds
10. Dark Alien Overture
11. War of the Worlds
12. Starman's Son

Künstler


Wyatt "Screaming Demon" Anderson - Vocals
Lewis Stephens - Lead Guitars
Jon Leon - Bass, Guitars
Giovanni Durst - Drums

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