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Geschrieben: 05. Oktober. 2012CD Review

Heaven In Her Arms

Paraselene

Bewertung ( 9 von 10 ):

0123456780

Genre:

Progressive Hardcore

Spieldauer:

54:39

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Japan

Release

17.12.2010

Link


Unser kleiner Exkurs nähert sich langsam seinem Ende und wir blicken auf viele großartige Neuentdeckungen zurück. Heute geht es zurück zur japanischen Hauptstadt. Hier befassen wir uns mit einem winzig kleinem Teil der Tokioer Hardcoreszene, die ja bereits die weltweit anerkannte Band ENVY hervorzauberte. An deren Sound orientieren sich grob die hier vorgestellten HEAVEN IN HER ARMS.

"Paraselene" ist das zweite Album der Band, die bereits auf der vorangegangenen EP "Duplex Coated Obstruction" eine perfekte Mischung aus brachialem Hardcore, Screamo und schönen Post Rock Melodien zelebrierte.
Zunächst geht es hier aber niederschmetternd zur Sache. Die erste Hälfte des Albums präsentiert die vier Musiker von einer sehr doomigen Seite. Die hohen, schmerzerfüllten Schreie vom Sänger und Gitarristen Kent und das meist träge Gitarrenspiel lassen seichte Erinnerungen an Bands wie AMENRA oder, bei den schnelleren Stücken, ALPINIST aufkommen. Die Tracks gehen dabei nahtlos in einander über und oft merkt man nicht, wann ein neues Stück beginnt. Ein starker Umschwung erfolgt erst nach dem neunminütigem Monolithen "Echoic Cold Wrist", welcher durch die immer wiederkehrende Grundthematik und die Sprachsamples eine dunkle, bedrohliche Atmosphäre erzeugt.
"Halcyon" ist dann sozusagen der Sonnenaufgang nach einer durchkämpften Nacht. Im Hintergrund bäumen sich immer deutlicher hoffnungsvolle Melodien auf, die dann im wunderschönen, melancholischen Pan(?)flötenpart gipfeln. Doch diese positive Energie währt nicht ewig, denn das Sonnenlicht fördert die Schrecken der vorherigen Nacht zu Tage. "Butterfly in Hellcoid" greift dieses Melodieschema wieder auf und präsetiert sich bis zur Hälfte als Post Rock Song, bis ein emotionaler Ausbruch der Spitzenklasse folgt. Die Verzweiflung ist nun wieder das vorherrschende Element. Kent schreit sich ein letztes Mal die Seele aus dem Leib und die Drums driften in schon fast schwarzmetallische Gefilde ab.
"Vanitas" bildet dann ein instrumentales Finale der Extraklasse. Völlig losgelöst schweben bezaubernde Geigenmelodien durch den Raum.

Der Sound von Paraselene ist übrigens sehr passend gestaltet worden. Es gibt zwar keine Besonderheiten zu verzeichnen aber es ist in bester Hardcoremanier abgemischt worden.
So lässt sich festhalten, dass sich HEAVEN IN HER ARMS nicht vor ihren großen Genrebrüdern ENVY verstecken brauchen. Denn "Paraselene" ist ein emotional mitreißendes Werk geworden, das perfekt alle Elemente vereint, welche aus den verschiedenen musikalischen Vorlieben der Künstler herrühren. (Autor: Kevin G.)
Fazit:
Zwar ist "Paraselene" auf Grund seiner doomigen Grundausrichtung zunächst etwas schwer zugänglich, aber es entfaltet sich mit jedem Durchlauf ein Stückchen mehr. HEAVEN IN HER ARMS verbinden auf unnachahmliche Art und Weise Screamo, Hardcore, Post Rock und Doom und erschaffen dabei ein großartiges Werk voller Emotionen.

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Cover

Trackliste


1. 46x
2. Anamnesis of Critical
3. Morbidity of White Pomegranate
4. Jade Wine
5. Echoic Cold Wrist
6. Halcyon
7. Butterfly in Right Helicoid
8. Veritas

Künstler


Kentaro - Bass
Kent - Vocals, Guitar
Katsuta - Guitar
Katayu - Guitar
Rocky - Drums


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