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Geschrieben: 19. November. 2012CD Review

Execration

The Acceptance of Zero Existence

Bewertung ( 3 von 10 ):

0120123456

Genre:

Brutal Death Metal

Spieldauer:

37:30

Label:

Vetrieb

Land

Fahne USA

Release

25.09.2012

Link


Eventuell erinnert sich noch jemand an das überdurchschnittlich gute Brutal Death-Debüt von EXECRATION mit dem Namen "A Feast for the Wretched". Groovige Riffs und gurgelige Growls wurden mit den szenetypischen Samples unterlegt, aber ergaben insgesamt doch noch ein sehr routiniert klingenden Sound, der für eine sehr unterhaltsame halbe Stunde gesorgt hat. Dies ist aber schon 4 Jahre her und der amerikanische Fünfer steht nun mit neuer Mannschaft da, wobei bis auf den Drummer keiner mehr vom Vorgängeralbum verblieben ist. Neue Triebfeder beim Songwriting scheinen nun die zwei Houseman-Brüder zu sein, die jeweils an Gitarre und Mikro das Kommando übernommen haben.

Und wie man es sich vielleicht schon denken kann, ist nach der langen Zeit und den vielen Memberwechseln in einem sowieso recht inkonsistenten Genre, wenig bis nichts mehr von den alten EXECRATION geblieben. Auf dem neuen Album gibt man sich sichtlich seriöser, verzichtet auf blutige Motive und entsprechende Soundschnipsel. Es lässt sich sogar hier und da so etwas wie "Songwriting" vernehmen, doch leider scheitert das Ganze an der eigenen Ambition. Brutal Death Metal ist ein heikles Feld, auf dem man sich seine eigene Nische suchen sollte, die EXECRATION mit ihrem Debüt eigentlich ausgezeichnet gefüllt und mit ihren cleveren Songs das Revier markiert haben. Inzwischen klingt das Ergebnis viel ernüchternder: Die Tracks dümpeln vor sich hin, haben keinen Druck und leiden zusätzlich noch an einer matschigen Produktion, die das Album nicht gerade aufwertet.
Ein paar spannende Passagen sind nach wie vor vorhanden und so weit vom Genre-Durchschnitt entfernt sich die Band dann doch nicht, aber die inzwischen kraftlos klingenden Vocals und der plötzliche Anflug des Gedanken, dass man sich an Tech-Death versuchen könnte, lassen den Großteil des Albums sehr belanglos erscheinen. Also ein herber Rückschritt, der die Band dorthin verfrachtet, was sie sich selbst als neues Image ausgesucht hat: In den luftleeren Raum des Kosmos voller Grunzkapellen, die in den meisten Musikabspielgeräten der Erde wohl eher nicht mehr landen werden. (Autor: Daud B.)
Fazit:
Ein enttäuschender Schlag ins Gesicht für die wenigen, die sich an das vielversprechende Debüt erinnern. Ungünstig produziert, überambitioniert und unnötig ist dieses neue Release. Hätte man früher am Vorgänger angeknüpft, wäre man vielleicht noch glimpflich davon gekommen, aber diese Platte klingt mehr nach einem "Hey, uns gibt es auch noch!", was nicht hätte sein müssen. Da fällt einem "die Akzeptanz für null Existenz" von EXECRATION nicht schwer.

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Cover

Trackliste


1. Through the Portal (instrumental)
2. Awake the Darkened
3. The Acceptance of Zero Existence
4. Infernal Rites of Exsanguination
5. Serpentine Changeling
6. The Stars will make known my Rage
7. Further through the Portal (instrumental)
8. Queen amongst the Wolves
9. The great Fall
10. Falling through the Portal (instrumental)
11. The first Death

Künstler


Shawn - Bass
Kevin Elrod - Drums
Jerred Houseman - Guitars
Wyatt Houseman - Vocals
Brian Palmer - Guitars

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