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Interview mit Winterherz von Waldgeflüster

Interview mit Winterherz
von

Das Interview führte: Malte H. am 13.09.2011 

Nachdem "Femundsmarka - Eine Reise in drei Kapiteln" von WALDGEFLÜSTER nur knapp an der Höchstnote vorbeigeschrammt ist und neben dem musikalischen Aspekt vor allem durch sein Konzept begeistern konnte, stellte sich Winterherz, vorher alleiniges Mitglied, nun Teil des Duos, für ein Interview zur Verfügung. Neben einigen Fragen zu "Femundsmarka" beantwortete er auch Fragen zur Trekkingtour mit seinem Bruder und hat ein paar witzige Anekdoten für euch parat. Doch lest selbst!

Malte H.: Hallo Winterherz! Wie geht es dir? Genießt du den Sommer (sofern man ihn denn so nennen möchte)?

Winterherz: Grüß dich! Ja, soweit es die Zeit zulässt, genieße ich die einsamen Sonnenstrahlen, die sich heuer Sommer nennen.

Malte H.: Euer neues Album "Femundsmarka - Eine Reise in drei Kapiteln" befindet sich nun schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Wie sind die Rückmeldungen bisher ausgefallen? Bist du zufrieden mit dem Ergebnis und den Reaktionen auf euer Werk?

Winterherz: Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Wir haben viel Arbeit in dieses Album investiert, von der kreativen, aber auch von der Produktionsseite her. Ich hoffe, dass man das hören kann, wir sind auf jeden Fall sehr stolz auf das fertige Produkt. Natürlich bis auf die Kleinigkeiten, die man als Musiker wohl immer im Nachhinein zu bemängeln hat: Dort hätte ein Slide noch schöner klingen können, der eine Snare Schlag hätte etwas fester ausfallen können, usw. Aber das hält sich im Rahmen und ist auch normal. Auch die Reaktionen sind bis jetzt großartig ausgefallen. Die meisten Menschen, die das Album gehört haben, spüren wohl wie wichtig uns die Musik ist, und es scheint wohl auch in ihnen eine Resonanz hervorzurufen. Das macht uns sehr stolz und es freut uns ungemein. Klar, die eine oder andere Kritik gibt es natürlich auch, aber im Großen und Ganzen hatten wir nicht mit diesen extrem positiven Reaktionen gerechnet.

Malte H.: Ich schrieb in meiner Rezension, dass "Femundsmarka" ein sehr bildgewaltiges und emotionales Werk geworden ist, das den Hörer auf eine Reise durch die Natur mitnimmt. Lag darin das Ziel, welches ihr mit dem Album verfolgen wolltet? Dem Hörer die Natur etwas näher zu bringen, ihn eventuell auch zu einer Trekkingtour zu animieren?

Winterherz: Das war vielleicht eher ein implizites Ziel. In erster Linie ging es uns allerdings darum, diese unglaublich intensive Erfahrung für uns zu verarbeiten. Die Idee zu dem Album entstand ja auf der Reise und sie entstand durch das Bedürfnis, diese Erlebnisse aufzuarbeiten. Du siehst also, explizit ging es uns nicht darum, andere Menschen auf unsere Reise mitzunehmen oder vielleicht sogar zu animieren, etwas Ähnliches zu erleben. Diese Idee hat sich erst mit der Zeit entwickelt, wir würden uns sehr freuen, wenn das Album den Einen oder Anderen zu so eine Reise bewegen könnte. Eine Person hat uns inzwischen auch geschrieben, dass sie zu einem ähnlichen Erlebnis aufbrechen wird, und wir konnten sogar mit ein paar Tipps weiterhelfen. Die Entscheidung wird wohl nicht auf unserer Musik beruhen, aber falls wir nur einen Anstoß liefern konnten, haben wir das Höchste erreicht, das ein Musiker neben der eigenen Verwirklichung mit einem Album erreichen kann.

Malte H.: Obwohl sowohl auf "Herbstklagen" wie nun auch auf "Femundsmarka" verschiedene Stilmittel ihren Einsatz finden, baut ihr weiterhin auf Black Metal als tragende Säule für eure Musik. Wieso ausgerechnet Black Metal? Bzw. findest du, dass Black Metal durch seine sehr intensive, atmosphärische Spielart besonders gut geeignet ist, solche Thematiken wie Natur und Mystik auszudrücken?

Winterherz: Black Metal ist im Augenblick einfach die treffendste Ausdrucksform, die unsere Gefühle beschreibt. Besonders für dieses Album ist diese Musik passend, die harsche und raue Natur Norwegens wird am besten durch diese ebenfalls harsche und raue Musik widergespiegelt. Black Metal hat etwas Ursprüngliches und Natürliches, für gewisse Emotionen und Bilder ist er die perfekte Umsetzung. Für andere Thematiken passen andere Spielarten besser, und mein Bruder und ich experimentieren auch mit anderen Musikrichtungen. Es ist nur so, dass wir im BM inzwischen halt auch wissen, was wir tun, was wir in anderen Sparten erst lernen müssen.

Malte H.: Ich erwähnte bereits die verschiedenen Stilmittel, die ihr verwendet. So sind Intro und Outro reine Akustik-Einlagen, während die beiden Interludien sehr experimentell wirken. Insbesondere "Nacht" hat mich etwas überrascht, da es sehr düstere Empfindungen beim Hören auslöst. Wolltet ihr an diesen Stellen ein wenig was Neues ausprobieren oder bestand die Idee solcher Interludien schon von Anfang an?

Winterherz: Um ehrlich zu sein: Zuerst waren die beiden Interludien so etwas wie Experimente und Demo-Aufnahmen um mit Ideen zu spielen. Erst nach und nach stellten wir fest, dass sie einfach perfekt in unser Konzept passten, und sie vor allem auch perfekt gewisse Erlebnisse unserer Reise ausdrückten. "Femundsmarka" und seine Musik sind mit der Zeit in unseren Köpfen gewachsen, das Album war ein Prozess, auch die musikalische Umsetzung gewisser Empfindungen. Im Nachhinein denken wir, dass die Interludien nicht nur als musikalische Auflockerung und Abwechslung das Album komplettieren, sondern auch als Idee, Bild und Konzept.

Malte H.: Spiegelt sich dieser Variantenreichtum auch in eurem Musikgeschmack wieder? Gibt es Bands, die euch besonders stark inspirieren und euren musikalischen Weg, den ihr eingeschlagen habt, besonders beeinflusst haben?

Winterherz: Ja, dieser Variantenreichtum spiegelt sich auch in unserem Geschmack wieder. Mein Bruder und ich hören wirklich die unterschiedlichsten Genres. Von Akustikmusik, über Post-Rock und Elektro, und natürlich Metal in allen seinen Spielformen, jedoch hauptsächlich Black Metal, ist wirklich alles dabei. Es fällt schwer aus diesem riesigen Pool wirklich die eine Band zu filtern, die uns besonders beeinflusst hat. In Hinblick auf den von dir postulierten Variantenreichtum unserer Musik waren sicher Bands wie Opeth oder Nocte Obducta für uns wegweisend. Bands wie diese haben gezeigt, dass ein gutes Metal Album nicht von vorne bis hinten gleich und eintönig klingen muss, sondern abwechslungsreich sein kann und mit den unterschiedlichsten Elementen großartige Stimmungen erzeugt werden können. Solche Alben haben zumindest mich schon immer mehr fasziniert als jedes beliebige Death Metal oder Black Metal Album, welches mit einem Blast bei 190 bpm anfängt, über einen Blast bei 190 bpm weitergeht, um schließlich auf einem Blast bei 190 bpm zu enden. Diese Form von Musik hat uns wenn dann nur kurzzeitig gefesselt, dauerhaft sind uns andere Alben im Gedächtnis geblieben.

Malte H.: "Femundsmarka" entstand nach einer gemeinsamen Trekkingtour mit deinem Bruder durch die gleichnamige Region in Norwegen. Bestand der Gedanke an einer solchen Tour schon länger oder kam die Idee spontan? Und wieso habt ihr Norwegen als euer Ziel auserkoren?

Winterherz: Der Gedanke an diese Tour hatte sich ca. ein Dreivierteljahr vor der eigentlichen Reise manifestiert. Die Grundidee schwebte schon etwas länger in unseren Köpfen, aber der Entschluss wurde zu diesem Zeitpunkt endgültig gefasst. Wirklich spontan ist so etwas nicht zu bewältigen, es war einiges an Planung notwendig, um die Reise zu realisieren. Dass wir uns Norwegen als Ziel ausgesucht haben, hatte mehrere Gründe. Der Erste ist, dass uns die Landschaft und die Natur in Skandinavien einfach fasziniert. Wir waren zwei Jahre zuvor in einem etwas anderen Kontext schon einmal in Schweden und Norwegen, und die dort entfachte Begeisterung für diese Länder hat uns seitdem nicht mehr losgelassen. Nirgendwo sonst in Europa, zumindest meinem Wissen nach, kann man eine solche Einsamkeit finden, wie es dort oben der Fall ist. Neben der Suche nach dieser Einsamkeit war noch das sogenannte "Jedermannsrecht" einer unserer Beweggründe, uns Femundsmarka als Ziel auszusuchen. In vielen Teilen Europas, zumindest in Deutschland und Umgebung, ist es nicht erlaubt abseits offizieller Campingplätze zu übernachten. In Skandinavien kann man sein Zelt fast überall aufstellen, es gibt nur gewisse Restriktionen, zum Beispiel aufgrund des Naturschutzes oder dass das Zelt mindestens 100 m vom nächsten Haus entfernt stehen muss. Dort herrscht in gewissen Bereichen noch eine Form von Freiheit, die man bei uns schon fast als verloren ansehen kann.

Malte H.: Es kommt nicht selten vor, dass Bands aus Skandinavien, gerade im Bereich des Black Metal, die hiesige Natur als Quell ihrer Inspiration bezeichnen. Bei euch verhielt es sich ähnlich, denn soweit ich weiß war die Intention der Reise nicht, Ideen für ein neues Album zu sammeln. Kannst du erklären, was gerade die Natur im hohen Norden so faszinierend macht, dass sie Musiker scheinbar zu Höchstleistungen antreibt?

Winterherz: Abgesehen davon, dass die Landschaften Skandinaviens etwas schroffer und lebensfeindlicher wirken können als in Westeuropa, denke ich, dass der Hauptgrund für diese Faszination in der Unberührtheit liegt. Die Natur strahlt dort eine Ursprünglichkeit aus, einen "nicht von Menschenhand geformten" Eindruck, der zumindest hier in Bayern nur durch explizites Suchen zu finden ist. Und selbst dort kann man keine 500 m gehen ohne auf andere Menschen oder Zeichen der Zivilisation zu treffen. Es fällt einfach leichter, die Inspiration für Black Metal in Skandinavien zu finden, das liegt aber wohl eher an der Einsamkeit der Natur als an ihrem Landschaftsbild. Denn auch in Bayern oder woanders kann man sehr passende Landstriche finden, die einem die Eindrücke eines BM Songs vermitteln. Wenn nur die Menschen nicht wären...

Malte H.: Welche Beweggründe verfolgst du mit Waldgeflüster? Der Bandname lässt die Interpretation offen, dass ihr das Flüstern des Waldes, seine Stimme, in die Ohren der Hörer transportieren wollt. Die Natur gerät in der heutigen Zeit häufiger aus dem Blickfeld des Menschen. Gerade wenn man bedenkt, dass sich einige schon mit ein paar Bäumen im Stadtpark zufrieden geben. Ist es vielleicht ein Stück weit so, dass die Musik von Waldgeflüster den Leuten die Schönheit, Anmut und Stärke der Natur in den Geist zurückrufen soll? Dass die Hörer innehalten und darüber nachdenken, dass es außerhalb der Steinmauern der Stadt noch anderes gibt?

Winterherz: Nein, so kann ich das leider nicht bestätigen. Waldgeflüster verfolgt kein Ziel in jemand Anderem - das einzige Ziel ist die Verarbeitung unserer Gedanken und Emotionen. Wir wollen niemanden belehren oder ihm etwas aufzeigen - außer uns selbst. Manche Stücke sind ein Lernprozess für mich, um als Mensch zu wachsen und etwas über mich selbst zu lernen. Andere hingegen sollen die Schönheit und Achtung vor der Natur zurückrufen, jedoch nicht als Ankläger der Anderen, sondern sie sollen hauptsächlich mich selbst daran erinnern. Wenn ich kritische Worte finde, so sind diese auch oder vor allem an mich gerichtet. In einem noch unveröffentlichten Song geht es zum Beispiel um den Raubbau an der Natur. Dieser soll kein erhobener Zeigefinger sein, zumindest nicht nur. Vielmehr soll er mich selbst daran erinnern, dass ich durch mein persönliches Handeln und meinen Konsum eine tragende Rolle an diesem Raubbau habe und die Veränderung von mir ausgehen muss. Oder zum Beispiel "Wolfsgeheul": Es geht um den Verlust der Mystik und der Spiritualität, die einst in der Natur gefunden wurde. Mir geht es aber wieder nicht um Andere, sondern darum, mich selbst daran zu erinnern innezuhalten, um die Kraft und Ruhe, ebenso wie die Mystik des Waldes, wirklich zu spüren. Wenn diese Gedanken in den Hörern eventuell wachsen und sie selbst zum Nachdenken anregen, so freut mich das sehr. Nur geschrieben wurden die Lieder nicht zu diesem Zweck.

Malte H.: Wie wichtig ist es dir, deine Musik live präsentieren zu können? Ich kann mir vorstellen, dass die Umsetzung eines Albums wie "Femundsmarka" nicht so einfach ist. Was wäre für dich das perfekte Ambiente, um das Gefühl der Songs live so wiedergeben zu können, wie du es dir wünschst?

Winterherz: Mir sind Live-Auftritte sehr wichtig. Ich liebe alles an ihnen, das frühe Aufstehen, stundenlange Fahrten mit der Band im Auto, dann weitere Stunden rumsitzen und warten, weil der Veranstalter uns mal wieder zu früh bestellt hat, die Nervosität kurz davor, das Adrenalin auf der Bühne und in den Songs aufzugehen. Ehrlich gesagt ist es meiner Meinung nach nicht so schwierig, "Femundsmarka" live umzusetzen, zumindest die Black Metal Stücke betreffend nicht. Wir haben so gut wie keine Parts eingebaut, die unser Live-Lineup und Können überschreiten. Und wenn mal wirklich drei Gitarren eingesetzt wurden, wie es zum Beispiel im Schluss von "Fichtenhain" der Fall ist, so schreiben wir das für Live-Zwecke ein klein wenig um, oder mein Bruder kommt als Gastgitarrist und Sänger zu diesem Teil auf die Bühne. Ich denke, ich habe inzwischen ein sehr starkes Live-Ensemble gefunden, mit dem die Umsetzung von "Femundsmarka" kein Problem darstellt. Das perfekte Ambiente für einen Waldgeflüster-Auftritt stelle ich mir in einem Wald vor. So einfach. Oder man häuft auf einer großen Bühne Erde auf, in der man einige Bäume aufstellt. Ich glaube, das könnte sehr interessant wirken. Aber das ist nur eine Spinnerei, im Endeffekt tut es jede Bühne, die Hauptsache ist, dass sich das Publikum auf uns einlassen kann und wir es erreichen. Ich bin allerdings am Überlegen irgendwann in der Zukunft so etwas wie einen halb öffentlichen, halb privaten Abend auf einer Hütte in den Auslegern der Alpen zu organisieren. Allerdings würde ich das als reinen Akustik Abend aufziehen wollen, für den wir auch einige der BM Songs für eine Akustik Performance umschreiben würden. Auch das ist bis jetzt allerdings nur eine Idee. Ich hoffe aber wirklich das einmal realisieren zu können.

Malte H.: Ihr habt ein festes Live-Lineup, wenn ich nicht irre, und spielt auch ein paar Konzerte im Süden Deutschlands, Österreich und der Schweiz. Wird es eine Tour zu "Femundsmarka" geben, damit auch eure norddeutschen Fans die Chance erhalten, euch live erleben zu können, ohne einmal quer durch Deutschland fahren zu müssen?

Winterherz: Wir würden sehr gerne eine Tour spielen, bis jetzt hat sich leider nur noch nichts Passendes ergeben. Wir werden aber weiterhin versuchen einige Konzerte zu spielen, wenn sich etwas im Norden auftut, dann gerne auch dort. Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team, wenn es darum geht, stundenlang zusammen im Auto zu verbringen, es macht uns nichts aus für ein einzelnes Konzert weit zu fahren. Also, wenn sich jemand berufen fühlt, ein Konzert zu organisieren und uns zu holen, schreibt einfach eine Email an unsere Booking-Agentur booking@catapult-promotion.com

Malte H.: Wo wir schon beim Thema Live-Auftritte sind: Gibt es eine Band, mit der du unbedingt mal auf Tour gehen möchtest? Wo du sagen würdest: "Mensch, die würden perfekt zu unserem Sound passen, das wäre sicher riesig!"?

Winterherz: Ich würde sehr gerne zusammen mit PANOPTICON einige Auftritte absolvieren, obwohl sich das wohl niemals realisieren lassen wird. Aber hier würde definitiv alles stimmen, die Intention der Musik, die Person dahinter, der Sound, das wäre meiner Meinung nach ein absolut stimmiges Package.

Malte H.: Da wir uns dem Ende des Interviews nähern: Gibt es vielleicht noch eine lustige oder besonders beeindruckende Anekdote zur Trekkingtour mit deinem Bruder, die du unseren Lesern erzählen magst? Etwas, was dir als erstes einfällt, wenn du an die Reise denkst und wo du immer wieder schmunzeln musst?

Winterherz: Für uns persönlich gibt es sehr viele lustige Anekdoten, die uns zu der Tour einfallen. Ein Beispiel wäre der Tscheche, den wir getroffen hatten, der gleich mal alle Vorurteile bestätigen musste, indem er uns um 10 Uhr morgens schon selbstgebrannten Schnaps anbot. Oder die stundenlange Zugfahrt, die wir tatsächlich mit "Neunerln" verbrachten, einem der langweiligsten Kartenspiele überhaupt. Schlafen war auf der Zugfahrt nämlich unmöglich, da diese Bimmelbahn jedes Mal, wenn man kurz vor dem Einnicken war, eines der lautesten und ekelhaftesten Hupen überhaupt von sich geben musste. Oder als wir mitten in der Pampa an einer Kanustation ein Auto mit dem Kennzeichen aus unserer Heimatstadt sahen. Dann der wirklich saukalte Bergsee, in dem wir uns an einem Morgen wuschen, was sich wirklich als äußerst hart herausstellte. Solche Anekdoten gibt es zu Hauf. Dann gibt es noch die Punkte, die erst im Nachhinein wirklich lustig waren, wie zum Beispiel unsere geniale Idee, unser Zelt auf einer Landzunge am Rogen aufzustellen, ohne Schutz von Bäumen oder Ähnlichem. Das Zelt war in der Nacht dem Regen und dem Wind natürlich vollkommen schutzlos ausgeliefert. Irgendwann um 4 Uhr weckte mich dann mein Bruder, weil seine Seite komplett durchnässt war und er im Wasser schwamm, welches der Wind in unser Zelt regelrecht gedrückt hatte. Wir mussten dann in so etwas wie einer Nacht-und-Nebel-Aktion schnell alles zusammenpacken und in einem 40 Meter entfernten Windschutz Unterkunft finden. Es wäre von Anfang an eine gute Idee gewesen, das Zelt dort in der Nähe aufzustellen. In dem Moment war das natürlich überhaupt nicht witzig, aber im Nachhinein kann zumindest ich ganz gut über unsere offensichtliche Dummheit lachen.

Malte H.: Damit sind wir dann auch bereits am Ende angekommen. Ich danke dir für die Zeit, die du dir genommen hast und wünsche dir und deinem Bruder, dass ihr weiterhin so starke Musik darbieten könnt, wie auf "Femundsmarka". Die letzten Worte gehören selbstverständlich dir!

Winterherz: Vielen Dank für dieses interessante Interview! Wir hoffen, wir können einige Leute mitnehmen auf unsere Reise, und wenn wir nur den Einen oder Anderen animieren können, selbst einen Schritt, wohin auch immer, zu wagen, haben wir alles erreicht, was man mit so einem Album nur erreichen können möchte.

 
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