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Vorbericht:

04.04.2011

Summer Breeze 2011


BildDinkelsbühl. Ein beschauliches, kleines Städtchen im mittelfränkischen Landkreis Ansbach, welches mit seinem spätmittelalterlichen Stadtbild ein Magnet für zahlreiche Touristen ist. Es werden Fotos von der alten Stadtmühle und dem alten Rathaus gemacht und Postkarten an die Lieben nach Hause geschickt.
Einmal im Jahr, genauer gesagt am dritten August-Wochenende, belagern jedoch Touristen der ganz besonderen Art das idyllische Städtchen. Denn dann regiert Gevatter Metal mit seinen ganzen Facetten in Dinkelsbühl und zieht zahlreiche Metalheads an, die sich mit Sack und Pack (und Bier!) auf den nahegelegenen Feldern niederlassen, vor den vier Bühnen ihren Lieblingsbands zujubeln und die Stadt in einen Ausnahmezustand versetzen. Wer es durch die Überschrift noch nicht gemerkt hat, wird sich spätestens jetzt sicher sein: Die Rede ist hier vom Summer Breeze Open Air, das dieses Jahr offiziell vom 18. bis 20. August 2011, stattfinden wird.

Die Tore öffnen sich, wie gewohnt, jedoch auch in diesem Jahr bereits am Mittwoch, wenn Nuclear Blast Records zur Labelnacht im Partyzelt rufen. Ein Spektakel, das sich viele der mittlerweile ca. 30.000 Besucher wohl auch 2011 nicht entgehen lassen werden. Immerhin spielen u.a. bekannte Größen wie die polnische Death Metal-Formation Vader, die deutschen Thrasher von Destruction oder die exotischen Schwarzmetaller von Melechesh gleich am ersten Abend nach der Anreise auf.

BildAm Folgetag werden dann auch die Hauptbühne (Mainstage) und die Nebenbühne (Painstage) eröffnet. Die beiden Bühnen liegen beinahe direkt nebeneinander und werden abwechselnd bespielt, wodurch es zwischen den beiden Stages nicht zu Überschneidungen kommen kann. Als diesjährige Headliner haben die deutschen Mittelalterrocker von In Extremo, die schwedischen Power Metal Urgesteine Hammerfall und die brachialen Metalcoreler von Hatebreed die Ehre, am jeweiligen Abend als letzte Band die Mainstage zu zerlegen.

Wer unbedingt einen guten Platz vor einer der Bühnen für seine Lieblingsband ergattern möchte und sich deshalb schon weit vor Beginn des Auftritts vor der jeweiligen Bühne Bildeinfindet, muss sich keine Sorgen darum machen, dass die Wartezeit langweilig wird. Nicht nur, dass man ganz sicher nicht alleine warten wird, nein, durch ein besonderes Gimmick der Veranstalter ist es möglich, den Auftritt auf der gerade bespielten Bühne über eine Videoleinwand, die zwischen den beiden Bühnen aufgebaut ist, zu verfolgen. So ist man zwar nicht mittendrin, aber dennoch dabei.
Parallel zu den beiden großen Bühnen wird im Partyzelt auch nach der Labelnacht an den folgenden Festivaltagen gerockt, geheadbangt und gebrüllt, was das Zeug hält. Die Pausen zwischen den Bands im Partyzelt werden mit Musik von der 2010 neu eingeführten Camel Stage überbrückt. Über mangelnde Unterhaltung oder aufkommende Langeweile kann man sich also nicht beklagen.

Wie auch schon in den Jahren zuvor haben die Veranstalter 2011 wieder ein Billing aufgestellt, welches kaum Wünsche offen lässt. Egal, ob man auf bitterbösen Black Metal, knallharten Death Metal, stampfenden Metalcore oder verspielten Folk Metal steht, es ist für jedermann etwas dabei. Bolt Thrower, Tarja, Arch Enemy, As I Lay Dying, J.B.O., Suicidal Tendencies, Kataklysm, Sodom, Corvus Corax, Marduk und Primordial sind nur ein kleiner Teil des bereits bekannten Billings, welches sich im Laufe der nächsten Monate noch auf genau 100 Bands aufstocken wird.
Darunter befinden sich auch fünf Newcomer-Bands, welche sich im Zuge des New Blood Awards am Mittwoch Nachmittag auf der Bühne im Partyzelt den anwesenden Metalheads präsentieren dürfen. Die Gewinner-Band darf dann auf einer der beiden großen Bühnen das Festival am Donnerstag eröffnen.
Sollte einmal partout nichts für einen auf den vier Bühnen dabei sein, dann kann man die Zeit nutzen, um durch die große Merchandise-Einkaufsmeile zu schlendern. Hier findet sich nahezu alles, was das Metaller-Herz begehrt. Von Accessoires über Bandshirts bis hin zu zahlreichen CD-Ständen ist alles geboten. Auch für das leibliche Wohl ist an etlichen Ständen gesorgt. Seit 2007 findet sich sogar ein Biergarten, der mit kühlem Blonden lockt.

BildWen die genannten Bands und Angebote noch nicht überzeugt haben, der erhält nun das schlagkräftigste Argument: Mit nur 72 Euro (inkl. Park- und Campingplatz ist das Summer Breeze eines der preiswertesten Festivals dieser Größenordnung.
Die Anreise gestaltet sich selbst für Autofahrer, die vorher noch nie mit dem eigenen Auto auf ein Festival gefahren sind (so wie mich 2010), als unkompliziert und einfach. Das Gelände ist früh genug ausreichend ausgeschildert und man kann Dinkelsbühl und das Campinggelände eigentlich gar nicht verfehlen. Wer seinem eigenen Orientierungssinn jedoch nicht traut, sondern sich lieber auf die Technik eines Navis verlässt, der kann ganz einfach 91550 Dinkelsbühl als BildZielort eintippseln und kommt auch so an das gewünschte Ziel. Und sollte der Fall eintreten, dass man weder dem Navi noch seinem Orientierungssinn vertraut, dann druckt man sich einfach die Route von der Haustür bis nach Dinkelsbühl aus. Einen Routenplaner findet man direkt auf der Website des Summer Breeze.
Wer keine Lust hat, mit dem eigenen Auto zu fahren oder bei anderen in der Klitsche zu hocken, der kann ebenso problemlos mit Bus und Bahn anreisen. Eine umfangreiche PDF-Datei mit allen nötigen Informationen befindet sich ebenfalls auf der Website, unter der Rubrik "Anreise". Somit sollte einer erfolgreichen Anreise, die nicht irgendwo im Nirgendwo endet, nichts im Wege stehen.

Was einen dann erwartet sind drei volle Tage Open-Air-Programm bei hoffentlich bestem Wetter. Doch selbst Regen kann die Laune der Besucher in der Regel kaum trüben. Das Summer Breeze beinhaltet halt in jedem Jahr Sommerstimmung. Entweder direkt durch die Wetterlage oder indirekt durch die Gemütslage der Besucher und des Festivalnamens.

Weitere Informationen findet ihr auf der Website www.summer-breeze.de. Dort findet sich auch das Forum, in welchem noch zu klärende Fragen gestellt werden können.

In diesem Sinne bleibt abschließend nur zu sagen, dass man gespannt auf das sein darf, was die Veranstalter bandtechnisch noch präsentieren. Und bis August ist es auch gar nicht mehr so lange hin, es wird jeden Tag ein Tag weniger, den man warten muss. Versprochen.

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(Autor(en): Malte H.)
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Kommentare

15.05.2011 18:54 Uhr Sturmgeweihter
Ich freue mich auch sehr drauf! Da ist so viel geiles Zeug bei, dass ich fürchte, dass das wieder sehr anstrengend wird. Und nebenbei muss man auch wieder nach CD-Schnäppchen suchen und die ganzen Leute, die man nur dann sieht, auf den neusten Stand bringen und so weiter.
Aber Summer Breeze ist einfach jedes Jahr immer wieder geil!
 
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07.04.2011 19:29 Uhr Norrøn
Ich freu mich drauf. Ehrlich. War die letzten Jahre immer wieder geil. Das Line-Up ist mittlerweile echt stark. Ich werde wohl alleine anreisen. Kann man sich ja mal bei Bedarf treffen.
 
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