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Vorbericht:

13.04.2012

Metalfest Germany West 2012 - Headbanging Loreley


BildOb sich die UNESCO die Fingernägel in Sorge um ihr Welterbe abkaut, wenn ein paar tausend Metalfans die ausgezeichnete Kulturlandschaft mit ihrem eigenen Stück Kultur beschallen?

Das Metalfest Open Air, welches vom 7. bis zum 9. Juni 2012 erstmalig auch auf und um die Freilichtbühne an der Loreley (siehe Bilder) und damit im Westen dieses Landes die Lautstärke geeigneten Boxen auspackt, dürfte den Verantwortlichen sicher keine Schweißperlen mehr auf die Stirn treiben. Die Vibrations- und Schallresistenz des berühmten Schieferfelsens mit der legendären Nixe, wurde schließlich schon mit Veranstaltungen wie dem Rock Area oder dem Magic Circle Festival auf die harte Probe gestellt - den fehlenden Medienberichten zufolge, wurden wohl keine nachhaltigen Schäden am Sediment festgestellt, sodass auch 2012 das gepflegte, harte Genre erneut Einzug ins Mittelrheintal halten kann.

Das Lineup wird mit ein paar Ausnahmen nahezu identisch zu den anderen Ausgaben, verteilt über ganz Europa sein. Als Headliner von insgesamt 60 Bands, dürften Kapellen wie Blind Guardian, Megadeth, Behemoth oder Kreator bei dem ein oder anderen Besucher mit Sicherheit für Schaum vorm Mund sorgen. Auch wenn sich beobachten lässt, dass sich immer mehr Metal Open Airs in eine Richtung spezialisieren, muss man dem Metalfest außerordentlich zu Gute halten, keinen unglücklichen Spagat zu versuchen, sondern eine ausgewogene Vielfalt und ansehnliche Bandbreite an passenden Genrevertretern auf seine zwei Bühnen zu zaubern, ohne die Interessen der Fans groß kollidieren zu lassen. So sind jegliche "-core" Sparten außen vor, während den klassischen Spielarten wie Power, Gothic, Doom, Viking, Death oder Thrash Metal eine Plattform geboten wird.
Aber auch Meister des experimentellen Metals sind gefragt, wie Fleshgod Apocalypse oder Septicflesh, die es schaffen Extreme Metal mit Sympho-Melodien und einem ganzen Orchester auf homogene Weise zu verbinden. Im Gegensatz dazu werden uns beispielsweise die Stoner Metal Einheiten Kyuss Lives und Orange Goblin mit der gediegenen Ladung Blues-Groove versorgen.

Blind Guardian, Kreator

Ein paar klassische Gimmicks haben sich bereits auf den anderen Metalfest-Ausgaben eingespielt. So gab es wie üblich das beliebte, auf 2 x1000 Stück limitierte Early Bird Fanpackage zu erstehen, das den geneigten Festivalbesucher für nur 54 Euro mit Ticket, Shirt sowie einer NoiseArt CD nach Wahl versorgte. Keine Frage dass das Angebot entsprechend fix ausverkauft war, denn aktuell muss man nun 79 Euro berappen, getreu dem Motto: je näher das Festival rückt, desto teurer werden die Tickets - Ohne Frage ein sinnvoller Ansporn, den die Veranstalter dazu nutzen um sich früh ein Bild über die Größe und das Interesse der heimsuchenden Metalmeute zu machen.
So gingen die normalen Karten bereits für 59 und 64 Euro über die Theke, während man aktuell bis zum 20. April 69 Euro zahlt und Spätsünder ab dem 1. Mai schließlich 74 Euro aus der Tasche ziehen müssen. Bei dem Angebot dürfte allerdings selbst das nicht allzu schmerzhaft ausfallen.
Wie immer ist Campen und Parken inklusive, aufgrund von behördlichen Auflagen finden diese nur leider getrennt statt, was sicher bei einigen für Unmut sorgen wird, je nach Entfernung zum Zeltplatz. Ob die besondere Location und hoffentlich auch ein gelungener Sound (angeblich schaffte man anno dazumal ein siebenfaches Echo! - allerdings ohne den heutigen Verkehrslärm, aber der müsste doch locker übertönt werden...) für den Umstand entlohnen wird? Lassen wir uns überraschen.

Kyuss Lives, Orange Goblin

Dass der Metal-Konsument morgens (bzw. was auch immer dieser als "morgens" bezeichnet) ein gediegenes Frühstück braucht, wird natürlich auch angenehmerweise beachtet. Ein Frühstücksangebot über den Campingplatz verteilt und im Loreley Besucherzentrum, soll die beanspruchten Zellen nicht nur mit heißem Kaffee wieder zum Leben erwecken. Für alle anderen Mahlzeiten gibt's wie üblich diverse Fressstände sowie Vegetarian Food Buden für den umweltbewussten Festivalgänger. Selbiger wird sich auch über das Müllpfand freuen, das er bei Abgabe des gefüllten, vorher bei Anreise ausgehändigten Müllsackes, sowie dem dazugehörigen Pfand-Chips, wieder in 5 Euro Bares umwechseln kann. Unbelehrbaren Müllberg-Fabrikanten wird richtigerweise mit Festival-Verweis gedroht. Auch Glas ist wie gewohnt nicht gerne gesehen, so werden Funde bei Kontrollen ersatzlos eingezogen - also am Besten gleich auf Plastik und Dosen umsteigen, bevor der wertvolle Gerstensaft-Vorrat im Kasten dran glauben muss!

Da man von jetzt bis Anfang Juni bereits von einem Endspurt reden kann, gibt's seit kurzem die vollständige Running Order zu bestaunen, welche ihr HIER findet. Für die Smartphone-Generation wurde ebenfalls an eine mobile Ausgabe gedacht, die ihr euch per QR-Scanner aufs Gerät ziehen könnt.

Weitere Infos und FAQ's findet ihr auf www.dewe.metalfest.eu

PS.: Wollen wir doch mal sehen, ob die Nixe Loreley nach der gehörigen Metalfön- und Headbang-Orgie die Knoten aus den Haaren gekämmt kriegt...!



Metalfest Open Airs 2012 - Flyer
(Autor(en): Saskia Z.)
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