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Bericht:

05.07.2011

Metalfest Open Air Germany 2011


Samstag - 28. Mai 2011:

Morgens heißt es erst mal ab zur Dusche. Dooferweise hat man sich, im Gegensatz zu den zahlreichen Dixies, bei der Anzahl der Duschkabinen wohl etwas verplant, womit eine sehr lange Schlange vor den verdammt engen Wasseroasen einhergeht.
Nachdem ich also ca. eine Stunde vor der Dusche warte und mich mit lasch fließendem Wasser säubern kann, bin ich bereit für die Nahrungsaufnahme. Leider geht bei dieser der restliche Proviant drauf, weswegen wir uns erstmal zum nahegelegenen Supermarkt aufmachen um unsere Kohle zur Abwechslung mal für was Sinnvolles auszugeben.

Ähnlich laut wie der gestrige Abend mit ENTOMBED endete, beginnt der heutige Konzerttag nach dann endlich um 17:00 Uhr mit den Deathgrindern aus Amerika, MISERY INDEX.

Metalfest 2011

Vor der Mainstage ist es noch relativ leer, zumindest wenn man bedenkt wie erfolgreich die Band denn eigentlich ist. Dies ist natürlich ganz im Sinne des moshenden Publikums. Überhaupt ist es die erste und einzige Band des ganzen Festivals, bei der ich einen richtigen Moshpit entdecken kann. Anlass dazu gibt es jedenfalls genug, denn "The Great Depression" "Traitors"oder "The Carrion Call" ballern nach vorn, ohne einen gewissen Groove dabei vermissen zu lassen. Agilität ist den Mitgliedern leider nicht auf den Leib geschrieben, aber Drummer Adam Jarvis kann kaum still sitzen. Selten habe ich einen so hibbeligen Schlagzeuger gesehen.
Während des Konzerts gibt es auch gleich zwei große Circle Pits die ordentlich Staub vom trockenen Festivalboden aufwirbeln. So können MISERY INDEX am heutigen Tag vollends überzeugen und auch einige neue Fans hinzugewinnen, dies beweist Jasons Frage, der die Band heute zum ersten mal hören wird, auf die sich gleich das halbe Publikum meldet.

Todesmetallisch geht es dann auch bei uns weiter. BELPHEGOR stehen nun auf unserem Zeitplan. Schon im Vorfeld schallt der Name "Helmuuuth!" laut über den Platz. Nach dem ein paar Stative, gespickt mit Gedärmen aufgestellt wurden, kommen die Helden auch schon auf die Bühne um uns ihren blackned Death Metal der Güteklasse A um die Ohren zu ballern. Bei Hammersongs wie "Lucifer Incestus" oder "Stigma Diabolicum" bleibt kein Auge trocken. Die Stimmung ist super, die Leute gehen mit und hier und da gibt es auch Stage Diver. Helmut's Ansagen feuern, trotz der spärlichen Wortwahl, die Meute weiter an und als sich bei den letzten Songs eine minimal bekleidete Dame auf der Bühne räkelt, ist der Jubel groß. Ein tolles Konzert.

Entombed @ Metalfest 2011
Todtgelichter

TODTGELICHTER waren mir schon vorher ein Begriff, doch störten mich bis zu diesem Konzert die Gesangseinlagen der Sängerin Marta. Ich war also gespannt wie diese live funktionieren würden.
Das Zelt ist überraschend voll als die einheitlich weiß gekleidet und bemalte Band auf die Bühne tritt. Den Anfang macht der Opener vom letzten Album "Café of lost Dreams". Der Sound ist recht klar und die Beleuchtung besteht aus einem kalten Blauton. Die Band gibt sich spielfreudig und schafft es somit die Stimmung der Musik super rüberzubringen. Auch Martas Gesangseinlagen, gespickt mit überraschend guten Screams können vollends überzeugen. Dabei sei allen voran das wundervolle "Neon" erwähnt, das zum träumen einlädt. Nur Sänger Nils bekommt seine cleanen Passagen nicht allzu überzeugend hin. Dennoch liefern TODTGELICHTER heute eine überzeugende Show ab und bereiten schon mal einen ganz guten Vorgeschmack auf die später spielenden SECRETS OF THE MOON.

BildSECRETS OF THE MOON sind für heute die letzte Band des Abends. Die Alben "Carved in Stigmata Wounds" und "Privilegium" höre ich daheim regelmäßig, doch leider währt meine Vorfreude nur kurz. Die Bühne ist spärlich geschmückt mit ein paar Kerzenständern die den Musikern ein wenig Vorderlicht geben. Ansonsten sieht man aufgrund des starken Nebeleinsatzes und der Rückbeleuchtung meistens nur Wandelnde Schatten - was ein echt cooler Effekt ist. Dummerweise kommen die an sich guten Songs live fast gar nicht zur Geltung. Alles wirkt sehr Träge und gelangweilt. Ich habe das Gefühl jeden Moment einschlafen zu können. Selbst Songs wie "Black Halo" oder "Nemesis" können nicht überzeugen und leider auch nicht die gewünschte Stimmung erzeugen. So bleibt nach diesem Konzert doch eher ein maues Gefühl zurück. Ein paar Zuschauer haben zumindest gefallen am Dargebotenen gefunden.
(Autor(en): Kevin G.)
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