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25.07.2012

Devil Side Festival 2012 - Leiser Lärm und feurige Shows


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Samstag

Der Vorabend steckte uns noch in den Knochen und so beschlossen wir, die ersten Bands zu verschlafen. Pünktlich zu LEGION OF THE DAMNED zog es uns dann wieder auf's Gelände. Dort fehlte es einem im übrigen an nichts. Es gab Pommes und Burger, chinesisches Fastfood, einen vegetarischen Stand, ja sogar Slush Eis und kleine Merch-Stände. Alles zu gewohnten Festivalpreisen. Bier und Cola für 2,50 Euro, den Döner gab's für 5 Euro. Stolze acht Theken ließen keine Warteschlangen aufkommen und auch an den zahlreichen Dixis stand man nie länger als eine Minute an.

BildAber zurück zu den Bands. SKINDRED schauten wir uns mit arg gemischten Gefühlen an. Es war einfach nicht unsere Musik, auch wenn die Jungs aus Newport (UK) sehr abwechslungsreiche Songs spielten und musikalisch einiges auf dem Kasten hatten. Sänger Benji Webbe hätte weniger reden sollen und die gecoverten Metal-Einlagen von Metallica und Slipknot sollte man einfach nicht so verschandeln. Aber gut... wem's gefällt.

OVERKILL zogen da einige Zeit später schon mehr Begeisterung auf sich. Bobby Ellsworth turnte und sprang auf der Bühne herum und holte dabei alles aus seiner Stimme heraus, was seine Lunge noch hergab. Zwischen den Songs stockte ihm ein wenig der Atem und auch während den Liedern verschwand er immer mal wieder seitlich von der Bühne, um dann halbwegs frisch durchgeschnauft wieder vor sein Mikro zu hechten. Eine kraftvoller Gig, musikalisch perfekt runter gespielt. Zuerst kam es mir vor, als wäre der Sound auf der rechten "Devil Stage" lauter als links auf der "Hell Stage". Doch offenbar hatte der Veranstalter an diesem Tag endlich einmal die Lautstärke generell erhöht, denn Overkill war ohne Gehörschutz vorne im Fotograben kaum zu ertragen. Grund für die höhere Lautstärke war vermutlich die abgewiesene Klage am Vortag. Dennoch hätte es getrost noch ein ganzes Stück lauter sein dürfen.

BildAmorphis

Auf AMORPHIS freute ich mich an diesem Tag besonders und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Eine gute Setlist, allerdings wie immer viel zu leise aber vom Klang her absolut in Ordnung. Pyro und Feuer gab es allerdings erst wieder zu SABATON. Offensichtlich kriegt man im Norden die Böller günstiger, denn die Schweden ließen es so richtig knallen. Nahezu bei jedem zweiten Song stießen Flammen empor und zum Abschluss gab es noch einen netten Regen aus Funken, der von der Bühnendecke herunter rieselte.
Die letzte Band am Abend waren HATEBREED. Die Amerikaner kamen ohne große Pyro und Feuershow aus und sorgten auch so für einen fulminanten und harten Tagesabschluss.

BildSabaton

Fazit:
Das Devil Side hätte ein "Ausverkauft" verdient gehabt. Es wurde nicht gespart, weder an der Sicherheit, noch an Dixis und dem Thekenpersonal. Die Preise waren fair, der Sound war zwar leise aber meist sehr gut abgemischt und auch die Bühnenshows ließen sich sehen. Die Organisation war professionell und nahezu fehlerfrei. Die Running Order wurde recht pünktlich eingehalten und die Bands spielten nahezu pausenlos im Bühnenwechsel. Trotz schlechter Wetterprognose blieb es trocken und warm.
Als kleine Kritik könnte man noch anbringen, dass der Boden des Festivalgeländes übersät war mit dicken Steinen. Aber trotz der Verletzungsgefahr blieb es ohne nennenswerte Vorkommnisse, mal abgesehen von sehr wenigen kleineren Schürfwunden.
Ein sehr gelungenes Festival. Empfehlenswert!

Mehr Fotos vom Devil Side 2012 findet ihr HIER. (Autor(en): Michael J.)
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