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Bericht:

02.08.2011

Death Feast Open Air 2011


BildWie jedes Jahr wird einem auf dem Death Feast vor Augen geführt, wie ungerecht doch im Grunde die Feiertage in Deutschland verteilt sind. Muss ich beispielsweise für den Donnerstag des Death Feast Open Airs (DFOA) Urlaub nehmen, weil ich aus Schleswig Holstein komme, freuen sich meine Freunde aus Nordrhein Westfalen über einen katholischen Feiertag namens Fronleichnam, obwohl keiner von uns in irgendeiner Form gläubig ist. Aber von Vorne:

Mittwoch vor besagtem Feiertag geht es am späten Nachmittag auf die Autobahn Richtung Bremen. Bis Hamburg auch kein Problem, doch dann wie so oft, kommt vor dem nördlichen Nadelöhr das dicke Ende. Unsere Fahrt wird jäh gestoppt und wir verbringen die nächsten zweieinhalb Stunden im Stop and Go Gang in einer Blechlawine vor dem Elbtunnel. Nach und nach werden damit auch unsere Pläne, wie Schwiegereltern noch vor dem Festival zu besuchen, vertagt. Primärziel ist einfach nur noch, irgendwann in Hünxe anzukommen. Wie jedes Jahr, ist es auch dieses Mal (immerhin schon zum fünften Mal) ein Mysterium dieses Gelände in den Weiten der schwarzen Heide ausfindig zu machen. Das Navi - dieses Jahr mal die Smartphoneversion getestet - versagt mal wieder kläglich. In unmittelbarer Nähe des Geländes gibt es immer noch genügend Möglichkeiten sich zu verfahren und viele Erfahrungen zu machen, auf die man gut verzichten könnte. So führt uns unser Weg an einer Gaststätte vorbei, in deren Vorgarten ein Dromedar steht, oder das Navi schlägt uns einen Weg vor, der gesäumt ist von ominösen Schildern, wie: "Nicht betreten, Schußwaffengebrauch..." - Hilfe, ich will doch einfach nur feiern und dafür nicht mein Leben riskieren. Nach weiteren, gefühlten zwei Stunden Irrfahrt, liegt dann endlich das Gelände vor uns. Nette Security weisen uns den Weg zum Wohnmobilparkplatz. Der Veranstalter bekam strenge Auflagen von der Stadt, was Flucht- und Rettungswege angeht und entschied sich, Parkplatz, Zeltplatz und Wohnmobilparkplatz zu trennen. Es ist schon weit nach Mitternacht, als wir unseren Grund für die nächsten drei Tage beziehen. Licht, leider oder zum Glück, wie immer man es sieht, eine Mangelware. Nun ist aber erstmal Zeit für ein Begrüßungsbier, das aber so alleine nicht wirklich schmecken will. Also schnell die Lage sondiert und auf dem Weg zum Partyzelt gleich die Formalitäten erledigt und eingecheckt. Am Zelt, das die nächsten Tage als Ein- und Ausgang, Bar, Partyzelt und Unterschlupf für Schauer fungieren soll, wird dann die Traube um uns immer größer und feucht-fröhlicher. Endlich mal normale Leute! Wie der Abend endet, muss ich hier wohl nicht weiter ausführen. An eben diesem, erfahre ich dann auch durch Zufall, dass ich diesmal nicht alleine arbeiten muss... .

Der erste Festivaltag, begrüßt mich nach einer ausgiebigen Nacht, mit durchwachsenem Wetter und grauen Wolken. Nach einem gemütlichen Frühstück und einem anschließendem Frühschoppen, geht es dann gegen Mittag gemächlich aufs Festivalgelände. So war zumindest der Plan. Die "Band" Doors open verschiebt sich aufgrund organisatorischer Probleme, um etwa eine halbe Stunde. Umso gieriger sind die ersten Fünfzig bis Hundert Metalheads, als sie endlich auf das neue Gelände dürfen. Denn auch der Festivalground wurde im Zuge der Neustrukturierung leicht verändert. Die Bühne wechselt die Seite und das Gelände an sich, kommt mir kompakter vor, als die letzten Jahre. Dennoch sehr gelungen. Schon geht es erstmal an die üblichen Konsumtempel, um das dargebotene zu durchstöbern. Klar werde ich auch schnell fündig.
Nachdem alles sicher verstaut ist, habe ich auch schon die erste Band, die deutschen Death Metaller DEUS INVERSUS verpasst. Da mich deren neuestes Release nicht gerade vom Hocker gehauen hat, kann ich mit der Situation gut leben. Als nächstes enterten die Oldenburger GOREZONE die Bühne und bringen die kleine Menge vor der Bühne schnell auf Betriebstemperatur. Guter Auftritt und vor allem habe ich das Quartett nun endlich mal live erleben dürfen. Diese Freude ist mir leider viel zu oft verwehrt geblieben.

Im Anschluss wird es international. Mit KASTRATED kommt eine relativ junge Band von der Insel zum Zuge. Geile groovende Slamparts mit einem gutturalen Gesang gepaart, ziehen sofort die wachsende Schar von Bangwütigen vor die Bühne und es entsteht der erste Circlepit des Tages. Dem britischen Trio macht der Auftritt sichtlich Spaß. Dem Publikum gefällt es, mir auch. Hoffe, wir sehen KASTRATED in absehbarer Zukunft bald wieder in unseren Landen.

Mama Mia heißt es dann mit einer der coolsten Bands aus dem Land der Pizza und Pasta. BLASPHEMER spielen einen gekonnten Mix aus Old School und Brutal Death. Sehr geil und das vorgetragene Brett kommt sehr authentisch rüber. Gute Stimmung, auch wenn dem einen oder anderen bei einem Blick in den Himmel anders zumute ist. Der Wind wird allmählich wirklich ungemütlich.

Nach einigen Wechseln in der Running Order steht nun ein weiteres Heimspiel auf dem Plan. STILLBIRTH grinden sich mit viel Power und Energie durch eine viel zu kurze halbe Stunde. Der Pit ist nun gut gefüllt und auch der aufziehende nächste Schauer scheint keinen weiter zu stören. Die bunt behosten Fünf sind immer wieder gerade live eine Freude.

Die Türken DECAYING PURITY haben leider eine denkbar ungünstige Auftrittszeit, denn der Himmel hat seine Schleusen geöffnet und etliche Besucher haben im Allround-Partyzelt Unterschlupf gesucht und auch gefunden. Dennoch sind einige hartgesottene vor der Bühne wie festgenagelt und unterstützen das Quartett aus Istanbul nach Kräften. Hut ab, Jungs.

Weiter geht es im straffen Zeitplan mit den, wieder ihren ursprünglichen Bandnamen verwendenden, Holländern von CENTURIAN. Gleich zu Beginn der ersten Akkorde kommt dann auch wieder die Sonne zum Vorschein. Das Quartett spielt eine gute Mischung aus den beiden Alben "Choronzonic Chaos Gods" und "Liber Zar Zax". Ein solider Auftritt, dennoch fehlt mir der letzte Kick und so können mich CENTURIAN nicht vollkommen überzeugen. Das konnten sie aber leider auch als NOX nie. Trotz allem war es gut zu sehen, dass die Jungs sich auf ihre alten Werte zurück besinnt haben.


Beheaded

Nun ist es an der Zeit für mein erstes persönliches Highlight des Tages. Die Malteser, (Nein, nicht der Klare...), von BEHEADED sind an der Reihe. Die Band um Frontröhre Frank Calleja kommt nach leichten anfänglichen Soundproblemen gut ins Set und haben das Publikum schnell im Griff. Zum zwanzigjährigen Bandjubiläum sollte es eigentlich spezielle Shirts geben, die aber zum Unmut der Jungs nicht mehr rechtzeitig fertig wurden.
Brutaler Death Metal at it's best. Schnell machen BEHEADED klar, warum sie sich schon so lange im Geschäft halten. Es wird ein guter Querschnitt aus den vergangenen Dekaden zum Besten gegeben, in den sich auch der ein oder andere Song des kommenden Album schleicht. Die Jungs spielen tight ihren Stiefel runter und hinterlassen nach einer dreiviertel Stunde erschöpft, aber glücklich die Bühne.

Als nächstes warten die amerikanischen Chirurgen IMPALED auf ihren großen Auftritt. "Gute Laune durch permanentes Beleidigen", so das Kredo der spaßigen Ami Assis von IMPALED. Man kennt und liebt sie trotzdem, oder genau deswegen? Die durchgeknallten Porno-Gore-Deather, einheitlich in OP-Kluft gekleidet, poltern sich durch 30 Minuten gutturalen Blutstuhl und bieten neben zahlreichen Mittelfingergesten natürlich auch ihre Klassiker von "G.O.R.E." bis "You Are The Dead". Mit ihrem leichten Polka-Einschlag machen die Männers so richtig Party und bieten einen weiteren Höhepunkt des Tages. (CT)


Impaled

Aufgrund des straffen Zeitplans, bleiben an diesem Tag, schweren Herzens die US Death Grinder EXHUMED auf der Strecke, denn auch ich muss mal etwas essen. Da der Wohnmobilparkplatz genau auf der entgegengesetzten Seite des Geländes ist, dauert das ganze halt etwas.

Die dritte US Band im Bunde sind MALEVOLENT CREATION. Im positiven Sinne merkt man dem Quintett aus Florida an, dass sie eine ausgiebige Europa Tour hinter sich haben. Die Jungs um Frontgrunzer Brett Hoffmann spielt sich so tight durch die abwechslungsreiche Setlist, als hätten sie nie etwas anderes gemacht - Wahnsinn. Auf den Punkt topfit, werden Songs wie "Infernal desire", "Living in fear", "Bloodbrothers", alle vom 95er Hammeralbum "Eternal". Aber auch "Merciless" oder "Slaughterhouse" bringen die Menge zum kochen. Wie im Fluge vergeht die leider viel zu kurze Stunde US Old School Death Metal. Respekt. Nun bin ich fast schon etwas traurig, dass ich MALEVOLENT CREATION auf ihrer letzten Tour verpasst habe. "Malevolent Creation" ist schließlich der letzte reguläre Kracher, der nach einer kurzen Pause noch von "United hate" beinahe getoppt wird.


Malevolent Creation

Diesen Auftritt zu überbieten wird wirklich schwer und diese Bürde bekommt dem nächsten Old School Death Metal Act auferlegt. Die Rede ist hier von der Schwedischen Dampfwalze DISMEMBER.
Von Beginn an zeigt das Quartett, dass es zu Recht auf die Headliner-Position gesetzt wurde. Besonders die Fans der Frühwerke kommen bei dieser Show voll auf ihre Kosten. Das "neue" Lineup, mittlerweile seit 2007 zusammen am lärmen, ist großartig und versprüht eine Spielfreude, wie ich es schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen habe. "Massive killing capacity", "Of fire" und "Pieces" lassen vielen Metalheads das Blut in den Lendenbereich schießen. Aber was dann kommt, ist einfach nur noch der Hammer. Ein Klassiker jagte den nächsten. Songs wie "Reborn in Blasphemy", "Under bloodred skies", das zu Veröffentlichungszeitpunkt skandalöse "Skin her alive" und das epische "Dreaming in red" lassen wohl jedes Herz schneller schlagen. Als es dann durch "on frozen fields" und "Let the Napalm rain" zum Hit "Skinfather" kommt, ist der Dampfdruckkessel bereits heftig am pfeifen. Dann ist es Zeit den Pit zum überkochen zu bringen. Hierfür haben sich DISMEMBER "Casket garde", "Collection by blood" und die Bandhymne "Dismembered" ausgesucht. Danach steht keiner mehr. Der Stahlriese hat wirklich alles niedergemetzelt und hinterlässt ein Feld der Verwüstung. Respekt, so grandios habe ich die Schweden noch nie gesehen. Wahnsinns Auftritt und bereits jetzt DIE Band des Festivals für mich. Wenn mich danach der Blitz getroffen hätte, wäre das völlig okay gewesen. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Partyzelt geht es zurück zum Auto, um den Abend gebührend mit einigen alkoholischen Getränken ausklingen zu lassen. Leider macht das bei den, nicht gerade sommerlichen Temperaturen, nicht soviel Freude - egal.


Dismember

Freitag beginnt, wie der Donnerstag endet. Mit Festival-untauglichem Wetter. Wenn Morgens Regen aufm Autodach das erste ist, was ich höre, möchte ich am liebsten liegen bleiben. Meine Neugier und Vorfreude auf den zweiten Festivaltag ziehen mich trotzdem an die frische Luft, vielleicht sind es auch meine Körperausdünstungen, aber das ist ein anderes Thema. Da kann man nur froh sein, wenn man nette Nachbarn hat, die einen wasserdichten Pavillon haben. Nach einem ausgiebigen Frühstück bin ich nun gestärkt für den neuen Festivaltag. Bei dem Wetter bin ich wirklich froh, dass ich noch nicht aufs Gelände muss...

Der Freitag beginnt ungewohnt heftig. Nippelt man gerade noch am Frühstücks-Pilsener und linst mit geschwollenen Augen zum verregneten Himmel hoch, krachen einem die Essener Tech-Deather von PHOBIATIC schon ihre Geschosse vor die Omme. Dabei tät jetzt eigentlich erst mal eine angenehme Slam-Walze gut. Aber ok, auf in die Schlacht! PHOBIATIC existieren seit 2008 und brachten erst im letzten Jahr ihr full-length Debüt heraus, welches auf den Namen "An Act Of Atrocity" hört. Geboten wird eine starke Mischung aus BENEATH THE MASSACRE mäßigem Death Core und Old School Brutaloschiene a la INTERNAL SUFFERING. Der Sound ist leider mal wieder das Manko. Gerade die Bands der eher technischen Liga haben es hier nicht leicht. Sehr schade. Schade auch, dass diese Jungs hier als Opener verbraten werden, denn sie tun ihre Arbeit sehr gut und wissen auf ihren Instrumenten zu beeindrucken. Leider gibt es derzeit aber noch sehr wenig Publikum. Bis auf ein paar wenige Mutige, die auch direkt eine Wacken-like-Schlammschlacht fabrizieren, bleiben die meisten im trockenen Partyzelt und lugen durch das Eingangstor. (CT)

In der Umbaupause hat scheinbar auch der Wettergott mitbekommen, dass wir hier keine Lust mehr auf Dauerniesel haben und schickt die Sonne zum Death Feast. Sofort füllt sich auch der Platz vor der Bühne und allerlei lustig gekleidete Gestalten tauchen auf. Irgendwie wird das Death Feast ja auch immer mehr zu einer obskuren Modenschau für Circle Pitler. Früher gab es den obligatorischen Nackten auf jedem Festival, aber hier ist man weitaus kreativer und trägt ganzkörperverhüllende Nylongarderobe, Prinzesschenkleider oder wenigstens einen riesigen Plüsch-Brokolie durch den Pit. Herrlich!
Untermalt wird das ganze von der "Swiss Underground Brutality" AMARGORTIS. Die seit 2004 existierenden Jungspunde um Sänger Pascal haben gerade ihre dritte CD am Start und stampfen uns hier eine durchweg akzeptable Show aus simplen, gorigen Death Metal vor. (CT)

Das Italien hohe Qualität in Sachen Metal bieten kann, ist bekannt und gilt ebenso für den Brutal Death. Ganz in Tradition von Bands wie FLESHGOD APOCALYPSE und HOUR OF PENANCE stehen die Römer PUTRIDITY. Geil anzusehen, wie sie ihr ultraschnelles und ebenso präzises Geschredder herunterfrickeln. Dabei wirken die Jungs zwischen den Songs, als freuten sie sich 'nen Ast auf dem Death Feast spielen zu dürfen und werden auch entsprechend gewürdigt. Ein wenig fehlt es ihnen vielleicht noch an Kreativität um mit vorgenannten Größen zu konkurrieren. Dennoch macht der Gig Spaß und die 30 Minuten sind etwas zu schnell vorüber. (CT)


Facebreaker

Nun sind die Polen von NUCLEAR VOMIT an der Reihe. Die noch relativ junge Band, spielt klassischen Death / Gore Grind. Damit aus dem Quintett eine runde Sache wird, treten die Jungs in OP Kitteln auf. Auch der Sonne macht das ganze 'ne Menge Spaß und kommt auf eine Stipvisite raus. Wirklich schade, dass sich nur eine Handvoll Headbanger vor die Bühne verirrt haben und der sprichwörtliche Funke einfach nicht überspringen will. Mit dem gleichen Problem, hat auch der nächste Act zu kämpfen.
Wir bleiben im östlichen Europa, nur diesmal in der Tschechischen Republik. Denn jetzt sind PANDEMIA zu bestaunen. Das Quartett hat sich in den letzten Jahren einen gewissen Undergroundstatus erspielt. Mit vier starken Scheiben im Gepäck, zeigen die Mannen, dass auch im Osten der Death Metal lebendiger ist den je. Ein guter und solider Gig, den sich gerne etwas mehr hätten angucken können.
Jetzt ist es an der Zeit, die Nackenmuskulatur zu strapazieren. FACEBREAKER stehen als nächstes an. Unglaublich walzender Death / Thrash Metal quillt aus den turmhohen Boxen. Die Schweden spielen ihre Setlist powervoll runter und sind extrem spielfreudig. Die Fünf bieten einen guten Querschnitt durch ihre bisherigen drei Studioalben und werden vom mittlerweile zahlreichen Publikum gebührend dafür belohnt. Es scheint so, als haben FACEBREAKER ihren eigenen Soundmann mitgebracht, denn die groovenden Songs kommen extrem druckvoll rüber.
Nun kann der zweite Festivaltag richtig beginnen. Die Menge ist aufgewacht und sichtlich heiß auf mehr.
Mit der Ankündigung "Stumpf ist Trumpf" macht Basser Mark "Biergott" Miekeley schon einmal auf die musikalische Ausrichtung der kommenden Minuten aufmerksam. Das braucht er eigentlich gar nicht, denn DEPRESSION aus dem Ruhrpott kennt hier jeder. Die vielleicht nicht ganz ernst zu nehmenden Rumpelgrinder infiltrieren die hiesige Szene immerhin seit 1989 und sind sozusagen Deathgrind der ersten Stunde. Jedoch hat man sich seit damals vehement gewehrt auch nur ansatzweise Kreativität oder technisches Knowhow am Instrument aufzunehmen. Und so schwurbelt man, mit mächtig Spaß, Bier und guter Laune einen sehr Old School groovy Death/Grind Knorpel nach dem anderen. Zwischendurch lässt sich auch der maskierte Goreminister von SORE/KADAVERFICKER auf der Bühne blicken, grunzt ein bisschen mit und versorgt das Publikum mit Demos (nicht ganz uneigennützig auch von seinen Kadaverfickern) und Dosenbier. Zum Schluss gibt es noch eine Coverversion von AUTOPSY. Wohlbekomm's! (CT)

Gute Laune und jede Menge tanzbaren Death im Gepäck haben auch Hollands finest DISAVOWED. Die Beliebtheit des Fünfers überragt bei Weitem ihre musikalische Kompetenz, denn viel Neues wird hier nicht geboten. Aber die Mischung machts mal wieder. Blasts und Slam in dem Maße, dass der Pit stets in Drehung bleibt. Besonders witzig fällt Sänger Robbe Kok auf. Dieser rennt nämlich die meiste Zeit mit Mikro in der einen und einer kleinen Kamera in der anderen Hand durchs Publikum, dreht ein paar Runden im Pit und lässt sich anschließend noch durch diesen tragen. Alles ohne dabei auf seine Lyrics, oder Kameraaufnahmen zu verzichten! Das gibt sicher einmal einen lustigen Heimkinoabend im Hause Kok. (CT)

Da die Amis von DEVOURMENT kurzfristig ihren Gig beim Death Feast absagen mussten, man aber dennoch einen ebenbürtigen Ersatz suchte, stellte man die Running Order einfach ein bisschen um und holte KATALEPSY vom Samstag Nachmittag auf die Freitags-Frühabendposition. Der Russenfünfer bietet einigermaßen technischen, und mehr in die Grind-Schiene gehenden Death Metal. Auch hier bekommt man nichts wirklich Neues geboten. Positiv zu erwähnen bleibt das durchaus agile Stageacting, ja fast schon choreographisch-synchrone Gehüpfe, bei dem ein oder anderen Break Down. Das wars aber auch schon. Es ist auch wirklich kein schlechter Gig, aber hier darf man sich ruhig mal fragen, wieso man extra eine Band von soweit heran karrt, wenn der Underground in heimischen Gefilden so viel Gutes (Besseres?) zu bieten hat? (CT)


Vomitory

Das Publikum ist allmählich vollzählig vor der Bühne versammelt und wartet auf die nächsten Schweden. VOMITORY sind längst keine Neulinge mehr und stehen deswegen auch völlig zu Recht so weit oben auf der Running Order. Bereits seit Zweiundzwanzig Jahren sind die Old School Deather im Geschäft und wissen, was die gierige Meute will.
Der Stampfer "The dead awaken" und "Shrouded in darkness" vom 2011er Album "Opus Mortis VIII" kommen dabei genauso gut an, wie beispielsweise, der laut Frontgrunzer Erik Rundqvist, wohl beste VOMITORY Song, der je geschrieben wurde: "Terrorize brutalize sodomize". Aber auch altbekanntes wie "Chaos fury" oder "Under clouds of blood" wird vom Publikum abgefeiert. Ein wirklich starker Auftritt der Schweden und ein gelungener Auftakt des ersten Headliners am Freitag.
Auf die nächste Band habe ich geschlagene Achtzehn Jahre gewartet. Im Jahre 1993 brachten die Holländer, das zu der Zeit sehr umstrittene Jazz beeinflusste Album "Spheres" auf den Markt. Die anschließende Tour mit den progressiv technischen Death Metallern CYNIC wurde nach wenigen Dates abgebrochen und die Band löste sich wenige Tage vor dem Gig in Hamburg auf. 2008 erweckte Patrick Mameli die Band wieder zum Leben. Wer es immer noch nicht weiß, die Rede ist natürlich von PESTILENCE.


Pestilence

Meine Vorfreude ist da logischerweise riesig. Aber bereits nach den ersten Akkorden schraube ich irritiert an meinem nicht vorhandenen Hörgerät - was ist das? Der Sound ist ja der Wahnsinn - wahnsinnig schlecht. Würde Patrick nicht gelegentlich die Songs ansagen, würde man gar nix erkennen. Von dem in meinen Augen völlig überbewerteten letzten Album "Doctrine" gibt das Quartett "Salvation", "Confusion" und "Absolution" zum besten. Klassiker wie "Mind reflections", "Land of tears" oder "The Secrecies of Horror" waren kaum auszumachen in dem Soundmatsch. Auch das abschließende "Out of the body" vom 89er "Consuming Impuls", ist nur Dank der Ansage gegenwärtig. Ein zwischenzeitlicher Gang quer über das Gelände bringt leider auch keine Besserung des matschigen Gewittersounds und des dumpfen, hölzernen Schlagzeugs. Wirklich eine Enttäuschung - schade.
Der nächste Act hat mich glücklicherweise noch nie enttäuscht. Die Schwedische Old School Institution GRAVE haben sich für den diesjährigen Auftritt was ganz besonderes ausgedacht. Nach einem viel zu kurzen, wetterbedingten Chaosgig im vergangenen Jahr, machen die Veranstalter mit einer neuerlichen Headliner Position für das Quartett das letzte DFOA beinahe ungeschehen. GRAVEs legendäres 91er Album "Into the grave" feiert seinen zwanzigsten Geburtstag. Ein Grund für das erfolgreiche Quartett, das gesamte Werk live zum besten zu geben. Nach einer kurzen Aufwärmphase in Form von "You'll never see", "Bullets are mine", "Christ insanity" und dem Oberhammer "Soulless" ist es dann endlich soweit. Die Jungs machen eine kurze Pause und dann geht es los - von "Deformed" über "For your god" und "Into the grave" bis hin zu "Banished for live", spielen GRAVE wirklich das komplette Album runter. Der Sound ist fett und brutal - so muss Death Metal klingen. Die Menge ist außer sich und feiert die Schweden ab - zurecht. Wieder hat eine Skandinavische Band mir den Tag, beziehungsweise die Nacht gerettet.
Auch an diesem Abend mache ich nur eine kurzen Zwischenstopp im Partyzelt und lasse den vergangenen Tag in Ruhe bei einigen Bierchen Revue passieren. Weiß nicht, ob ich allmählich zu alt für das Partyzelt werde, aber ich verbringe lieber meine Nächte mit ein paar Freunden gemütlich im Campingstuhl.


Grave

Nach einer ruhigen und entspannten Nacht ist es auch schon wieder soweit - der letzte Festivaltag steht bevor. Au man, wie die Zeit vergeht. Wir sind doch gestern erst angekommen, oder? Hmm wohl nicht. Das Wetter hat sich auch nicht gebessert, somit finde ich die Vorstellung, am kommenden Tag wieder zuhause zu sein, verlockend.

Berlins "Minimalistic slamming brutality" eröffnen den Festival-Samstag. Keine schöne Aufgabe, denn es pi... Verzeihung! ... regnet in Strömen. Das macht die Überwindung sich aus dem trockenen Zelt zu begeben, zu einer nahezu unmenschlichen Anstrengung. Vor allem wenn die Nacht davor so verdammt kurz ist! Was müssen die das Partyzelt auch bis 5 Uhr in der Früh auflassen und solch leckere Cocktails anbieten?! Pünktlich zum letzten Song habe ich es aber auf das Gelände geschafft und stelle überrascht fest, dass eine Horde Wahnsinniger schon eine lustige Schlammschlacht angezettelt hat. Lustig anzusehen, aber für die Band wohl etwas doof, denn die wenigen Anwesenden bildeten einen respektvollen Halbkreis weit weg von der Bühne, um nicht ebenfalls in das Matschgetümmel hineingezogen zu werden. Zu PIGHEADs Gig kann ich nicht viel sagen, aber das was ich höre, entspricht ihrem selbstgenannten Kredo (siehe oben) schon sehr. (CT)

Nordrhein Westfalens Flaggschiff in Sachen Brutal Death Grind hat heute gleich zwei Gründe zum Feiern. Zum Einen ist es der allererste Festivalbesuch des Drummer-Sängers und Bandgründers Aldo (!) und zum Anderen feiern sie heute 10 Jahre Bandgründung. Leider würdigen das die Wetterheiligen nicht so richtig und der Himmel lässt vorerst immer noch seine Schleusen auf. Nach und nach lockt es aber immer mehr Anhänger der seit 2002 existierenden Gummersbacher vor die Bühne und das bei PIGHEAD begonnene Schlammsuhlen sammelt sich reich an Mitgliedern. Energiegeladen und voll auf die Zwölf brezeln die Jungs wie immer alles in Grund und (aufgeweichten) Boden. Bei mittlerweile drei veröffentlichten Alben und ein paar älteren Demos gibt es genug Auswahl und es ist ein wenig schade, dass sie so früh am Tag spielen müssen. (CT)

RESISTANCE wurden ersatzlos von der Running Order gestrichen und geben damit den nachfolgenden Bands die Möglichkeit länger zu spielen. Somit geht es dann gleich weiter im Programm mit den Osnabrückern DAWN OF DISEASE. Mit dem aktuellen Debüt "Legends of brutality" im Rücken, spielen die Vier eine gute und solide Show. Live haben die Jungs schon einiges an Erfahrung gesammelt, was sich aufm DFOA positiv bemerkbar macht. Die regenfesten Headbanger vor der Bühne sind dagegen noch etwas verhalten.

Die Goregrind Legende LAST DAYS OF HUMANITY entern als nächstes die Bretter. Seit 2010 wieder mit neuer Besetzung aktiv. Die Holländer zelebrieren eine gutturale Grindorgie der Extraklasse. Starker Auftritt, auch wenn die Band teilweise etwas teilnahmslos wirkte. Immer noch verregnet das Wetter vielen die Freude an der Musik.


Bloodsoaked

Nun ist es wieder Zeit für etwas besonderes. Die Solo-"Band" BLOODSOAKED in Form von Peter Hasslebrack kommt von Beginn an sehr sympathisch rüber und bringt das Publikum endlich mal etwas in Fahrt. Das Peter nicht faul ist, zeigt ein kurzer Blick auf die Diskographie. BLOODSOAKED besteht seit 2006 und hat in fast jedem Jahr eine Veröffentlichung auf den Markt gebracht, Respekt. Der nette Ami spielt einen brutalen Death Metal, den einige andere "komplette" Bands nicht besser spielen könnten. Seit diesem Auftritt hat Peter in jedem Fall in mir schon mal einen neuen Fan gefunden.

Von Frankreich ist man ja eher innovativen Avantgarde gewöhnt, aber INHUMATE beweisen seit Jahren gekonnt das Gegenteil. Obwohl, Innovativ sind sie in Sachen "Kranker Sänger" auf jeden Fall. Der Typ, welcher optisch ein wenig "Vigo" aus Ghostbusters II ähnelt, macht mir wirklich Angst! Während die Band als solche, primitivsten (man kann jedoch auch sagen "ursprünglichsten") Grindcore herunter rotzt, knallt er sich mal wieder mit dem Mikro die Stirn blutig, rempelt wie bis unter die Schädeldecke zugekokst seine Mitmusiker über den Haufen und springt aus vollem Lauf in den Fotograben herunter. "Jetzt", dachte ich "isser tot!", aber von scheinbar unbändigem Adrenalinschüben gepuscht, springt er direkt weiter über die Absperrung und mosht mit dem Publikum ein paar Runden. Zurück auf der Bühne hustet, keift und ja, "heult" er sich durch die verschiedenen, wenn auch nicht zu unterscheidenden, Geknüppelnummern und gibt dem ganzen einen sehr bizarren Eindruck. Es ist wie mit Verkehrsunfällen: Man kann nicht weggucken und so bleibt der völlig kranke Auftritt von INHUMATE wohl noch lange in Erinnerung. (CT)

Bevor THE ROTTED auf die Bühne dürfen, werden nun erst einmal die Gewinner des festivaleigenen Drummer-Contests gekürt. Drei junge Männer, welche sich im Vorfeld für das Finale qualifiziert haben, können auf der großen Bühne zeigen, wer der Schnellste ist, bzw. wer die meisten Beats pro Minute auf ein E-Drum Pad prügeln kann. Einer der Drei war übrigens BENIGHTED Drummer Kikou. Als Gewinner stellte sich allerdings, mit über 900 Beats p.m. der junge Mann heraus, welcher bei den Ruhrpott-Deaththrashern SABIENDAS die Felle drischt. Ziemlich stolz, darf er die Bühne mit einer niegelnagelneuen Snare, vom Veranstalter gesponsort, verlassen.
Die Ex-GOREROTTED aus UK sind ja nun nicht gerade stereotype Rockmusiker. Allerdings wirken sie nach ihren Vorgängern erst mal völlig normal ...wenn man das so sagen darf.
Mit ihrer aktuellen EP "Anarchogram" gibt's jede Menge neues Material, welches auch komplett zelebriert wird. Mit dem Namenswechsel haben die Engländer etwas ihren Death Metal Anteil gedrosselt und mehr Punk und Grind einfließen lassen, was live definitiv gut zündet. (CT)

Ab jetzt geht der Abend nur noch hochkarätig weiter. Den Beginn der Vierer-Headliner-Kette bilden die Brasilianer von KRISIUN. Zu ihnen braucht man sicher nicht mehr viel zu sagen. Die drei Brüder Alex, Max und Moyses bringen einen, durch ihre temperamentvolle und schnörkellose Art ultrabrutalen Death Metal zu spielen, jedes Mal zum Staunen. Ebenso krass ist die gewaltige Soundwand, die sie mal eben so in der Lage sind, aufzubauen. Mit "Combustion Inferno", "Vengeance's revelation" und "Hatred Inherit" prügeln sie einen Klassiker nach dem Nächsten in die Meute und zeigen sich wie immer sehr verbrüdert mit ihren Anhängern. KRISIUN sind trotz ihrer mittlerweile über zwanzigjährigen Bandgeschichte absolute Obersymphathen geblieben und auch musikalisch ihrer Sache stets hundertprozentig treu. Das gibt es nicht oft und diese Authentizität macht sich auch heute Abend wieder bezahlt. Daumen hoch! (CT)


Morgoth

So, die Zielgerade ist erreicht. Die drittletzte Band des Festivals, ist die polnische Death Metal Institution VADER. Die letzten Jahre ist es, gerade live, ruhiger um diese Band geworden. Piotr Wiwczarek und seine Mannen sind immer noch eine klasse Liveband, auch wenn leider so großartige Musiker wie Mauser und Doc (R.I.P.) nicht mehr zu dem Lineup gehören. Schade auch, dass irgendwie dieser Spirit um VADER verflogen ist. Auch die Songauswahl liegt in meinen Augen zu sehr auf den neueren Songs und großartige Tracks wie "Silent Empire" oder "Dark age" fehlen gänzlich. Zumindest der Kracher "Carnal" wird noch zum besten gegeben. Bleibt nur zu hoffen, dass Piotr mit seiner neuen Besetzung schnell zu alten Stärken zurück findet. Für mich war der Auftritt okay, aber vom Hocker gehauen haben mich die Polen nicht.
Es ist ja schon eine Freude eine deutsche Band so weit oben auf der Running Order zu sehen. Nach dem ersten Auftritt, den ich von MORGOTH gesehen habe, war ich mir nicht sicher, ob die Jungs richtig in der Position als Co-Headliner sind. Okay, auch bei der deutschen Death Metal Maschinerie steht ein Jubiläum auf dem Zettel. Zwanzig Jahre ist die Veröffentlichung des legendären "Cursed" Albums her, der dem Quintett den internationalen Durchbruch verschaffte. Zum Geburtstag gibt es logischerweise ein schönes Old School Set der Sauerländer. Sänger Marc Grewe sieht etwas aus wie eine deutsche Antwort auf Tom Warrior. Stimmlich immer noch topfit, werden Songs wie "Suffer life", "Pits of Utumno" oder "White Gallery" schnell zu absoluten Krachern. Dieses Mal bin ich wirklich begeistert, MORGOTH live zu sehen. Auch das blieb mir leider in den 90ern verwehrt. "Sold baptism", "Cursed" und "Body Count" können so endlich mal abgefeiert werden, geil. Zum Glück habe ich dieses Jahr noch drei Morgoth Auftritte vor mir, auf die ich mich freuen kann. Was bleibt da noch zu schreiben, außer der Einsicht, dass MORGOTH diesen Slot auf jeden Fall verdient haben.


Misery Index

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaue ich mir die letzte Umbaupause des Festivals an. Den jetzt ist Zeit für den letzten Headliner. Aber bevor die Death / Grind Granate MISERY INDEX auf die Bühne darf, um die heißgelaufene Meute zum Höhepunkt zu führen, ist es erstmal an der Zeit, die obligatorischen Danksagungen von Veranstalter Mike und seiner Crew an alle mitwirkenden verlauten zu lassen. Dieser leitet seine Worte in eine Ansage für das Quartett aus Baltimore ein und schon grooven sich die Vier durch die ersten Tracks. Die Temperaturen sind inzwischen angenehm geworden und auch der Regen hat aufgehört. Ein super brutaler Sound macht aus Songs wie "Traitors", "You lost" oder "We never come in peace" echte Highlights. Die Jungs spielen straight ihre Setliste runter, mit Krachern wie "Manufacturing greed", "The spectators" oder "Defector" und haben die Menge vom ersten Akkord an fest im Griff. Wahnsinn, mit so einer Power muss man einfach Headliner sein. Ein würdiger Abschluss für ein gelungenes fünftes Death Feast Open Air. Zugabe gibt es nicht, aber ich glaube das störte kaum noch einem nach solch einem klasse Auftritt.
Nun ist auch schon wieder alles vorbei. Zum Abschied gibts dann noch EDGE OF SANITY vom Band und jeder kann jetzt seelig den Platz verlassen.

Übrigens haben wir auf der Heimfahrt dann ordentlich geschwitzt und das nicht wegen des Verkehrs...
Tja, damit ist auch das Fünf-Jahres-Jubiläums Death Feast zu Ende. Als Fazit bleiben geile Bands wie DISMEMBER, GRAVE, MORGOTH, BEHEADED und KASTRATED im Gedächtnis. Aber leider auch sehr durchwachsenes Wetter (mal wieder), eine neue ungewohnte Campingsituation und ein Sound-Desaster bei PESTILENCE. Alles in allem, war aber auch 2011 ein geiles Jahr mit einer abwechslungsreichen Bandauswahl. Auch im nächsten Jahr werden wir wieder vor Ort sein, um eine friedliche und geile Metalparty mit vielen Freunden und Verrückten zu feiern. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle auch an meinen neuen Kollegen Christian "Trey" Treude für eine super Zusammenarbeit. Cheers, auf unsere nächsten Festivals. (Autor(en): Christian T., Tino S.)
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