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Vorbericht:

17.03.2011

Graspop Metal Meeting 2011


BildWas 1986 als lokales Pop-Festival begann, hat sich mit den Jahren zu einem gigantischen Metal Festival ausgewachsen, das seinesgleichen sucht (Der Rekord soll 2008 bei 135.000 Besuchern gelegen haben. Damit dürfte Wacken, als das selbsternannte größte Metal-Festival der Welt, wohl ausgedient haben). Das Graspop Metal Meeting findet vom 24. bis 26. Juni zum 16. mal, im Belgischen 9000-Einwohner-Örtchen Dessel, statt.
Dieses Jahr lockt das Open Air mit wahren Metal- und Rock-Dinos in den Headliner-Rängen: Die Scorpions absolvieren derzeit ihre letzte große Abschiedstournee, Ozzy Osbourne lädt zu einer Show seiner aktuellen "Scream" Tour und Judas Priest sollen im einundvierzigsten Jahr ihres Bestehens die Hauptbühne rocken, als bräuchten sie noch lange keinen Zahnersatz.
Als auch schon langjährig erfahrener, aber nicht ganz so betagter Headliner, treten Slipknot am Freitag ihren Dienst im Auftrag des Metal an. Den leeren Platz des Mitte letzten Jahres verstorbenen Bassisten Paul Gray, wird Band-Mitbegründer Donnie Steele besetzen.

BildAbgesehen von dem Haufen an absoluten Genre-Klassikern, übertrumpft das GMM dieses Jahr mit seinem Lineup wohl so ziemlich jedes andere Metalfestival in und um Deutschland (Ob das nur mein Eindruck ist, sei dahingestellt). So ziemlich jeder Fan einer bestimmten Sparte, wird mindestens einen seiner Lieblingsvertreter im heimischen CD-Player auf den vier Bühnen wiederfinden. Reinen Partyspaß während des tiefen Blicks in den Bierbecher bieten dabei Bands wie Volbeat und Rob Zombie, wer seinem Trommelfell die volle Black und Death-Bedienung geben möchte, ist mit Watain, Moonspell, Triptykon, All Shall Perish, und Legion Of The Damned sicher gut dabei und für etwas alternativere Klänge (seien es experimentelle, psychedelische oder progressive) stehen Ghost, Monster Magnet, Electric Wizard und die seit über 20 Jahren bestehenden Meister von Opeth bereit.
Dass das bei weitem noch nicht alles ist, sollte klar sein, schließlich hat das Festival-Team auch noch nicht alle Namen der 75 angekündigten Bands der Öffentlichkeit verraten.

Die Kosten für 75 mal reines Live-Vergnügen über drei Tage verteilt, schlägt mit 146 Euro (+Servicekosten) zu buche. Wem das zu viel ist, hat die Möglichkeit sich nur für seinen Favoriten-Tag ein Ticket zu je 76 Euro (+Servicekosten) zu besorgen.
Ach für Leute, denen die 146 Euro noch zu wenig sind, hat sich das GMM-Team etwas einfallen lassen: Für 105 Euro mehr (also insgesamt 251 Euro) kann man sich ein VIP-Ticket sichern, das einem erlaubt auf einem abgetrennten, und näher am Bühnengelände gelegenen, VIP-Platz zu Campen und - achtung! - zu Parken. Dieses Privileg haben die "regulären" Besucher nämlich nicht. So sollte bei der Ankunft ein, unter Umständen, mehrere Kilometer langer Weg, auf dem man seine Camping-Utensilien auf Wanderschaft von Parkplatz zu Zeltplatz mitnimmt, einberechnet werden.

So Kompliziert wie das Lageraufschlagen, präsentiert sich wenigstens die Anreise nicht. Schon auf der Autobahn begrüßen einen die passenden Schilder. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, und seinem Navi eher vertraut als seiner Schilderkenntnis und seinem Orientierungssinn, kann zusätzlich "Stenehei - 2480 Dessel - Belgien" in die Tasten des Geräts einhacken. Dann klappts auch mit den ungeduldigen Mitfahrern.
Wer eine Vorliebe für Zug und Schiene hegt, kann bis zum Bahnhof mit dem kurzen, knackigen Namen "Mol" fahren, und sich von dort aus mit den rund um die Uhr fahrenden Shuttlebussen zum Gelände kutschieren lassen. Nachteulen seien jedoch gewarnt, denn am Wochenende verkehren leider keine Nachtzüge.

Egal wie eure Anreise auch aussehen mag, es erwarten euch drei Tage volles Metal-Programm - auf dem sogenannten Metalplaza sogar "rund um die Uhr" (oder zumindest fast), wo man sich neben flüssig Brot auch mit fester Nahrung verpflegen, die Verdauungsprodukte entsorgen und vielem anderen Sinn und Unsinn frönen kann. Den Geldbeutel kann man dabei aber getrost zulassen, diesen braucht man nur, um sich vorher mit sogenannten "Graspop Tokens" einzudecken, Wertmarken zu je 2,50 Euro (oder 2,25 Euro im VVK), mit denen man sich von Pasta bis Pommes alles für die Trink- und Essluke besorgen kann.
Wer sehr knapp bei Kasse ist, wird immerhin nicht verdursten, denn das Wasser in den WC-Wagen hat Trinkwasserqualität (was jetzt nicht bedeutet, dass man den Kopf in die Kloschüssel stecken muss, um an das kühle Nass zu gelangen - das sei jenen freigestellt, die einen Fetisch dafür hegen...).

Mehr Infos zum großen Metal-Reigen in Dessel findet ihr unter www.graspop.be.
Wir können gespannt sein, was das GMM-Team noch alles an Bands aus dem Hut zaubert. Die Vorfreude dürfte aber jetzt schon bei jedem garantiert sein.


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(Autor(en): Saskia Z.)
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