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Bericht:

11.09.2018

Party.San Open Air 2018 - Sturm auf-vor-um die Bühne


Party.San Open Air 2018 Header

Hatte der Thüringer Vertreter des Wettergottes im letzten Jahr noch für Frostbeulen, klappernde Zähne und Rekordumsätze im Bereich langärmeliger Oberbekleidung gesorgt, sorgt heuer vorerst eitel Sonnenschein für angenehme bis warme Außentemperaturen. Die vorangegangene Trocken- und Hitzeperiode tat ihr Übriges, Grills z.B. waren erst ab einer Stehhöhe von mindestens 30cm zugelassen.

Im Grunde beste Voraussetzungen für ein entspanntes Fest, allerdings muss man kein Diplom-Meteorologe sein um zu ahnen, dass hier die Unwettergefahr durchaus gegeben ist. Aber dazu später mehr. Um eines vorwegzunehmen: Auch hier reagierten die Veranstalter wie immer äußerst besonnen und professionell. Gerade an dieser Besonnenheit und auch einer Portion Glück lag es wohl auch, dass es im späteren Verlauf des Tages keine Verletzten oder gar Todesopfer zu beklagen gab.

Party.San Open Air 2018, Impression

Donnerstag, 09.08.2018

Pünktlich zu den Amis GRUESOME schaffe auch ich es vor die Bühne. Der Florida-Vierer zelebriert eine Death Metal Messe in der Tradition der alten Death dass es eine wahre Freude ist. Alles schon mal bei Chuck Schuldiner gehört? Möglich, aber Scheiß drauf! Auf mögliche Ressentiments dieser Art scheißen auch Gruesome und spendieren noch das Death Cover „Pull The Plug”. Wunderbar!
Die Schweden UNANIMATED standen bereits vor 10 Jahren in Bad Berka auf der PSOA Bühne. Was hab ich mich damals auf die Show gefreut, was war ich damals enttäuscht. Vor allem aufgrund diverser Sound- und Technikprobleme geriet der Auftritt seinerzeit zum Fiasko. Ein Fiasko ist es in diesem Jahr nicht, auch der Sound passt. Ein Triumphzug sieht aber anders aus, und so bleibt unterm Strich „nur” eine gute Show. Das ist für einen Kult-Act wie UNANIMATED am Ende etwas wenig. Trotzdem versöhnt das coole „Life Demise” ein wenig.

Party.San Open Air 2018, Impression

Donnerstag, 09.08.2018

Nach - wenn ich mich recht entsinne - 2011, dürfen nun zum zweiten Mal die Griechen DEAD CONGREGATION ran. Die ihnen gebotene Chance nutzen sie und mörteln ihren überaus bösen und düsteren Death Metal derart motiviert ins Auditorium, dass sich augenblicklich sogar der Himmel unheilvoll verdunkelt. Leider tut er dieses mitnichten aufgrund der Darbietung der Hellenen, nein, ein fieses Unwetter nimmt seinen Lauf. DEAD CONGREGATION werden von der Bühne geholt, in diversen Sprachen werden die Fans gebeten, augenblicklich das Gelände zu verlassen und in ihren Fahrzeugen Schutz zu suchen.

Party.San Open Air 2018, Impression

Ein Sandsturm erster Kajüte bricht los, Händlerstände, Zelte und diverse Pavillons heben ab und alle versuchen zu sichern was zu sichern ist. Manchen gelingt dieses, manchen nicht. Während ein Händler fast ALLES verliert und letztlich die Heimreise antreten darf/muss, freuen sich andere über diverse vom Winde verwehte Gratis-Patches. Noch andere haben für den Rest des Festivals kein Zelt mehr, die meisten kommen aber mit einem blauen Auge davon. Die PSOA Crew sichert und hilft wo sie kann und letztlich sind - laut meinen Informationen - lediglich ein paar Prellungen und Quetschungen sowie aufgrund des Sandes gereizte Augen zu beklagen.

Nachdem alle Schäden behoben sind, dürfen die Briten ANAAL NATHRAKH ihre zerstörenden Eruptionen über ein Feld der Verwüstung blasen. Der apokalyptische Charakter ihres Industrial-Black-Death-Metals könnte an dieser Stelle nicht passender sein.

Party.San Open Air 2018, Toxic HolocaustToxic Holocaust

Wir haben 2018 und TOXIC HOLOCAUST sind mal wieder dran, ein weiteres Abriss-Kärtchen ihres Mehrjahres-Auftritts-Abonnements an der Party.San Kasse einzulösen. Während für einige die Sache von Show zu Show nicht zwangsläufig interessanter wird, feiert ein Großteil den angeschwärzten Thrash der Amis bedingungslos ab.

Abgefeiert werden REVENGE auch. Von einem einzigen Unentwegten direkt vor der Bühne. Alle anderen fragen sich, was dieser uninspirierte Krach eigentlich für einen Auftrag und was zum Teufel diese Band zur Prime Time auf der Bühne zu suchen hat. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Party.San Open Air 2018, EmperorEmperor

Aufgrund der Zeitverzögerung werden EMPEROR mit MASTERS HAMMER getauscht. Und so geht es steil von der Kreisklasse in die Champions League. Völlig locker zeigen die Norweger vom ersten Ton an wer die Black Metal Chefs sind. Kein Blut, keine Kapuzen, kein aufgesetztes Gehabe. Nur absolute Dominanz und Erhabenheit. Es ist fast so, als würden EMPEROR kalt lächelnd kurz von ihrem Thron steigen, eine Show spielen nur um augenblicklich auf diesem wieder Platz zu nehmen. „Ye Entranceperium” startet eine Machtdemonstration welche mit „Inno A Satana” ein eindrucksvolles Ende findet.

MASTERS HAMMER sind zwar Pioniere was man den etwas betagteren Herren auch durchaus ansieht. Dafür gebührt ihnen Respekt. Den bekommen sie aber heute nur bedingt. Ihr eher experimenteller, schwer verdaulicher Black Metal, die vorgerückte Stunde und die Tatsache nach EMPEROR spielen zu müssen ist eine Kombination von Umständen gegen welche auch andere Bands machtlos gewesen wären.

Party.San Open Air 2018, EmperorEmperor

Auch die Hamburger Schwedenurlauber ENDSEEKER - völlig zurecht frisch ausgestattet mit Deal bei Metal Blade - sind von den Verschiebungen getroffen. Ihr Auftritt wandert zeitlich immer weiter nach hinten, aber das schert die Hanseaten wenig. Wie immer und wie erwartet kloppen die Jungs um Sänger und Schiebermützen-Liebhaber Lenny alles in Grund und Boden und werden dafür auch zu später Stunde ordnungsgemäß bejubelt.

Freitag, 10.08.2018

Die Sonne scheint am frühen Mittag, die Frisur sitzt, das Frühstücksbier perlt und mundet. Zur gleichen Zeit lädt der emsige Party.San-Kanonier die beiden rechts und links der Bühne platzierten Geschütze und verschießt zwei Granaten, die über dem Campground detonieren um alle Langschläfer drauf hinzuweisen, dass es jetzt ganz furchtbar losgeht.

Tradition wird in Schlotheim groß geschrieben. Und laut dieses Protokolls ist die erste Band immer im Grind heimisch. Das sind GUINEAPIG zweifelsohne und sie erfreuen allerlei lustig gekleideter Gestalten mit lustiger Ausrüstung (Obst, Gemüse, Lokusbürsten, Seifenblasen etc.) und motivieren diese dazu, im Kreis zu laufen. In Fachkreisen auch Circle Pit genannt.

Party.San Open Air 2018, BenightedBenighted

Fachkreise - wenn auch ganz andere - zeigen sich beeindruckt von THE COMMITEE, welche genau wie UADA im vergangen Jahr zeigen, dass Kapuzen Black Metal auch zur Mittagsstunde funktionieren kann wenn man es nur richtig macht.

Richtig machen es auch die Franzmänner von BENIGHTED: Brutal Death vom Allerfeinsten, es wird drauflos gemörtelt, gegrowlt und geblasted dass es fast an den Orkan vom Vortag erinnert. Und das ganze bei einem Sound, der fast am gesamten Freitag nicht mehr so wuchtig ist.

Etwas roher als noch bei Agalloch geht John Haughm jetzt bei PILLORIAN zu Werke. Das steht dem Gesamteindruck durchaus gut zu Gesicht und so kann auch hier ein Achtungserfolg verbucht werden.

Mit den Japanern COFFINS kann ich mal gar nichts anfangen und mache erst mal Mittag. Mit einer sludgigen Mischung aus Doom und Crust und einigem undefinierbarem mehr, ist dieses Mahl auch erheblich schwerer zu verdauen als meine Bratwurst.

Party.San Open Air 2018, RAMRAM

Mit RAM aus Schweden und ihrem traditionellem Heavy Metal ist es nun Zeit für den ersten - wie immer mit Bedacht und Fachkenntnis ausgewählten - Farbtupfer des Billings. Was hier geboten wird geht sofort ins Bein anstatt schwer im Magen zu liegen. Leder, Nieten, schmissige Songs und große Posen. So funktioniert Heavy Metal wenn er mit Liebe dargeboten wird. Das überzeugt auch die härtesten der Harten.

THE BLACK DAHLIA MURDER zelebrieren eine eher moderne Version des Death Metal, für viele fast schon zu modern, bzw. nicht roh und old school genug. Fehlende Old School Rotzigkeit machen die Amis allerdings mit viel Bewegung auf der Bühne sowie mit technisch anspruchsvollem Spiel wett.

Party.San Open Air 2018, Deserted FearDeserted Fear

Was eben noch fehlte gibt es jetzt im Zehnerpack: DESERTED FEAR sind Old School, rotzig und haben Bock. Und aus Thüringen sind sie auch, also quasi Heimspiel. Diesen Heimvorteil nutzen die vier jungen Burschen gekonnt und zeigen eindrucksvoll warum sie in den letzten Jahren durchgestartet haben und zu derartig vielen Festival-Ehren gekommen sind. Daran kann auch ein außerplanmäßig abbrennender Flammenwerfer im Bühnenbereich nichts ändern. Der PSOA Ortsbrandmeister bekommt auch dieses Problem in den Griff.

Party.San Open Air 2018, ExhorderExhorder

Nach der Bekanntgabe von Demolition Hammer im letzten Jahr zählte ich die Tage bis zum Beginn des Festivals quasi rückwärts, dieses Jahr beglückt man mich mit EXHORDER. Party.San, ich liebe Euch, danke dafür! Und nachdem Demolition Hammer alles zerlegten bin ich gespannt ob EXHORDER das gleiche Kunststück gelingt. Und ja, das tut es, bereits beim Opener „Death In Vain” ist dieses keine Frage mehr. Hier werden Songs über das Gelände geblasen die fast 30 Jahre alt sind und denen man genau das zu keiner Sekunde anhört. Und auch wenn man der Band das Alter möglicherweise beim zweiten Hinschauen ansieht, zeigt sich, dass hier niemand etwas verlernt hat. Vinnie LaBella mag zwar aussehen wie eine Mischung aus Vadder Abraham und einem der sieben Zwerge, trotzdem zockt er seine anspruchsvollen Riffs immer noch so präzise aus dem Handgelenk, dass mancher Nachwuchs-Thrasher sich ernsthaft Gedanken um den Stand seiner Spielkunst macht. „Homicide” und „Desecrator” boxen dann alle um, die „The Law” noch nicht planiert hat. Rumsbums.

Party.San Open Air 2018, UnleashedUnleashed

Ähnliche Urgesteine wie Exhorder sind UNLEASHED, und auch diese beweisen, dass ihr Legendenstatus nicht von ungefähr kommt. Zwar wird hier nun wirklich nichts neues geboten, aber Old School Schwedentod geht in Schlotheim immer. Song für Song Qualität, Death Metal Victory sozusagen.

DYING FETUS werden ebenfalls mit Spannung erwartet, sind doch die Amis dafür bekannt äußerst heftig und präzise ins Mett zu hauen. Diese lassen sich auch weder lumpen noch lange bitten und liefern wie immer fett ab. „Wrong One To Fuck With” ist hier durchaus Programm. Ein guter Sound - vor allem die Bass Drums sind ein Tritt in die Magengrube - sowie das extrem tighte Spiel sorgen für offene Münder in zufriedenen Gesichtern.

Party.San Open Air 2018, VenomVenom

Und wo wir gerade bei Legenden sind: Eine Legende sind die Briten VENOM ganz ohne Zweifel, vielleicht sogar DIE Legende. Allerdings auch eine Legende, welche sich mehr als einmal selbst demontiert hat. Gleichwohl zeigte die Form- und Leistungskurve der letzten Jahre ein wenig nach oben. Um dieses zu zementieren wird mit „BLACK METAL” genau der richtige Einstieg gewählt. „WELCOME TO HELL” wird direkt nachgeschoben und die Angelegenheit nimmt richtig Fahrt auf. Nur um sie im weiteren Verlauf des Sets immer mehr zu verlieren. Das ist mehr als schade, zumal ständig spürbar ist, dass hier deutlich mehr gehen könnte. Erst gegen Ende kommt mit „COUNTESS BATHORY” wieder Leben in die Bude und die Zugaben „ IN LEAGUE WITH SATAN” und „WITCHING HOUR” stimmen Nörgler wie mich dann doch im Ansatz positiv. Trotzdem wird es mal wieder Zeit für einen Headliner der alles zerlegt. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Samstag, 11.08.2018

Zum letzten mal in diesem Jahr feuert das Geschütz Esmiralda eine fette Granate über den Zeltplatz. Die nächste Granate steht schon Dildo-bei-Fuß auf der Hauptbühne: RAZORRAPE aus Schweden rufen „Hey Whore, let's Gore” und porngrinden eine halbe Stunde drauflos. Nun sind alle wach.

Wesentlich ernsthafter gehen hier die Spanier GRAVEYARD ans Werk, auch wenn sie wahrscheinlich lieber aus Schweden kämen. Ebensolcher Elchtod wird hier geboten, alles andere als schlecht, wie es richtig gut geht haben allerdings Endseeker zwei Tage zuvor gezeigt.

Party.San Open Air 2018, WolfheartWolfheart

WOLFHEART aus Finnland konnten mich bisher nicht wirklich zum Fan machen. Auch nach der heutigen Show wird sich daran nichts ändern. Fairerweise muss der Band unbedingt spielerische Kompetenz und coole Bühnenpräsenz attestiert werden. Aber zu konstruiert, zu sehr auf Nummer Sicher geht das ganze und lässt mich daher kalt.

Konstruiert, gewöhnlich und Nummer Sicher sind Attribute, die dem Gesamtwerk von HARAKIRI FOR THE SKY mal in keinster Weise gerecht werden. Sicher, eine Auftritt der Österreicher hat wenig zu tun mit Circle Pit, Singalongs und Tanzbeinschwingen. Auch der Rock'n'Roll-Faktor ist hier verschwindend gering, gerade wenn sich die Band eher in sich gekehrt präsentiert. Der Intensität der Musik kommt das ironischerweise zu gute, somit erleben wir hier zwar keinen mitreißenden, gleichwohl aber einen in Erinnerung bleibenden Gig.

Party.San Open Air 2018, Harakiri For The SkyHarakiri For The Sky

In sich gekehrt sind die verrückten Norweger - allen voran Fronter Nattefrost - von CARPATHIAN FOREST nun eher nicht. Und was besagter Nattefrost und seine angemalten Waldkäuze so in der Blutbahn haben weiß auch niemand. Ist auch nicht wichtig, ob gewollt oder nicht: Hier regiert gewissermaßen eine gewisse Komik, und die ist unterhaltsam. Black'n'Roll sozusagen. Da tut das Turbonegro Cover „All My Friends Are Dead” sein Übriges.

Mit den Kanadiern EXCITER hat das Party.San 2018 nicht nur einen weiteren stilistischen Farbtupfer, sondern auch noch einen absoluten Kult-Act im Programm. Nicht nur das die Heavy Metal Urgesteine in Original Besetzung mit John Ricci und Dan Beehler auftreten, es wird auch noch das grandiose „Heavy Metal Maniac” in voller Länge dargeboten. Mehr Kult geht nicht, da stört auch der ein oder andere schiefe Ton oder eine verunglückte Drum-Figur kein bisschen. Auf jeden Fall ein Erlebnis.

Party.San Open Air 2018, ExciterExciter

Die Amis SADISTIC INTENT hatte ich irgendwie gar nicht auf dem Zettel. Ein Fehler wie sich sofort zeigt: Brutaler US-Death Metal wie er besser und präziser nicht gespielt werden kann lässt allerorts offene Münder zurück.

Auch von den Niederländern PESTILENCE hatte ich ursprünglich nicht viel erwartet, zu frickelig, jazzig und anstrengend waren mir die Alben der Neuzeit. Heute spicken die Jungs um Patrick Mameli ihren Set aber mit einer guten Menge Klassikern, und so ertappe ich mich wie ich meine Faust zu „Out Of The Body” „Twisted Truth” und sogar „Dehydrated” in den Himmel recke.

Party.San Open Air 2018, TribulationTribulation

TRIBULATION sind bereits zum dritten Mal zu Gast. Ganz warm bin ich mit den Schweden nie geworden. Allerdings sind sie schwer einzuordnen, und das macht sie sympathisch. Schwer einzuordnen ist auch der Gitarrist von dem man nie so genau sagen kann ob es nicht eine Gitarristin ist. Jede Wette, mit seinem Outfit und seinem luftigen Tänzeln will er genau diese Reaktion provozieren. Cool.

Party.San Open Air 2018, BrujeriaBrujeria

Provozieren sollte man die mexikanischen Gangster von BRUJERIA lieber nicht. Sonst gibt's mit der Machete. Um in dieser Hinsicht erst gar keine Zweifel aufkommen zu lassen, trägt einer der beiden Sänger eine solche Hiebwaffe gleich demonstrativ am Gürtel. Keine Zweifel gibt's auch bezüglich der Attitüde, Präsident Trump wurde vorschriftsmäßig gedisst und „Macarena” als Ode an gepflegtes Rauchwerk gecovert und in „Marihuana” umgedichtet. Irgendwo zwischen Grind und Death Metal angesiedelt ist das alles sicher keine Ausgeburt an Innovation, aber darum geht's auch nicht.

Party.San Open Air 2018, TankardTankard

Auch TANKARD waren schon mehr als einmal beim Party.San. Und auch auf jedem anderen Open Air. Das bleibt nicht aus wenn man als Band so lange aktiv ist wie die Frankfurter. Umso schwerer ist es, gleichbleibende Live-Qualität anzubieten, nicht langweilig zu werden oder sich schlimmstenfalls zu wiederholen. Genau dieses ist aber für die Bembel-Thrasher gar kein Problem. Neueres wie „A Girl Called Cerveza” oder Klassiker wie „The Morning After” oder „Zombie Attack” wechseln sich geschickt ab, die Band gibt alles und rennt als gäbe es Kilometergeld, alle feiern, alle sind zufrieden. Mehr geht nicht. Ein absolut würdiger Co-Headliner.

Party.San Open Air 2018, WatainWatain

Nach einer vergleichsweise ausgedehnten Umbaupause ist es mit der von Tankard zuvor verbreiteten guten Laune dann schlagartig vorbei. Von imposanten Bühnenaufbauten flankiert, betreten WATAIN die Bühne und beginnen ihre Messe mit „Stellarvore”. Nun mögen einige - Watain eher negativ gegenüberstehende Personen - die Bühnenshow als albern, übertrieben oder lachhaft bezeichnen. Aber das funktioniert nicht, selbst wenn man möchte. Hier bleibt jedes Lachen im Halse stecken, da zu jeder Sekunde offensichtlich ist, wie ernst diese Band das meint. Diese Bedrohlichkeit ist absolut echt, quasi jederzeit physisch spürbar. Somit wird diese Messe zu einem weiteren Triumphzug der Schweden, die mit dem Musterbeispiel schwarzer Perfektion, „Waters Of Ain” das Party.San beenden wie es beeindruckender nicht beendet hätte werden können.

Und so endet es wieder, das beste Festival der Welt. Bleibt gesund, wir sehen uns hoffentlich im nächsten Jahr alle wieder. Mit TESTAMENT, BELPHEGOR und VOMITORY sind erste Bookings bekanntgegeben. Und somit ist wieder einmal klar: Pflichtprogramm. So long! (Autor(en): Eiko T.)
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