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Geschrieben: 08. April. 2011CD Review

Vomitory

Opus Mortis VIII

Bewertung ( 9 von 10 ):

0123456780

Genre:

Death Metal

Spieldauer:

36:31

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Schweden

Release

22.04.2011

Link


Endlich! Meine Lieblings-Schwedentod-Kapelle ist zurück. Mit "Opus Mortis VIII" im Gepäck flashen mich VOMITORY abermals. Immer wenn man denkt, sie könnten sich in Puncto Brutalität und arschgeilen Riffs nicht mehr steigern, knallen sie einem ein neues Album vor die Nase. Kaum zu glauben eigentlich, dass das schon seit 1989 so erfolgreich funktioniert, gewisse Labelkollegen neigen da deutlich eher dazu, Abnutzungserscheinungen auf dem Präsentierteller zu servieren.

Erneut sehr fett produziert, hat "Opus Mortis VII" im Vergleich zum nicht minder geilen Vorgänger "Carnage Euphoria" nochmal einen guten Schuss Brutalität mehr anzubieten. Aber was heißt das bei einer Band wie VOMITORY schon, sind sie doch quasi bekannt dafür, die etwas andere Old School Death Metal Band aus Schweden zu sein. Der typische Stockholm-Gitarrensound ist natürlich vorhanden, wird allerdings in einer deutlich ruppigeren, härteren Gangart dargeboten. Ebenfalls auffällig bei den Jungs ist seit jeher das Schlagzeug, welches stellenweise so klingt, als würde es "hinterherhinken" - so auch zu belauschen im grandiosen Opener "Regorge in the Morgue". Und dann wäre da noch Erik Rundqvist, dessen Organ wie immer als absolutes Unikat hervorzuheben ist.

Somit wäre die Daseinsberechtigung abgesegnet und zur Genüge begründet. Meine Gebete wurden offenbar auch erhört und so schaffen es VOMITORY mal wieder nicht, mich zu enttäuschen. Ganz im Gegenteil: Es überwältigt mich, schlägt in meinen Ohren den Vorgänger. Nicht nur durch den erhöhten Brutalitätsfaktor. Die Produktion ist wie gewohnt lupenrein, klingt transparent, ballert aber trotzdem stets verdammt geil aus den Boxen, moderner Old-School-Sound eben. Dann wären da noch die Riffs. Unfassbar, was die Saitenfraktion um Frontelch Erik Rundqvist (auch Bassist) da nacheinander abfeuert. Nicht nur der bereits erwähnte Opener, sondern auch der Rest des Albums hat ein qualitativ gesehen hohes Niveau. Als Beispiel möge man da nur mal das direkt darauf folgende "Bloodstained" heranziehen, welches sofort mit Mörder-Groove und stampfendem Drumrythmus zu überzeugen weiß. Deutlich "gemächlicher" geht's dann mit "They will burn" zu. Auffällig ist hier vor allem der Refrain, welcher auch live sicher einige Gröhler zum Growlen animieren wird. Ebenfalls für VOMITORY sehr typisch sind die im Lowtempo vorgetragenen Songs, die gegen Ende hin deutlich das Tempo anziehen. "The Dead Awaken" und das mit einem Cleangitarren-Intro auf die falsche Fährte lockende "Hate in a Time of War" drängen sich dabei besonders auf. An Abwechslung mangelt es auf "Opus Mortis VIII" ganz bestimmt nicht, denn nach einigen Midtempo-Walzen wagen sich die Jungs auch mal wieder an schnellere Nummern, zeigen dabei sogar mal ein paar schmucke Soli mehr als sonst und entwickeln sich auf dieser Ebene gesehen ein Stückchen weiter.

Der Old-School-Anspruch weicht trotz dessen zu keiner Zeit. VOMITORY stehen seit mehr als zwei Dekaden wie ein Fels in der Brandung, metzeln sich Album für Album durch verschiedenste Themenlandschaften (Diesmal wohl "Krieg" im Allgemeinen) und überzeugen dabei stets. Standhaft gehen die Schweden ihren Weg, leben ihren Stil und heben sich dabei nach wie vor vom Rest dieser "Alte Schule"-Interpreten ab - gekonnt ist eben gekonnt. Wer Innovation oder große Sprünge in Sachen Weiterentwicklung erwartet, ist sich schon vor dem Hören einer neuen VOMITORY-Scheibe in der falschen Rolle gewiss, trotz dessen ist "Opus Mortis VIII" deutlich abwechslungsreicher, als man es von den vier Schweden gewohnt ist. (Autor: Pascal S.)
Fazit:
Was soll man dazu noch sagen? Die Höchstnote wäre übertrieben, VOMITORY übertreffen sich aber dennoch auf Album Nr. 8 selbst und festigen ihre hoch angesehene Position innerhalb des Genres. Zurecht, meine ich! Wer solche Riffs, solch ein mördischeres Drumming und solch abgrundtiefe Growls mit schwedischem Spirit so perfekt kombiniert, hat eine Verneigung verdient. Zusammen mit der kommenden MORBID ANGEL ist "Opus Mortis VIII" sicherlich ein verdammt heißer Anwärter auf das Death Metal Album des Jahres. Gewagter Vergleich? Geschmackssache, sagte der Affe und biss in die Seife. In diesem Sinne, wohl bekomm's!

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Cover

Trackliste


01. Regorge in the Morgue
02. Bloodstained
03. They Will Burn
04. The Dead Awaken
05. Hate in a Time of War
06. Torturous Ingenious
07. Forever Damned
08. Shrouded in Darkness
09. Combat Psychosis
10. Requiem for the Fallen

Künstler


Urban Gustafsson - Guitar
Peter Östlund - Guitar
Erik Rundqvist - Bass, Vocals
Tobias Gustafsson - Drums

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