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Geschrieben: 12. September. 2012CD Review

Testament

Dark Roots of Earth

Bewertung ( 9 von 10 ):

0123456780

Genre:

Thrash Metal

Spieldauer:

51:08

Label:

Vetrieb

Land

Fahne USA

Release

27.07.12

Link


Nach über 4 Jahren, melden sich die Thrashlegenden endlich zurück. Die große Frage ist, können die Fünf an das Vorgängeralbum "The Formation of Damnation" (2008) anknüpfen und vor allem, kann "Death Roots of Earth" mit dem legendären "The Gathering" (1999) mithalten?

Das Artwork ist zumindest schon mal vielversprechend. Passend zum Albumtitel strahlt es etwas Dunkles, Anmutiges aus. Sehr filigran gestaltet, macht es umso neugieriger auf den Inhalt der Scheibe und schon der erste Song "Rise Up" nimmt allen Zweifeln den Wind aus den Segeln. In gewohnter Bay Area Thrash-Manier geht es los und schon die ersten Töne lassen Old School Thrash-Herzen höher schlagen. Die instrumentale Zusammenarbeit von Peterson, Skolnick, Hoglan und Christian ist hervorragend und die tiefthrashige Stimme von Chuck Billy rundet das Ganze perfekt ab. Der klasse Sound ist aber nicht nur der Band allein zu verdanken, auch die Produktion kann sich hier sehen lassen. Die Instrumente sind perfekt ausgelotet, jedes Element hat die richtige Lautstärke, es passt einfach alles. Produzent Andy Sneap hat hier wieder ganze Arbeit geleistet und lässt die alten Hasen in neuem Glanz erstrahlen.

Die Gitarrenarbeit sticht auf dem gesamten Album besonders heraus. Neben großartigen Soli, gibt es eine Menge abwechslungsreiche, sowohl melodische, als auch thrashige oder Death angehauchte Riffs und die Zusammenarbeit zwischen Peterson und Skolnick ist wirklich einmalig. Auch Drummer Gene Hoglan sorgt für tolle Momente, besonders wenn er die Doublebass sprechen lässt. Chuck Billy zeigt auf "Dark Roots of Earth" eine ungewohnt hohe gesangliche Bandbreite. Neben den gewohnt thrashig tiefen Vocals, zeigt er bei der Ballade "Cold Embrace" seine sanfte Seite und überzeugt auch beim Klargesang.

Das Songwriting ist erstklassig, auch wenn die Themen langsam ein wenig ausgelutscht sind. Dennoch jagt ein Hit den nächsten. Gleich nach dem Opener folgt mit "Native Blood" ein richtig schöner Ohrwurm. Der Refrain nimmt einen sofort gefangen und der Einsatz von Blastbeats (eine Neuerung bei TESTAMENT) macht es dem geneigten Thrasher unmöglich die Nackenmuskulatur ungenutzt zu lassen. Mit dem Titeltrack geht es dann sehr viel ruhiger aber nicht weniger grandios weiter. "Death Roots of Earth" überzeugt mit psychedelisch angehauchter Atmosphäre und sehr detaillierter Gitarrenarbeit. Ein melodischer Stampfer, der seinesgleichen sucht. Insgesamt sind die Songs recht abwechslungsreich gestaltet und die instrumentale Arbeit versteht es, einen immer wieder in ihren Bann zu reißen. Selbst weniger spektakuläre Tracks werden durch die Soloparts immer wieder aufgewertet und auch bei mehrmaligem Hören, lassen sich immer wieder neue Feinheiten und Details erkennen. Die Refrains sorgen fast durchgängig für die nötige Eingängigkeit und bleiben schnell hängen, dennoch bleibt ein gewisses Maß an Härte immer vorhanden. Mit "True American Hate" geht es ziemlich melodisch weiter. Vor allem die Leads im Soloteil können sich absolut sehen lassen und der Refrain bohrt sich auch hier sofort in die Gehinrwindungen. Es folgt eine Atempause mit dem groovigen "A Day in the Death" und der bereits erwähnten Ballade "Cold Embrace" bevor es mit "Man Kills Mankind" nochmal so richtig losgeht. Dunkel thrashiger Nackenbrecher, der an Tempo wieder deutlich zulegt. Geht ordentlich ins Ohr und beinhaltet ein Solo zum niederknien. Das etwas langgezogene "Throne of Thrones" und der Headbanger "Last Stand for Independence" bieten schließlich einen gelungenen Abschluss.

Anspieltipps: "Native Blood", "Dark Roots of Earth", "Cold Embrace" und "Man Kills Mankind" (Autor: Bianca P.)
Fazit:
Die großartigen Growls von "The Gathering" fehlen dem neuesten TESTAMENT Output zwar, dafür ist der Sound aber besser denn je. An ihr viel gefeiertes Werk von 1999 kommen die Legenden mit "Dark Roots of Earth" zwar nicht ran, aber die Messlatte dafür wäre ohnehin infernalisch hoch. Das Vorgängeralbum stecken sie dafür ohne Weiteres in die Tasche und zeigen deutlich, dass der Bay Area Thrash noch lange nicht tot ist. Verdammt starkes Album!

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Cover

Trackliste


1. Rise Up
2. Native Blood
3. Dark Roots of Earth
4. True American Hate
5. A Day in the Death
6. Cold Embrace
7. Man Kills Mankind
8. Throne of Thorns
9. Last Stand for Independence

Künstler


Greg Christian - Bass
Alex Skolnick - Guitars
Eric Peterson - Guitars
Chuck Billy - Vocals

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