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Geschrieben: 01. September. 2011CD Review

Scarlet Anger

Kill the King

Bewertung ( 9 von 10 ):

0123456780

Genre:

Thrash Metal

Spieldauer:

20:48

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Luxemburg

Release

26.03.2011

Link


Wieder einmal ließ sich im kleinen Ländchen Luxemburg eine Band entdecken, der es weder an Motivation, noch an musikalischem Talent mangelt. Die Aussage greift jetzt natürlich etwas vor, jedoch hat mich das Quartett aus dem nahen Grenzland mit seiner aktuellen EP „Kill The King“ sowas von beeindrucken können, sodass ich mich ab sofort als großer Fan dieser Thrash-Formation bezeichnen werde. Es stimmt einfach alles an der Scheibe und ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Alle Elemente der Produktion sind einwandfrei aufeinander abgestimmt. Die Stimme von Sänger Joe Block klingt wahnsinnig treibend. Die aggressiven Shouts drängen sich aber weder zu sehr in den Vordergrund, noch kommen sie zu wenig zur Geltung.
Melodische Anleihen wie z.B. beim Schlusslicht "Face of Evil", in dem der Sänger seiner Stimme ordentlich Schwung verleihen muss, werden ebenso fehlerfrei gemeistert.
Gleichermaßen ausgeglichen wirkt das Schlagzeug, welches zur Zeit der Veröffentlichung im März noch durch Alain Flammang bedient wurde. Dieser musste aus privaten Gründen inzwischen leider seinen Ausstieg verkünden, wird allerdings noch bei den Konzerten bis Ende September den Rhythmus vorgeben.
Auch die Saitenfraktion ist kompetent mit Gründungsmitglied Fred Molitor und Jeff Buchette an den Gitarren und Vince Niclou am Bass besetzt. Immer wieder auftretende Duelle sind zu
bemerken, in denen sich die beiden Gitarren scheinbar gegenseitig anstacheln, um zu zeigen, wer die besseren Riffs frickeln kann. Man hat wirklich das Gefühl, den Spaß zu spüren, mit dem die Luxemburger ihre Songs spielen. Die fünf Tracks bieten alles, was guter Thrash Metal haben muss.
Wie schon erwähnt gibt es dabei nichts mehr neu zu erfinden, aber SCARLET ANGER hören sich nicht so an als hätten sie von irgendeinem Idol etwas abgekupfert. Ein Vergleich mit anderen Thrash-Größen liegt mir fern.
Um jetzt mal ein wenig die Luft rauszunehmen muss ich zusätzlich erwähnen, dass die Musiker keine Neulinge auf ihrem Gebiet sind. Ganz im Gegenteil sogar. Die Gründungsmitglieder Block und Molitor hatten, bevor sie 2007 SCARLET ANGER gründeten, schon mit ihrer Vorband BORN vier Alben und große Erfolge im Raum Luxemburg zu verzeichnen. Die beiden hatten scheinbar klare Pläne und wussten, dass sie die passenden Mitstreiter im Land finden mussten. Gesagt, getan, denn mit ihrer ersten EP "La realidad es triste…” und zahlreichen Liveauftritten, konnten sie sich zum W:O:A-Metal Battle qualifizieren und im Anschluss sogar einen Supportplatz vor PRIMAL FEAR einheimsen.

Auf ein komplettes Album wird man lediglich noch bis Anfang 2012 warten müssen, denn der aktuelle Stand ist, dass SCARLET ANGER bereits fleißig an den Aufnahmen für ihr, bis dato noch unbetiteltes Album, werkeln. Für den Vertrieb konnte jüngst das kleine deutsche Label "Dust on the Tracks" gewonnen werden. „Kill The King“ war, man mag es kaum glauben, eine komplette Eigenproduktion und verdient sich hier 9 Punkte in der Wertung. Zur Erklärung möchte ich allerdings noch hinzufügen, dass die Luxemburger für eine Thrash-Scheibe unheimlich innovativ vorgegangen sind, dem Subgenre etwas mehr Würze verpassen konnten, ohne dabei Größen kopieren zu müssen. Man muss als Leser, ebenso als Hörer, aber bitte auch das Größenverhältnis einer EP berücksichtigen. Es ist kein Album, aber setzt einen soliden Grundstein für eine Band, von der man hoffentlich noch viel hören wird. (Autor: Alex B.)
Fazit:
Der eindrucksvolle Vorgeschmack für meinen ganz persönlichen Thrash-Hoffnungsträger 2012.

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Cover

Trackliste


1. New God Rising
2. My Battlefield
3. From Fool to King
4. Game Over
5. Face of Evil

Künstler


Vincent Niclou - Bass
Alain "Skeelo" Flammang - Drums
Jeff Buchette - Guitars
Fred Molitor - Guitars
Joe Block - Vocals

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