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Geschrieben: 18. Juni. 2014CD Review

Sargeist

Feeding The Crawling Shadows

Bewertung ( 7 von 10 ):

0123456012

Genre:

Black Metal

Spieldauer:

48:12

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Finnland

Release

31.03.2014

Link


Wenn der Name SARGEIST fällt werden wohl die meisten Jünger des düsteren Metals neugierig aufhorchen. Immerhin haben es die Black Metaler nicht erst mit ihrem letzten Werk "Let the Devil in" geschafft sich einen Namen als Aushängeschild des finnischen Schwarzmetalles zu machen. So werden sie in einem Atemzug mit anderen Größen wie HORNA und BEHEXEN genannt. Zu Recht, bedenkt man, dass gerade in Finnland die meisten Anhänger dieser Zunft einer großen glücklichen Familie angehören. SARGEIST startete ursprünglich als Soloprojekt des HORNA Masterminds Shatraug, der in allen bisher genannten Bands vertreten ist. Inzwischen ist es aber eine Band, die sich unter den anderen keines Falls zu verstecken braucht. Es gibt also allen Grund interessiert zu sein, wenn nach 4 Jahren das neue Werk "Feeding the Crawling Shadows" das Licht der Welt erblickt.

Schon mit den ersten Klängen wird klar, dass sich vor allem produktionstechnisch einiges verändert hat. Man verlässt die Gefilde von LTDI, welches sehr glatt und klar geklungen hat und kehrt zurück zu den Ursprüngen. Der Mix ist deutlich rauer und dreckiger. Der Hörer wird oftmals von einer chaotischen düsteren Klangwand überrollt. Das Geschrei von Hoath Torog klingt ein wenig hohl und als würde es von weit weg kommen.

Ich habe eigentlich nichts gegen die dreckigere Produktion einzuwenden, bedeutet sie immerhin auch eine Rückkehr zu früheren Werken. Allerdings schaffen es SARGEIST im Gegensatz zu "Satanic Black Devotion" nicht, die Raserei mit den catchy Zwischenspielen zu verbinden. Meist fließend die Songs einfach zu nichtssagend vor sich hin. Es gibt sie zwar, die Gitarrenmelodien, allerdings bleiben sie zumeist im Hintergrund. Ohne fühlbare Entwicklung bleiben so auch nur wenige Songs im Ohr hängen. Da Ausnahmen bekanntlich die Regel bestätigen, sei als Höhepunkte auf die Songs wie "In Charnel Dreams" oder "Unto the Undead Temple" hingewiesen. Und wenn Hoath in "Snares of Impurity" erklärt: "All hope is lost!", läuft es einem kalt über den Rücken. Jedoch wird das Album dann in der zweiten Hälfte schwächer.
(Autor: Thomas B.)
Fazit:
SARGEIST schaffen es nicht, an ihre früheren Meisterwerke anzuknüpfen. Mit der raueren Produktion kann man ohne weiteres leben, aber oftmals fehlt eine Entwicklung in den Songs. All dem Chaos hätte zwischenzeitlich etwas mehr Ordnung nicht schlecht getan. Eingängige Gitarrenparts, die sonst so bezeichnend für SARGEISTs Musik waren, muss man diesmal mühsam suchen. Die Höhepunkte sind einfach zu rar gesät. SARGEIST erschaffen zwar ein Album voller Aggressivität und Kälte, jedoch können sie keine wirkliche Innovation hereinbringen und so ist "Feeding the Crawling Shadows" leider nicht viel mehr als ein gutes Standard Black Metal Album.

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Cover

Trackliste


01. Feeding the Crawling Shadows
02. In Charnel Darkness
03. Unto the Undead Temple
04. Snares of Impurity
05. Return of the Rats
06. The Unspoken Ones
07. The Shunned Angel
08. Inside the Demon's Maze
09. Kingdom Below
10. Funerary Descent

Künstler


Shatraug - Guitars
Horns - Drums
Hoath Torog - Vocals
Vainaya - Bass

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