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Geschrieben: 30. September. 2011CD Review

Of the Wand and the Moon

The Lone Descent

Bewertung ( 7 von 10 ):

0123456012

Genre:

Neofolk

Spieldauer:

59:52

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Dänemark

Release

2011

Link


Ich wurde sehr nervös als ich hörte, dass die neue OF THE WAND AND THE MOON Scheibe endlich rauskommen soll und hatte mich sofort für ein Review zur Verfügung gestellt. Die ersten Alben (vor allem den genialen Erstling "Nighttime Nightrhymes") höre ich heute noch gerne, sind Sie doch zu dem Bestem zu zählen was der Neofolk Bereich zu bieten hat. Mit dem Slogan "No more happy songs" wird dieses Album vom Label TESCO beworben und das klingt genau nach den bittersüßen Tönen, die ich auf dem Vorgänger "Sonnenheim" etwas vermisst hatte.

OTWATM-Mastermind Kim Larsen ist bekannt dafür neues zu versuchen und immer frischen Wind in seine Alben zu bringen. Löblich, Mutig aber leider nicht immer gut wie ich hier feststellen musste. Der Opener "Sunspot" ließ mich dann auch schon gleich mit einer Maulsperre zurück. Klingt für mich eher nach "more happy songs" da das Tempo für einen OTWATM Song schon ziemlich schnell ist und die ganze Grundstimmung eher positiv, entspannt rüberkommt. Weiter geht's mit der Singleauskopplung "Absence", das in meinen Ohren das belangloseste und austauschbarste Stück Musik ist, welches OTWATM jemals herausgebracht haben.
Track Nummer Zwei ist leider total langweilig, eintönig und einschläfernd. Besser wird's dann ab Track Drei bei dem Kim etwas 80er Jahre Pop und Dark Wave einbindet. "A Pyre of Black Sunflowers" wird mittig schön mit Violinen ausgestattet um am Ende noch etwas in Richtung Ambient abzudriften. Nummer Vier "Tear it Apart" ist ein typisches, schönes, von einer Akustikgitarre getragenes OTWATM Stück. Das nächste Lied "We are Dust" hat wieder diese "Kumbaya" Attitüde mit der ich auf einem Kim Larsen Album nie gerechnet hätte und auch nichts anfangen kann. "A Tomb of Seasoned Dye" klingt auch wieder neu ist allerdings nicht so langweilig und belanglos wie "Abscene" und wartet ab dem Mittelteil mit einer wunderschönen Melodie auf. "Is It Out Of Our Hands?" ist schließlich wieder einer der "alten" OTWATM Songs. Sehr schwermütig von einem Cello getragen, wird dieser fast 6-minütige Song an alte Zeiten erinnern. "Watch The Skyline On Fire" ist genau wie "Immer Vorwärts" einer dieser "neuen" Songs, allerdings wissen auch diese beiden Tracks durch Atmosphäre und schönen Melodien zu gefallen.
Titeltrack "The Lone Descent" geht erneut in Richtung "Abscene", ist aber glücklicherweise einfach etwas mehr OTWATM. Der Abschließende Song "A Song For Deaf Ears In Empty Cathedrals" ist schließlich eine Mischung aus alten und neuen OF THE WAND AND THE MOON und lässt künftig auf ein besseres Gesamtwerk hoffen.

Ich kann nicht sagen dass ich enttäuscht von dem Album bin, ich kann aber sagen dass Kim Larsen hier in Gefilde vorstößt, die ich Ihm nicht zugetraut hätte und die auch nicht zu OTWATM passen. Für viele wird das hier einen Schritt vorwärts darstellen und sie werden auch dieses Album abfeiern, aber ich muss gestehen dass ich dieses Album "nur" gut finde und dass "The Lone Descent" leider nicht nur Höhen, sondern auch unverzeihliche Tiefen besitzt.
Zur Produktion, Layout oder zum Spielerischen muss man wie immer bei OTWATM kein Wort verlieren und wenn doch, dann würde es das Wort "erstklassig" am ehesten treffen.

Anspieltipps: "A Pyre of Black Sunflowers" und "A Tomb of Seasoned Dye". (Autor: Sascha S.)
Fazit:
Dieses Album wird definitiv die Fangemeinde spalten. Wer allerdings mit dem alten OTWATM Sound etwas anfangen konnte und die Auskopplung "Abscene" gut findet, MUSS dieses Album kaufen. Ich allerdings gehöre eher zu den Abtrünnigen... SCHADE.

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Cover

Trackliste


01. Sunspot
02. Absence
03. A Pyre Of Black Sunflowers
04. Tear It Apart
05. We Are Dust
06. A Tomb Of Seasoned Dye
07. Is It Out Of Our Hands?
08. Watch The Skyline Catch Fire
09. The Lone Descent
10. Immer Vorwärts
11. A Song For Deaf Ears In Empty Cathedrals

Künstler


Kim Larsen - Vocals, Guitar, Keyboard

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