Rezension
Mechanize ist das heiß erwartete neue Album von Fear Factory. Das aktuelle Line-up besteht aus den Gründungsmitgliedern Burton C. Bell (Volcals) und Dino Cazares (Guitar), die sich mit Gene Hoglan (Drums) und Byron Stroud (Bass, seit 2004) wieder für die neue Scheibe zusammengefunden haben.
Olde Wolbers und Raymond Herrera, die verbleibenden Mitglieder aus der Stammbesetzung, sind unterdessen in der Combo Arkaea tätig.
Die letzte Scheibe Transgression, welche von Produzent Toby Wright (u.a. Soulfly, Korn, Alice in Chains) stark beeinflusst war (erstmal mit Coversongs von U2 und Killing Joke), stiess in Sachen Sound und Aggressivität vielen alten Fear Factory Fans eher vor den Kopf. Für das neue Album wurde abermals Produzent und Keyboarder Rhys Fulber mit ins Boot genommen.
Kann Mechanize also an die großen FF Scheiben aus den 90´ern (Soul of a New Machine, Demanufactor oder Obsolete) anknüpfen?
Die Antwort ist Jein... Auf der einen Seite stimmt der alte FF Style und die dazugehörige Power. Auf der anderen Seite ist dieses Album abermals ein wenig beschränkt was die Vielfalt und den Sound angeht.
Der erste Song könnte wirklich direkt von Demanufacture genommen sein, Intro und Sound erinnern sehr an die alten Kracher. Danach schiebt Gene Hoglan die FF Maschine weit nach vorne, seine modernen Drumkünste lockern den gewohnten FF Sound kräftig auf. Burton C. Bell versetzt einen mit seinem markanten Geschrei sofort nach 1995. Der Chorus „pumpt“ nur so vor Energie. Bell mischt erneut gekonnt seinen cleanen Gesang unter die Songs, aber lange nicht mehr so häufig wie auf Transgression.
Ein weiterer Anspieltipp ist „Powershifter“. Vor allem Hoglan treibt mit seinem Double-Bass-Teppich das Lied zu einem echten Fear Factory Song. Die gut eingesetzten Samples geben der Musik noch etwas mehr Tiefe.
Fazit
Das Konzept geht fast auf. Mechanize funktioniert, wäre in den 90´ern wahrscheinlich sogar noch besser angekommen. Man könnte dem Album nun vorwerfen es leide an mangelnder Abwechslung. Metalheads aus den 90´ern werden es aber als mehr als willkommen heissen! Wir schauen mit Freude auf die bevorstehende Tour. Hoffen wir das die Fear Herren (...) immer noch die 'Power and Aggression' auf das Volk übertragen können!
(Autor: Marc S., Datum: 06.02.2010 12:51 Uhr)