Rezension
Hui, hab ich da was verpaßt? MERAUDER (die laut Sänger Jorge selbsternannten '... METALCORE KINGS AND CREATORS' [was sie leider nicht sind. zumindest 'kings' nicht...]) hätte ich ja im Leben nicht mehr wiedererkannt. Und das meine ich durchaus positiv.
Ziemlich dicker GrooceCore, NY-style. Schein ich mich noch zu entsinnen daß das CM-Debüt 'Master Killer' '96 leichte Body Count Schlagseite hatte, so könnte man den Rüpel-Haufen heute locker mal mit Hatebreed oder Bury Your Dead auf Tour schicken.
Die aktuelle Scheibe (dem '96er -Release folgte eine Onkelz-SupportTour und mir gänzlich entgangen 2 weitere Cds '99 und 2003!) ist eine fett produzierte moderne HardCore-Walze ohne Schnörkel. Aber leider auch ohne Überraschungen. Und hier, wie bei vielen Releases in vielen Genres, liegt das Problem: im CD-Wechsler mit Artverwandtem auf Shuffle gestellt sticht die Platte nicht raus und hat wenig Wiedererkennungswert oder gar Eigenes. Die Grooves kennt man, die Riffs sind bekannt, das Gebrüll ist NYHC-Standard... eigentlich ist in dem Genre eh seit Jahren alles gesagt. Aber egal, die Scheibe macht Spaß & gibt ne gute Autofahrt-Hintergrund-Beschallung ab.
Fazit
Freunde von knackiger Tough-Guy Musik aus dem Staate NY können bedenkenlos zugreifen und sogar Fans der neueren Lamb Of God sollten mal ein Ohr riskieren. Nicht die überzeugenste Platte aus dem Genre dieses Jahr aber eine verdammt authentische.
(Autor: Andreas L., Datum: 22.01.2010 17:45 Uhr)