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Geschrieben: 04. Januar. 2013CD Review

Geraniüm

Geraniüm

Bewertung ( 9 von 10 ):

0123456780

Genre:

Hardcore / Crust / Punk

Spieldauer:

30:42

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Frankreich

Release

23.02.2012

Link


Nein liebe Leute, wir sind hier nicht bei Botanisten.tm und es geht hier auch nicht um eine gewisse Pflanzengattung, wie die hier besprochene französische Band auf ihrer Bandcamp Seite eindeutig klarstellt.
Die Franzosen sind mir schon ein Völkchen. Ich meine was soll das? Wollen die mich arm machen? Erst die tollen Black Metal Bands, dann schöner Shoegaze, Prog und Gothic Metal und nun verlässt das Erstlingswerk dieser jungen, aufstrebenden Crust Band, welches ich mir blind aus einer Laune heraus kaufte, seit einem halben Jahr nicht mehr meinen Plattenspieler.

Die vier Jungs gehen herrlich unbekümmert zur Sache und bolzen ordentlich drauf los. Teilweise erinnert man dabei stark an die deutschen Crust Superstars von ALPINIST. So wechseln sich während der fetten Riffs und den Trommelattacken tiefe Shouts mit hohen Screams ab.
Auch wenn Titel wie "Fashion Fuck Off" oder "I've Got A Bigger Than Yours (Even If I Got Tities)" durchaus lustig anmuten, ist die musikalische Ausrichtung durchgehend ernster Natur. Auf unpassendes Rumgeblödel wird also verzichtet und sich eher politischen Themen gewidmet, was in diesem Genre ja nicht gerade unüblich ist.
Wirklich großartig wird die Scheibe dann, wenn die Franzosen ihr Gespür für epische Momente beweisen. So zum Beispiel beim Opener "Homostasis" oder dem sieben minütigen "And This Strange Sensation Of Being Nowhere At Home" in denen man mit ruhigen Versatzstücken eine tolle Atmosphäre aufbaut, die von der teilweisen Raserei nicht zerstört, sondern noch zusätzlich gestützt wird.

Wie auch so viele andere Bands des Genre, verschreiben sich die Jungs dem DIY, was bedeutet, dass man mit der Musik nur soviel verdienen will wie man auch dafür ausgibt. Daher gibt es die LP im schicken Gatefold und mit schön gestaltetem, großen Booklet für schlappe 10€ zu haben. Wem das auch noch zu viel sein sollte, kann sich das Album aber auch gratis auf ihrer Blogspot Seite (leicht über google zu finden) herunterladen und sich vorab selbst ein Bild der Qualität des Albums machen.
Ich persönlich kann es jedem nur ans Herz legen. (Autor: Kevin G.)
Fazit:
GERANIÜM nehmen auf ihrem hiesigen Debut keine Rücksicht auf Verluste und ballern uns eines der Crust Highlights des Jahres vor den Latz. Ein dreckiger Sound, fette Riffs und eine fesselnde Atmosphäre, alles was man sich wünscht ist vorhanden und somit kann ich dieses Album jedem Lärmliebhaber wärmstens empfehlen.

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Cover

Trackliste


1. Homeostasis
2. Condoning the leak
3. No second chance
4. Ils arriveront dans un murmure puis disparaitront dans le brouillard et la terre
5. I've got a bigger than yours (even if i got tities)
6. Les cathedrales du vide
7. And this strange sensation of being nowhere at home
8. Fashion fuck off

Künstler


Simon
Tristan
Nico
Fab.

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