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Geschrieben: 28. Dezember. 2003CD Review

Exposed Guts

Exposed Guts

Bewertung :

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Genre:

Death Metal

Spieldauer:

32:00

Label:

Keine Angabe

Vetrieb

Land

Fahne Keine Angabe

Release

2004

Link


Okay, da wir ja in erster Linie ein Forum sind, welches sich mit der Krach- und Radauszene in NRW befaßt, wollen wir an dieser Stelle mal das Debut einer entsprechend ortsansässigen Band aus Hamm unter die Lupe nehmen: Exposed Guts` "The way of all flesh"!

Irgendwie sagte mir der Name auch schon vor dem Erwerb dieses Silberlinges etwas. Also mal kurz die alkoholisierten grauen Zellen wachgerüttelt und die eigene CD-Sammlung durchstöbert und...Bingo!
Razorback Records aus den USA brachten 1999 die "A hog wild tale of terror"-Compilation raus, auf der sich neben allerlei anderen Vertretern des wahnwitzigen Geballers auch eben Exposed Guts mit einem Song ("Rip it from the mothers cunt") Gehör verschaffen durften. Leider ist dies bisher das einzige, was ich von der Truppe zu hören bekommen habe. Weiteres Demo-Material kenne ich dummerweise nicht.

Trotzdem war die Überraschung beim Songvergleich doch recht groß. Ist das dieselbe Band?

Würde ich den o.g. Compi-Beitrag schon aufgrund des abgefahrenen Gesanges eher in die Grind-Ecke einsortieren, präsentieren Exposed Guts auf ihrem Debutalbum hier lupenreinen klassischen Death Metal leicht amerikanischer Prägung mit Frühneunzigertouch (natürlich im modernen Soundgewand). Hätte mich jetzt echt nicht gewundert auf der CD anstatt des Releasejahres 2003 eher 1993 und als Heimat der Band die US of A anstatt Germany zu lesen.

Ich möchte Euch jetzt auch nicht mit den üblichen Vergleichen wie Cannibal Corpse, Death, Massacre, Vader (okay, die kommen aus Polen), Monstrosity, usw. nerven. Denn erstens ist das dämlich weil abgedroschen und zweitens sagt das mittlerweile auch kaum mehr was aus da heutzutage solche Einflüsse bei aller Todesbleicombos zu finden sind.

Generell postiv fällt an dieser Scheibe hier auf, dass man nicht versucht mittels stumpfsinnigem ICE-Geholze das Wort "Brutalität" neu zu definieren sondern lieber auf Abwechslung, einprägsame Riffs, variables Tempo (so mancher Midtempo-Part animiert zu gefällig rhythmischem Kopfnicken) und ... man höre und staune: Melodien setzt! Diese werden aber auch nicht allzu oft und wenn, dann zweckdienlich eingesetzt und tragen positiv zum Wiedererkennungswert des jeweiligen Songs bei.
überhaupt gefällt mir die Gitarrenarbeit hier verdammt gut (im 9. Song ist die Verneigung vor den Göttern Death meiner Meinung nach offensichtlich!).
Man merkt dem Silberling an, daß hier das Songwriting an sich im Vordergrund steht und die Jungs bestrebt waren nicht mal eben einfach ne brutale (aber identitätslose) Scheibe aufzunehmen.

Der Sound ist auch schön fett und der bei diesen Aufnahmen verwendete Drumcomputer fällt im Gegensatz zu so manchen Aufnahmen anderer Bands aus dem Death/Grindsektor die mit"maschineller Unterstützung" arbeiten - nicht negativ auf. Außerdem ist so was spätestens seit Mortician ja eh gesellschaftsfähig.
Und da man im Booklet für zukünftige Aufnahmen auch schon einen Drummer aus Fleisch und Blut benennt will ich jetzt auch kein Gemecker hören. Basta!

Ach ja, das Cover hat Luisma gepinselt, der auch schon für die genialen Zeichnungen bei seiner Band Haemorrhage sorgt (Dr. Obnoxious rulez!).

Abschließend kann ich sagen: wer den deutschen Death Metal Underground unterstützen will, macht hierbei nix falsch und sollte zuschlagen. Holt er sich mit "The way of all flesh" doch ein geiles, abwechslungsreiches und brutales gut produziertes Album einer sympathischen Band ins heimische CD-Regal.
Over and Out!
(Autor: Marc P.)
Fazit:

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Cover

Trackliste




Künstler


Markus Lempsch - guitar/vox
Philip Akoto - bass/vox
Michael Schulz- drums
Mike Aydin - guitar

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