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Geschrieben: 18. November. 2012CD Review

Rattenfänger

Epistolae Obscurorum Virorum

Bewertung ( 8 von 10 ):

0123456701

Genre:

Death Metal

Spieldauer:

41:56

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Ukraine

Release

16.11.2012

Link


Eines gleich vorweg: RATTENFÄNGER ist keine Folk-Metal Band aus Hameln, sondern ein Old-School-Death-Metal Brett aus Kharkiv (Ukraine). Lediglich der Bandname ist von der populären Geschichte abgeleitet. Das Örtchen Kharkiv ist dem Einen oder Anderen bestimmt ein Begriff, denn auch das ukrainische Metal-Aushängeschild DRUDKH kommt aus diesem Städtchen. Zufall? Ganz und Gar nicht, denn hinter RATTENFÄNGER verbergen sich Musiker von eben DRUDKH, OLD SILVER KEY, BLOOD OF KINGU, DARK AGES und wie sie sonst noch alle heißen...
Musikalisch geht es bei RATTENFÄNGER aber doch etwas anders zu, denn hier gibt es Death Metal mit nur ganz leichten Black Metal-Einschüben. Ich würde sagen 90% CELTIC FROST treffen auf 10% DRUDKH, oder so ähnlich. Die Kompositionen sind insgesamt eigentlich ziemlich simpel ausgefallen, knallen aber dafür umso mehr! Eingeleitet wird die Scheibe durch ein wirklich stimmungsvolles, gespenstisches Intro, um danach einfach sämtliche Nacken zu brechen. "Nunc Scio Tenebris Lux" z.B. fängt im leichten WINTER- bzw. ASPHYX-Stil an und wandelt sich dann zu einer Nummer, die auch CELTIC FROST Mitte der 80er hätten schreiben können. Die ganze Aura, die diese Scheibe besitzt ist wunderschön düster und morbide, dazu knurrige Melodien und ein Sänger, der wirklich seines gleichen sucht. Auch die Produktion, die von den Jungs selbst übernommen wurde, passt astrein zum Gesamteindruck und rundet dieses Machwerk schön ab. Geile Scheibe, die hörbar mit sehr viel Spaß eingespielt wurde. Nicht nur für Death Metal-Fans empfehlenswert.

Anspieltipps: "Nunc Scio Tenebris Lux", weil es die Kraft und die Atmosphäre am Besten zeigt, "Deest Remedii Locus, Ubi, Quae Vitia Fuerunt, Mores Fiunt", weil es mit ansprechendem Film-Monolog untermalt und mit einem wunderbaren Blastpart versehen ist und "Allegoria De Gula Et Luxuria", weil es einfach jedem die Rübe abschraubt. (Autor: Sascha S.)
Fazit:
Eine wirklich gelungene Old School Death Scheibe von Musikern, denen man so etwas eigentlich eher nicht zugetraut hätte. Für Fans vom alten ursprünglichen Death Metal ein Leckerbissen, aber auch DRUDKH Anhänger sollten hier mal ein Ohr riskieren, denn ihre Helden können nicht nur Black Metal, das stellen sie hier wirklich eindrucksvoll unter Beweis.

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Cover

Trackliste


1. Coelo Affixus Sed Terris Omnibus Sparsus (Intro)
2. Grimorium Verum
3. Victa Lacet Virtus
4. Nunc Scio Tenebris Lux
5. Allegoria De Gula Et Luxuria
6. Clausae Patent
7. Deest Remedii Locus, Ubi, Quae Vitia Fuerunt, Mores Fiunt
8. Regno, Regnavi, Regnabo

Künstler


Thurios - Guitars
Krechet - Bass
Vlad - Drums, Keyboards
Roman - Guitars, Vocals

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