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Geschrieben: 21. Februar. 2012CD Review

Drudkh

Eternal Turn of the Wheel

Bewertung ( 8 von 10 ):

0123456701

Genre:

Black Metal

Spieldauer:

37:14

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Ukraine

Release

24.02.2012

Link


Schon zwei Jahre ist es her, dass uns die Ukrainer von DRUDKH mit ihrem recht zwiespältigen Werk "Handful of Stars" mit einigen Neuerungen im bandeigenen Sound überraschten. Böse Zungen behaupten, es werde sich dem Post Black Metal Trend angepasst und dass es einfach nicht mehr die gleiche Band sei. Teilweise kann ich diese Aussagen verstehen, ist doch auch die Produktion arg trocken ausgefallen. Nichts desto Trotz ist es durchaus ein gutes Album, welches ich auch heute noch gern ab und zu höre.

Nun hieß es vor einigen Monaten, es werde sich zurück auf die Anfangstage besonnen und wo bei anderen Künstlern solche Aussagen nur hohle Phrasen darstellen, kann man bei DRUDKH sagen, dass sie ihre "Versprechen" zu halten wissen.

So stellt bereits der erste Song "Eternal Circle" ein DRUDKH typisches Intro dar. Der Wind rauscht bedrohlich durchs wilde Geäst, bevor mit dem ersten richtigem Track "Breath of cold, black soil" ein tosender Sturm losbricht. Die Drums preschen nach vorn, Thurios brüllt sich die Seele aus dem Leib und dunkle Wolken durchziehen das heimische Wohnzimmer. Es wirkt so, als wolle sich die Band mit einem wuchtigen Schlag von den Altlasten, der letzten Werke befreien. Dies gelingt ihnen auch wirklich gut und somit fühle ich mich eins ums andere mal stark an die "Swan Road" oder auch an "Autumn Aurora" erinnert. Auch die midtempo Parts die DRUDKH's Songs immer auf ein besonders atmosphärisches Level hoben sind mit dabei. Allerdings muss ich hier auch schon den größten Kritikpunkt anbringen, denn die Band verlässt sich auf dem neusten Output ein wenig zu sehr auf nach vorn peitschende Blast Beats, was die Drums teilweise ein wenig zu eintönig und die Songs recht ähnlich erscheinen lässt. Allerdings sind die zwar simpel erzeugten aber dennoch bombastischen Soundwände schon durchaus Gänsehaut würdig.

Abwechslung ist hier auf jeden Fall rarer gesät als auf ihren anderen Veröffentlichungen. Wenn man allerdings aufmerksam zuhört, entdeckt man hier und da ein paar nette Einsprengsel. So zum Beispiel auch beim Ende des zweiten Songs "When Gods leave their Emerald Halls" bei dem die Band für eine Minute lang nochmal "A Handful of Stars" rezitiert, bevor das Lied ein rasendes Ende findet.

Der Albumtitel kommt übrigens nicht von ungefähr. Denn "Eternal Turn of The Wheel" war ein superber Song des ersten DRUDKH Releases namens "Forgotten Legends" und somit steht schon der Name, symbolisch für die musikalische Rückbesinnung auf die alten Glanztaten. Glücklicher Weise verunglimpfen sie diesen nicht, nur fehlt mir großteils dann doch die ergreifende, emotionale Tiefe und die DRUDKH'sche Epik, welche die Frühwerke zu etwas Besonderem machten.

Trotzdem ist zu sagen, dass es sich hierbei, trotz der Kritikpunkte, um das beste DRUDKH Album seit der 2006 erschienenen "Blood in our Wells" handelt. Jedoch ohne, dass es "Eternal turn of the Wheel" jemals schafft an die Klasse des genannten Meisterwerkes heran zureichen. (Autor: Kevin G.)
Fazit:
Mit ein paar wenigen Abstrichen gelingt den Ukrainern die Rückbesinnung auf alte Großtaten. Fans der Band und Freunde von atmosphärischem Black Metal können mit "Eternal Turn of the Wheel" nichts falsch machen. Also lasst euch einmal mehr in dunklen ukrainische Wälder entführen und zieht euch warm an, denn es wird ziemlich kalt!

Kommentare

21.02.2012 18:43 Uhr Norrøn
An "Forgotten Legends" können sie nicht rankommen, ich jedoch fand' bisher jedes ihrer Album spitze, auch die letzte. Mir gefällt "Eternal Turn of the Wheel" dennoch besser. Kann gerne so weitergehen, die Produktion ist richtig aggressiv und bringt die Melodien sehr gut rüber.
 
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Cover

Trackliste


1. Eternal Circle
2. Breath of Cold Black Soil
3. When Gods Leave Their Emerald Halls
4. Farewell to Autumn's Sorrowful Birds
5. Night Woven of Snow, Winds and Grey-Haired Stars

Künstler


Krechet - Bass, Keyboards
Vlad - Drums, Keyboards
Roman Saenko - Guitars, Bass
Thurios - Vocals, Keyboards

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