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Geschrieben: 24. November. 2010CD Review

Debt Of Nature

Crush Kill And Burn

Bewertung ( 7 von 10 ):

0123456012

Genre:

Death Metal

Spieldauer:

46:01

Label:

Vetrieb

7us

Land

Fahne Deutschland

Release

12.07.2010

Link


Hört man heutzutage das Schlagwort "Death Metal amerikanischer Prägung", so denkt man gerne an hochtechnologisierte wie vehemente Highspeed-Massaker vom Schlage Hate Eternal, Nile, Origin, Braindrill und Konsorten. Oft wird vergessen, dass dort draussen einmal nicht die hochgradige Poliertheit, nicht die Jagd nach dem fiesesten Fingerbrecher-Riff oder dem schnellsten Blastbeat geherrscht hat, sondern einfach nur ehrliche, bisweilen auch stumpfe Musik tief aus der Gruft. Death Metal eben. Und genau das machen auch DEBT OF NATURE und laden sich und ihrer Musik eine wohltuende Schicht 90er Jahre-Staub auf. Während viele old-school-beeinflusste Bands gerne nach Schweden schielen, servieren uns die sympathischen Düsseldorfer auf "Crush, Kill And Burn" eine Schlachtplatte alter Hausmannskost amerikanischer Prägung und wecken damit wohlige Erinnerungen an alte Suffocation, Cannibal Corpse und Monstrosity. Wie die Älteren unter uns gerne betonen: Früher war alles besser.

Leider würde das Intro des Scheibchens mit seinen ruhigen Piano- und Streicherklängen eher zu einer schwülstigen Gothic-Band passen und schreckt zumindest mich eher ab, zumal es nicht wirklich auf das folgende "Masturbator Generator" einstimmen kann. Aber vergessen wir das mal schleunigst, denn nun gibt es noch ordentlich auf die Mütze. Technisches, aber nicht zu frickliges Riffing, kleine Blasteruptionen, thrashige Ausbrüche und leckeres Gekotze, teils gar aus weiblicher Kehle. Da stört es nicht, dass man von Originalität nicht gerade überschwemmt wird, das Drumset ganz gerne mal etwas poltert, vor allem dank des für meinen Geschmack wirklich unterirdischen Snaresounds, und so manche Songtitel ein wenig panne klingen (z.B. "Insalata Tarantula", "Masturbator Generator" - schade dass die Lyrics mir nicht vorliegen).

Neben viel Uptempo und Gemetzel können DEBT OF NATURE auch mal nen beschwingten Groove oder wie in "Eisenfresser" auch mal ein schön schleppendes Doom-Riff vom Stapel lassen. An Abwechslung mangelt es also zu keiner Zeit, was ein dickes Plus darstellt. Für Oldschool-freunde, denen der Death Metal heutzutage oftmals zu steril und gewollt überbrutal daherkommt stellt "Crush, Kill And Burn" ein gelungenes Fressen dar und sollte mal ein, zwei Ohren riskieren. (Autor: Markus Z.)
Fazit:
Guter, ehrlicher Death Metal mit starkem 90er Vibe der gut rockt und schön abwechslungreich daherkommt, sowie auch ordentlich produziert wurde (von Meister Andy Classen im Stage One-Studio veredelt). Würde nur der Snare-Sound nicht so arg tonnig-schepperig klingen...

Kommentare

26.11.2010 16:46 Uhr Norrøn
Classen ist Meister des Plastik-Sounds, das wars aber auch schon irgendwie. Man muss nur einen Song kurz hören, und weiß sofort, dass der Typ da wieder seine Pfuschgriffel im Spiel hatte. Belphegor, Legion of the Damned, und und und. Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, ich habe jedenfalls bei so einem Sound keinen Bock auf 'ne Platte, das wird nach kurzer Zeit einfach sehr nervtötend, diese unnatürliche Geklacker.
 
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Cover

Trackliste


01. Intro ( Debt Of Nature Reprise)
02. Masturbator Generator
03. Crush Kill and Burn
04. Like Breeding Rats
05. Insalata Tarantula
06. Eisenfresser
07. Why I Hate
08. Nightmare of the Fashion Whore
09. Blackguard
10. Caterpillar Walk
11. Demise of Dementia
12. Peeping Tom

Künstler


Masae Dausend - Vocals
Simon Lukassek - Guitar
Marc Göhring - Vocals
Marcus Italiani - Guitar, Backing Vocals
Stavro Kamari - Bass, Vocals
Kevin Siepmann - Drums

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