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Geschrieben: 07. Mai. 2012CD Review

Anathema

Weather Systems

Bewertung ( 8 von 10 ):

0123456701

Genre:

Progressive Rock

Spieldauer:

55:45

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Grossbritannien

Release

20.04.2012

Link


2012 scheint das Jahr der ehemals drei großen Bands des britischen Doom Metals zu werden. So haben MY DYING BRIDE bereits ein neues Album angekündigt und PARADISE LOST und ANATHEMA veröffentlichten zielgenau am gleichen Tag ihre neuen Werke.
Wer ANATHEMA kennt, weiß sicherlich, dass man sich im Laufe der Karriere deutlich vom alten Sound entfernt hat. Das macht die Musik natürlich umso interessanter. So haben sich die Cavanagh Brüder und ihre Truppe auch diesmal nicht lumpen lassen und einen abwechslungsreichen Longplayer produziert. Hörer die mit dem letzten Output "We Are Here Because We Are Here", aufgrund der etwas schwächeren Songs und dem recht hohen Kitschfaktor nicht allzu viel anfangen konnten, dürfen aufatmen, denn "Weather Systems" verbindet all die Elemente die eine gute ANATHEMA Scheibe kennzeichnen.

Schon im ersten Song entfaltet sich diese luftig leichte aber dennoch fesselnde Atmosphäre, die Alben wie "Judgement" oder "A Fine Day to Exit" ausmachte. Natürlich ist die Grundstimmung der neuen Platte wieder positiver ausgefallen als es bei den Klassikern der Fall war. So lassen ANATHEMA den Hörer wieder durch die Wolken schweben, ohne diesmal allzu kitschig zu Werke zu gehen. Der Flug zum gleißenden Sonnenlicht wird dabei das ein ums andere Mal durch einige unschöne Sturmböen unterbrochen, die den Hörer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren lassen. Getragen von wundervollen Melodiebögen unterstreichen die gefühlvoll weiche Stimme Vincent Cavanaghs und die zerbrechlichen Klänge Lee Smiths die emotionale Tiefe der Songs noch einmal zusätzlich.

Dabei ist auffällig, dass die Briten dieses Mal noch eine ganze Spur epischer zu Werke gehen als sie es zuletzt taten. Vor allem der Opener "Untouchable Part 1" und die beiden letzten Songs "The Lost Child" und "Internal Landscapes" entfalten eine bombastisch schöne Atmosphäre die mich teilweise an die Franzosen von ALCEST oder auch die amerikanischen Post Rocker MOVING MOUNTAINS denken lässt.
Natürlich gibt es hier und da wieder ein wenig Kitsch zu bestaunen aber wenn man mal ehrlich ist wären ANATHEMA ohne diesen auch nicht mehr die Selben.

Mit "The Calm and the Storm" haben ANATHEMA auch wieder ein erfolgreiches Experiment am Start, wie man es bereits von "A Natural Desaster" kennen dürfte. Nun, der Song klingt natürlich nicht nach "Closer" aber durch elektronische Klänge entfaltet man hier zunächst ein fast schon Ambient anmutendes, träumerisches Stück welches im zweiten Teil mit herkömmlichen Instrumenten weitergetragen wird und letzten Endes auf epische Art und Weise ausbricht. Sehr schön wie ich finde. (Autor: Kevin G.)
Fazit:
ANATHEMA gelingt es zu alter Stärke zurückzukehren und mit "Weather Systems" allen Skeptikern zu zeigen, dass man noch mit ihnen rechnen muss. Fans die mit dem letzten Output nicht viel anfangen konnten, sollten diesem hier unbedingt Gehör schenken. Es lohnt sich!

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Cover

Trackliste


1. Untouchable, Part 1
2. Untouchable, Part 2
3. The Gathering of the Clouds
4. Lightning Song
5. Sunlight
6. The Storm Before the Calm
7. The Beginning and the End
8. The Lost Child
9. Internal Landscapes

Künstler


Jamie Cavanagh - Bass
Lee Douglas - Vocals (additional)
Danny Cavanagh - Guitars, Vocals, Keyboards
Vincent Cavanagh - Guitars, Vocals
John Douglas - Drums

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