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Geschrieben: 01. September. 2014CD Review

Alestorm

Sunset on the Golden Age

Bewertung ( 3 von 10 ):

0120123456

Genre:

Folk / Power Metal

Spieldauer:

48:41

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Grossbritannien

Release

01.08.2014

Link


Oje oje. Schon im Intro werde ich an "Monkey's Island" erinnert. Diese Midi-Klänge sind derbe Neunziger. "Walk the Plank" glänzt durch unmelodischen Gesang mit einer Stimme die nicht richtig gegen die Musik ankommt. Powermetal mit schlechtem Gesang. Ich denke nicht, dass Piraten so steril klängen, wenn sie Metal machen würden. Die Trompeten fangen spätestens nach dem zweite Refrain an zu nerven, da sie den Sound einfach zerstören.

Krampfhaft versuchen ALESTORM poppige im Ohr-bleibende Melodien à la EQUILIBRIUM zu produzieren. Das beweist auch das Lied "Drink", welches eher an KORPIKLAANII erinnert. Gesanglich wirds hier zwar etwas besser, aber das Lied könnte wirklich von den Methanol-liebenden Finnen stammen. Da die Gitarren fast immer nur simple Akkorde spielen, müssen die Massen an Melodien aus dem Computer für Hooks sorgen. Nicht zu vergessen der besoffene Sängerpirat.

Klischee über Klischee und immer wieder diese Midi-Sounds locken in mir keine besonderen Emotionen hervor. Würde man diese Melodien mit einer handelsüblichen E-Gitarre spielen, würde das die Lieder eventuell sogar noch aufwerten. Inhaltlich gehts ums Trinken und Kämpfen, was der gemeine Pirat eben so den ganzen Tag über macht. Historisch belegt, versucht man im Lied "1741 (The Battle of Cartagena)" etwas intellektuelle Tiefe in das Werk zu stopfen.

Als Anfang der 2000er der Pagan-Hype startete und jeder 08/15 Musiker auf einmal heidnische Musik machen wollte, wurden viele Bands mit einem ähnlich schlechten Output geboren und auf Bühnen beziehungsweise in Musikstudios gelassen. Die Tatsache, dass ALESTORM ebenfalls schon etwas länger dabei sind, stimmt mich noch trauriger.

Das Album taugt meiner Meinung nach nur zum Abspielen auf Partys, wenn alle schon gut vorgetankt und Bock auf ganz simple Schunkelmusik haben. Qualitativ wird hier für den interessierten Musikkonsumenten leider nichts besonderes geboten. (Autor: Benedikt W.)
Fazit:
Ein Album mit hohem Partyfaktor. Wenn man besoffen ist, kann man es vielleicht eher ertragen und grölt die Schunkellyrics mit. ALESTORM bedienen sich bei vielen anderen Bands ohne dem Material selbst eine eigene prägnante Note zu verleihen - außer vielleicht mit den Nervtötenden Midi-Klängen. Ein "Sunset of the Golden Age" des Pop-Pagan-Metal-Hypes.

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Cover

Trackliste


1. Walk the Plank
2. Drink
3. Magnetic North
4. 1741 (The Battle of Cartagena)
5. Mead from Hell
6. Surf Squid Warfare
7. Quest for Ships
8. Wooden Leg!
9. Hangover (Taio Cruz Cover)
10. Sunset on the Golden Age

Künstler


Dani Evans - Guitars
Christopher Bowes - Vocals, Keyboards
Gareth Murdock Bass, Backing Vocals
Peter Alcorn - Drums
Elliot "Windrider" Vernon - Keyboards

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