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Geschrieben: 26. März. 2012CD Review

Zero Degree

Surreal World

Bewertung ( 4 von 10 ):

0123012345

Genre:

Melodic Death Metal

Spieldauer:

50:32

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Deutschland

Release

23.03.2012

Link


ZERO DEGREE machen ihrem Namen alle Ehre und kommen in der Tat rüber wie eine seit den neunziger Jahren auf Eis gelegte Gruppe, deren Sound nach über einem Jahrzehnt wieder aufgetaut wird und sich in einer surrealen Welt wieder findet. Nachdem die skandinavische Szene das Feld im Melodic Death Metal Bereich schon so sehr gepflügt hat, scheint es manchen Bands gar nicht mehr darum zu gehen, sich wenigstens die raren unbearbeiteten Stellen im Acker vorzunehmen. Mehr als Worship auf überschaubarem Niveau wird hier leider nicht betrieben.

Doch alles der Reihe nach: Die sechs Mannen aus Thüringen gibt es erst seit 2006 und sie haben mit einem Demo aus dem Jahre 2007 einen eher typischen Werdegang hinter sich. Massacre Records hat sich ihrer recht früh angenommen und bringt jetzt das untergegangene Debüt von 2010 nochmal auf den Markt; da hat sich das deutsche Label wohl einen Narren an diesem Sextett gefressen. Das Album verläuft nämlich recht unspektakulär nach Schema F und führt uns durch die tausendmal durchlebte Welt der Doppelleads mit eingängigen Melodien, sich nicht überanstrengenden Drums und einem identitätslosen Screamer. Im Grunde etwas, was jede zweite Lokalband heutzutage in kleinen Clubs zelebriert und zumindest den Besuchern bei gutem Bier einen angenehmen Abend beschert. Was hier so groß anders sein soll, wird einem jedoch nicht klar: Glattgebügelte Songs, die alle um die fünf Minuten dauern, wechseln sich hier ab und brauchen schon sehr geneigte Hörer, um diese am Ende auch unterscheiden zu können. Da fehlt mir auch die Muße zu, um irgendwelche Eigenheiten in den unterschiedlichen Tracks hervorzuheben, da ich dabei lügen müsste. Wer auf epische Melodien hofft, der wird ebenfalls enttäuscht, weil nur wenig am Synthesizer gerührt wird, so dass nicht mal mit dieser Art probiert wird Abwechslung reinzubringen. (Autor: Daud B.)
Fazit:
Ein Melodic Death Metal-Rennpferd, welches beim Start leider im Stall geblieben ist und erstmal in Ruhe anschaut, was die Konkurrenz so treibt. Nur um es dann Jahre später nicht unbedingt besser zu machen. Für ausgemachte Liebhaber vielleicht ein nettes Schmankerl für zwischendurch, aber um irgendwas zu reißen, dafür reicht der Gruppe bisher das Gesicht nicht.

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Cover

Trackliste


01. The Door to the Unknown
02. Tomorrow Dies Today
03. Frozen Alive
04. The Storm and the Silence
05. Grapes of Wrath
06. Whispering Age
07. Virus
08. Disease
09. Surreal World
10. Where Angels Die
11. The Fog

Künstler


Thomas - Vocals
Pascal - Guitar
Maik - Guitar
Tobias - Drums
André - Bass
Sebastian - Guitar

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