Geschrieben: 12. Dezember. 2010CD Review
Tankard
Vol(l)ume 14
Bewertung ( 6 von 10 ):
Genre:
Thrash Metal
Spieldauer:
50:22
Label:
Vetrieb
Land

Deutschland
Release
17.12.2010
Link
Thrash Metal, Bier und Frankfurt sind seit 1982 eine Einheit. Seitdem treiben TANKARD ihr Unwesen in der deutschen Metallandschaft, veröffentlichen seitdem nahezu konstant hochprozentiges... äh, hochwertiges, sorry! Wer hätte gedacht, dass "Vol(l)ume 14", welches am 17.12.2010 in den Regalen stehen wird, das 14te Album der bierseligen Truppe um den sichtlich schlanker gewordenen Frontmann Gerre ist? Ich jedenfalls nicht, das Cover besitzt jedenfalls schonmal den typischen TANKARD-Charme, auf Platte geht es sowohl ernst als auch bierernst zu.
Titel wie "Black Plague (BP)" oder "Condemnation" sind durchaus als aktuelle Kritik anzusehen, aber keine Sorge, die typisch-ironischen TANKARD-Nummern sind selbstredend ebenso vorhanden, doch der Reihe nach. Technisch bieten die Frankfurter einiges vom typischen Thrash Song bis hin zur melodischeren Nummer, die auch von IRON MAIDEN oder ähnlichen Heavy Metal Vertretern stammen könnten, auch Gerre hat trotz seines Gewichtsverlust seine charismatische Stimme nicht verloren und ist somit immernoch der etwas andere Thrash Metal Sänger. Ihr werdet es an der Wertung sehen, irgendwo muss hier der Haken sein.
Der ist auch sehr schnell gefunden. Ich bin bei weitem kein Fanatiker von überproduzierten Plastik-Scheiben, wie es z.B. die letzte DESTRUCTION Scheibe war, nein, die jüngsten TANKARD-Produktionen von Andy Classen waren ebenfalls, besch...eiden. "Vol(l)ume 14" fehlt es einfach völlig an Druck, die Gitarren klingen dünn, der Bass ist kaum vernehmbar, das Schlagzeug klingt trocken und ohne jeglichen Dampf. Das ist verdammt schade, Songs wie "Time Warp" oder "Rules For Fools" könnten mit einem Bombensound deutlich mehr reißen, als zunächst scheint. Von der Produktion abgesehen sind nämlich wie gesagt so manche Kracher auf dem Album vertreten, hier darf man durchaus das amüsante "Fat Snatchers (The Hippo Effect)" als Beispiel anführen, welches zunächst lässig grooved und dann an Geschwindigkeit zulegt. Ebenfalls gut ist das temporeiche "Somewhere in Nowhere" (man lese sich den Text dazu durch, einfach grandios), stets dabei an alte Werke erinnernd. TANKARD zeigen sich im Gegensatz dazu aber auch erneut erwachsener, die bereits erwähnten "Black Plague (BP)" und "Condemnation" zeigen sehr deutlich, dass die Jungs auch zu aktuellen Missständen etwas zu sagen haben. Ein richtiges Highlight ist mit "Brain Piercing öf Death" vertreten, in dem nur der Text noch bescheuerter als der Titel selbst ist. Rockig und melodisch ist's dennoch, der Refrain ist sicherlich eines der kommenden Live-Highlights. Zu "Beck's in the City" sag ich einfach mal garnix, hehe, ich kann die Plürre einfach nich' ausstehen! Mit "Weekend Warriors" und "The Agency" habe ich hingegen so meine Probleme, auch diverse bessere Songs nutzen sich zügig ab, 50 Minuten Spielzeit sind für ein derartiges Werk zu lang.
(Autor: Pascal S.)