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Geschrieben: 05. März. 2004CD Review

Mayhem

Chimera

Bewertung :

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Genre:

Black Metal

Spieldauer:

44:51

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Norwegen

Release

2004

Link


Nun, ausserordentlich begeistert war ich ja ursprünglich nicht, als mir die Ehre zuteil wurde, eine Promo von MAYHEMs neuem Auswurf "Chimera" ergattern zu dürfen, zu lebendig waren und sind immernoch die Erinnerungen an das "Grand Declaration Of War" Debakel, mit dem ich bis heute so gut wie nichts anfangen kann, mal abgesehen von den ersten zwei, drei Songs vielleicht. Das nervige Gesülze und die überflüssigen Elektro-Spielereien verdarben einem gehörig den Magen, von daher machte ich lieber einen großen Bogen um MAYHEM...

...Bis zum heutigen Tag jedenfalls, denn soviel vorweg: "Chimera" ist ein absoluter Hammer geworden! Wer denkt, dass jetzt ein zweites "De Mysteriis Dom Sathanas" erscheinen wird und auch nur ein Solches akzeptiert, der sollte jetzt aufhören zu lesen und sich besser dem grottigen Nattefrost-Album zuwenden. Jeder Freund hoch anspruchsvollen, eigenständigen und richtig fies kalten, modernen Black- / Death Metals sollte hingegen die Lauscher aufsperren und hören, was ich zu berichten habe.

Los geht es mit "Whore" einem fies monotonen Blaster, der immer wieder einige Akzente in den Gitarren und einigen verrückten Breaks setzen kann, versehen mit dem krächzigen Gesang von Maniac, der zum Glück nicht mehr so quäkig klingt wie noch auf "Wolfs Lair Abyss" sondern hin und wieder gar leicht thrashig wirkt. Auffallend ist die überaus fette, klare und druckvolle Produktion, die endlich auch einmal Hellhammers wahnwitziges Drumming in einem guten Licht dastehen lässt. Für Puristen wahrscheinlich ein Greuel, aber für Musikliebhaber ein Genuss, da alles hervorragend vernehmbar ist. Selbst für einige Dynamik-Effekte hat man gesorgt, was mir in dieser Form auch noch nicht untergekommen ist.

Das nächste Highlight findet sich in dem übersong "Rape Humanity With Pride" wieder. Und was für Blasts einen da überrollen. Schneller und präziser geht es nicht mehr, dagegen wirkt sogar Dark Funerals Matte Modin wie eine lahme Krücke. Dazu komplex arrangiert und ideenreich, das Stück sollte ein Klassiker werden.

Nun gibt es mit "My Death" auch was schleppenderes zu vernehmen, kalt kriechend und chirurgisch präzise ausgeführt. Am Ende dann choraler Grabgesang, in dieser Form nicht zu erwarten gewesen, aber absolut passend.

Bei "You Must Fall" wird dann wieder mächtig geknüppelt, versehen mit seltsam wirkenden Lead-Gitarren und Paukenschlägen im Hintergrund. Spätestens hier merkt man, dass das Album unverwechselbar klingt, denn in dieser Form hat es so etwas noch nicht gegeben.

Irrsinn, Brutalität und Kälte sind die Essenz dieses Albums, welches das "Grand..." Debakel direkt vergessen lässt. Keine Keys, keine Industrial oder Techno-Klänge, nur meisterhaft gespielte, heftig-kranke METAL-Songs. So muss moderner Black Metal klingen, alles andere ist Kinderkacke. Ich werde jedenfalls am 29. 3. als erster im Laden sein um mir dieses Juwel zu sichern, und auch jeder andere Black- und Death-Metaller sollte mir nacheifern. Punkt.

(Autor: Markus Z.)
Fazit:

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Cover

Trackliste


01Whore
02Dark night of the soul
03Rape humanity with pride
04My death
05You must fall
06Slaughter of dreams
07Impious devious leper lord
08Chimera


Künstler


Maniac - Gesang
Blasphemer - Gitarren
Necrobutcher - Bass
Hellhammer - Schlagzeug

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