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Geschrieben: 26. September. 2011CD Review

Leviathan

Beyond the Gates of Imagination Pt. I

Bewertung ( 8 von 10 ):

0123456701

Genre:

Progressive Melodic Death Metal

Spieldauer:

48:00

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Deutschland

Release

16.09.2011

Link


Vor nicht ganz einem Jahr hörte ich zum ersten Mal von einer Melodic Death Metal Band aus Bonn. Damals hatte das noch junge Quintett namens LEVIATHAN gerade ihre EP "From The Desolate Inside" veröffentlicht und begaben sich auf Promo-Tour, schrieben selbst kleine Magazine an und gaben sich sichtlich alle Mühe, auch bei einem Label Unterschlupf zu finden. Die EP klang zwar schon sehr vielversprechend und man konnte eine sehr persönliche Note der Bonner erkennen, obwohl noch deutlich zu erkennen war, an welchen Genregrößen sich LEVIATHAN orientierten.
Jegliche Mühen wurden innerhalb kürzester Zeit belohnt und so fand sich mit dem Label Bret Hard Records sehr schnell ein geeigneter Partner und der ambitionierte Fünfer machte sich an die Arbeit zum ersten vollwertigen Album.

Dieses liegt mir hier nun mit Namen "Beyond The Gates Of Imagination" vor und konnte mich beim ersten Hören schon sehr überraschen, an manchen Punkten jedoch benötigte es bereits etwas mehr als nur ein kurzes reinhören um die Musik der Bonner schätzen zu lernen. Erste Überraschung stellt bereits schon die Tatsache dar, das LEVIATHAN keinen geringeren als Waldemar Sorychta für das Mastering gewinnen konnten. Da gehen die Erwartungen natürlich auch gleich noch ein wenig nach oben und eine gewisse Professionalität ist damit geboten.
Ich sollte aber am besten am Anfang loslegen: Der erste Track mit dem einfachen Namen "Prolog" macht einem unsagbare Illusionen, dass hier eine neue Hoffnung im Bereich Prog-Death entstanden ist. Spielerisch wunderbar sauber trommeln, klimpern und frickeln LEVIATHAN ein sehr postrockiges Intro zusammen, welches den Maßstab für den Rest des Albums leider schon etwas zu hoch setzt. Nicht falsch verstehen, ich finde den Track lediglich so sehr gelungen, dass es einfach nicht möglich sein konnte, den Anspruch komplett durchzuhalten.
"Beneath a Blackend Sky", welches bereits vor einigen Wochen als Online-Single veröffentlicht wurde, schließt nun mit zartem Meeresrauschen und pompösen Keyboardfanfaren an den vorherigen Track an, um dann nach knapp einer Minute endlich die Death-Keule auszupacken. Wer die EP kennt, der wird auch sehr schnell bemerken, wie viel Weiterentwicklung die Bonner innerhalb eines Jahres hinter sich bringen konnten. Das Gitarrenspiel wirkt deutlich ausgereifter und präziser, der Gesang wirkt anpassungsfähiger auf den entsprechenden Rhythmus und generell ist die Scheibe durch vereinzelte Gastgesänger, wie beispielsweise in "The Scourge We Wield", etwas aufgelockert. Verschiedenste Keyboardspielereien schaffen es leider auch, den Individualismus etwas zu trüben und ganz klar die Artverwandtschaft zu Bands wie CHILDREN OF BODOM oder ENSIFERUM aufzuzeigen. Neu im Repertoire von LEVIATHAN ist allerdings die druckvolle Aggressivität, welche besonders deutlich bei "Servants Of The Nonexistent" zu finden ist. Neben den weiterhin eingängigen und episch wirkenden Fanfaren und Keyboards, verlieren diese an wenigen Stellen jegliche Contenance und ballern dem Hörer einen Sound vor den Kopf, wie er in legendären BEHEMOTH Songs zu finden ist.

Ein besonderes Lob haben sich LEVIATHAN auch bei ihrem ersten richtigen Album alleine schon für die Aufmachung verdient. Bereits bei der EP hatte Keyboarder Fabia Gocht ein ansehnliches Äußeres gestalten können und auch auf diesem Sektor können die Melodic-Pagan-Prog-Deather eine Weiterentwicklung verzeichnen, denn hier wurden sowohl mühevoll alle Texte abgedruckt, als auch recht unterschiedlichen Bandfotos genug Raum gelassen. Ich unterstelle dem Quintett sogar, dass sie bewusst für jedes Bandmitglied einen anderen Fotostil gewählt haben, um damit womöglich nur die Unterschiedlichkeit der einzelnen Lieder unterstreichen wollten. (Autor: Alex B.)
Fazit:
Um ehrlich zu sein hätte ich mir gewünscht das die Bonner noch etwas mehr ihren eigenen Sound entwickelt hätten, jedoch ist schlichtweg bemerkenswert wie sehr sich das Quintett in so kurzer Zeit weiterentwickeln konnte.

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Cover

Trackliste


1. Prologue
Act 1: Conduct
2. Beneath A Blackened Sky
3. Where Light And Death Unite
4. Reaper's Edict
Act 2: Essence
5. Servants Of The Nonexistent
6. The Scourge We Wield
Act 3: Ambition
7. About Fangs And Feathers
8. Sway Of The Stars


Künstler


Jonas Reisenauer - Vocals & Guitar
Tobias Dahs - Guitar
Tom Heinz - Bass
Fabian Gocht - Keys
Tobias Parke - Drums

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