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Geschrieben: 07. November. 2016Live Review

Cripper & Izegrim

Turock, Essen am 03.11.2016
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Nach den ersten vier Tour-Terminen in Köln, Frankfurt, Hannover, Berlin und einer kleinen Pause ging die Co-Headliner Tour von IZEGRIM und CRIPPER am 3. November 2016 im TUROCK in Essen in die zweite Halbzeit. Schon im Herbst 2012 sind CRIPPER und IZEGRIM gemeinsam auf Europa-Tour gewesen, damals mit ONSLAUGHT, und sind nicht erst seit dem gut befreundet.

Den Auftakt in Essen machten IZEGRIM vor leider nicht ganz vollem Haus. Die Niederländer um Frontfrau und Bassistin Marloes boten eine solide Mischung aus Titeln des aktuellen Albums „The Ferryman's End“ und älteren Titeln. Nicht nur mit Klassikern wie „Celebratoy Gunfire“ und „White Walls“ hatten IZEGRIM die Fans fest im Griff und boten eine überzeugende Show mit massig guter Laune. Dabei gehörte „Prost“ nicht zu den einzigen deutschen Worten, die Marloes in den letzten Jahren gelernt hatte.

BildIzegrim

Auch die Gitarrenfraktion Jeroen und Bart lieferten neben einem ordentlichen „Brett“ ebenfalls eine gute Show ab und standen wie Marloes in einem engen Kontakt zum Publikum. Der Sound im Essener Metal-Club war klar, druckvoll und vor allem Laut. Gut so!

Nach etwa einer Stunde übernahmen die Hannoveraner Thrash-Metaller um Frontfrau Britta Görtz den musikalischen jackhammer, und das trotz stark angeschlagener Stimme. So gab es nach dem ersten Song erstmal eine kollektive Tüte Hustenbonbons für alle, mit der die „Elchkuh“ das durchhalten ihrer Stimme hofft beschwören zu können. Überhaupt, so sagt die Fronterin, läge auf dem Turock ein Fluch, denn auch schon 2014 stand CRIPPER mit einer fiebrig angeschlagenen Sängerin auf den Brettern der Essener Bühne und versuchte durchzuhalten. Da kann man nur die Daumen drücken, dass der Fluch nach diesem Abend endgültig gebrochen ist. Wer weiß, was große Hustenbonbon-Rituale nicht doch alles reißen können?

BildCripper

Es folgt trotz aller Widrigkeiten eine dynamische Show in der die fünf Hannoveraner nur zwischen den Songs kurz verschnaufen. Im Programm steht, ähnlich wie bei IZEGRIM, eine gute Mischung aus alt und neu, wobei sich Britta für die bestimmt schon 15 Jahre andauernde Arbeit am neuen Studioalbum entschuldigt. Auch CRIPPER kennen keine Berührungsängste und feiern mit ihren Fans den „kleinen Freitag“ in Essen. Als Zugabe stand, wie sollte es auch anders sein, „FAQU“ von der 2009er Scheibe „Devils Reveals“ auf dem Zettel und gab dem Abend einen würdigen Abschluss.

Beide Bands wurden vom Essener Publikum ordentlich gefeiert, was nicht zuletzt daran gelegen haben wird, dass die Besucher wussten, auf was sie sich einlassen. Doch auch in den kurzen Raucherpausen hörte man in der kalten Essener Nacht vor dem TUROCK keine Kritik.
Doch ganz offensichtlich haben die Fans in Essen nochmal Glück gehabt. Brittas Stimme hielt nur noch diesen Abend tapfer und Röhr-Gewaltig durch. Zwei Tage Später mussten CRIPPER dann doch die letzten beiden Gigs ihrer Tour absagen.

Weitere Fotos des Konzerts gibts hier von CRIPPER und IZEGRIM. (Autor: Jens H.)
Fazit:
Dubble thrash, dubble fun, Metal Scheppert und ganz besonders: gute Besserung!

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Location

Turock
Viehofer Platz 3
45127 Essen, Ruhr

Bands


Cripper
Izegrim

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