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Geschrieben: 12. Februar. 2011CD Review

Ajattara

Murhat

Bewertung ( 8 von 10 ):

0123456701

Genre:

Black Metal

Spieldauer:

31:47

Label:

Vetrieb

Land

Fahne Finnland

Release

02.02.2011

Link


Rückblickend muss ich gestehen, dass ich mich durchaus frage ob ich wirklich für ein Ajattara Review geeignet bin. Schließlich kenne ich von den Finnen exakt zwei Songs. Einen ziemlich geil tönenden älteren Song im Black/Doom Gewand und einen überaus eigenartigen bis schlicht seltsamen Akkustiksong der letzten Platte. Dementsprechend hoffte ich bei "Murhat" wieder auf diesen Sound der damals so gnadenlos rockte. Natürlich ist mir die Geschichte um Pasi und seine Neo-Nazi-Sprüche, die er auf einem Konzert los ließ und daraufhin die ganze Band ihrem Arbeitgeber kündigte bekannt. Doch nunja, ich glaube einfach mal dass Pasi da einfach gerade nicht nachgedacht hat. Oder besoffen war. Oder beides.

Musikalisch geht es bei "Murhat" nach dem Akkustikvorgänger wieder martialischer zu. Oder anders gesagt so wie Ajattara nunmal eigentlich klingen. Nämlich wie eine Mischung aus Celtic Frost, (alten) Samael und eben Ajattara. Man verbindet garstigen Black Metal mit Einflüssen aus doomigen Sümpfen und vernebelten Schlachtfeldern. Das funktioniert immer noch einwandfrei und rockt gnadenlos die Gehörgänge frei. "Murhat" wirkt die durch die wie immer finnischen Vocals recht eigenständig und bewegt sich auch sonst in einer plagiatfreien Zone. Von was die Texte nun genau handeln und ob sie jetzt sonderlich tiefgängig sind kann ich nicht beurteilen - meine Finnisch Kenntnisse belaufen sich auf Null.

Ein paar Synthies hier und da geben dem Ganzen dann noch die gewisse Würze. Die Suppe ist angerührt. Und so ballern sich Ajattara von Song zu Song - ohne Verschleißerscheinungen. Doch leider gibts dann doch zwei kleinere Probleme. Erstens bleibt leider nicht sonderlich viel hängen. Einzig allein "H.A.I." mausert sich schnell zum Hit. Zweitens ist die Produktion nicht ganz für den Sound der Finnen geeignet. Diese ist etwas zu grobschlächtig und ist der Atmosphäre leider nicht förderlich.

Das wars dann aber auch schon mit dem Rumgemecker. Denn Ajattara machen ihre Sache auf "Murhat" mehr als solide. Starke Umsetzung, vor allem das Cover sieht mal echt stark aus, und ein gnadenloser Rockfaktor sorgen definitv für Hörvergnügen. Wer nur ein bisschen was mit Celtic Frost anfangen kann, dem wird hier schnellstens geraten reinzuhören. Denn schon jetzt fällt es mir schwer diesem Album einen gewissen Kultfaktor abzusprechen. Dafür sorgt ja alleine schon der Albumtitel. (Autor: Enrico K.)
Fazit:
Ajattara machen das was sie einfach am besten können. Nämlich richtig kratzigen Blackdoom der garstigsten Sorte. Die Finnen sprühen vor Spielfreude und überzeugen mit einem gelungenen Album dem nur die Hitarmut sowie die Produktion ab und zu den Wind aus den Segeln nimmt.

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Cover

Trackliste


01. Kunnes Taivas Meidät Erottaa
02. Ihmisen Luku
03. H.A.I.
04. Aura
05. Sokea Liha
06. Routalempi
07. Murheiden Kilta
08. Apilas
09. Veljet

Künstler


Ruoja (Pasi Koskinen) - Vocals, Guitars, Keyboards
Kalmos (Vesa Wahlroos) - Guitars, Backing Vocals
Tartunta (Mynni Luukkainen) - Guitars
Tohtori Kuolio (Juha Harju) - Bass, Backing Vocals
Raajat (Janne Immonen) - Keyboards
Malakias IV (Tommi Lillman) - Drums

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