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Geschrieben: 16. März. 2010CD Review

Kalmah

12 Gauge

Bewertung ( 8 von 10 ):

0123456701

Genre:

Melodic Death Metal

Spieldauer:

42:56

Label:

Spinefarm Records

Vetrieb

Land

Fahne Finnland

Release

26.03.2010

Link


Wie oft schon wurden KALMAH als Klone ihrer finnischen Landskollegen NORTHER und CHILDREN OF BODOM gebranntmarkt, zu Unrecht wie sich immer wieder mit jedem neuen Album herausstellte. Und doch hofft man insgeheim bei der Ankündigung von "12 Gauge", dass die Fünf aus Oulu ihre Stärken im Gegensatz zu jenen Konsorten weiterhin ausspielen und nicht auch noch anfangen Flächen zu beackern, die bereits unfruchtbar sind.
Der Vorgänger "For The Revolution" drohte bereits in eine inspirationslose Ecke abzudriften, sodass ich "12 Gauge" nicht ganz so entspannt anschmeißen kann wie es vielleicht dienlich wäre.
Dass sich meine Sorgenfalten aber bereits nach wenigen Sekunden glätten, ist nicht nur alleine der hörbaren Spielfreude der Musiker zu verdanken.

"Rust Never Sleeps" startet mit einem schwermütigen Akustikgitarren-Intro, das sich von Trompeten zum Höhepunkt treiben lässt um sich schließlich in rasende E-Gitarren-Riffs zu entladen. Energie ist das allumfassend beschreibende Wort. Dem wunderbar reißenden Einstieg wird schon mit "One of Fail" und seinen treibenden Doublebass-Parts gehörig in den Hintern getreten, während vielschichtige Melodien die Individualität dieses und allen folgenden Songs hervor heben.
KALMAH überspringen ein Kapitel und knüpfen an ihr starkes 2006er Album "The Black Waltz" an. Sie nehmen die aussagestärksten, thrashigsten Riffs und die pulsierenden Rhythmen mit und reichern den epischen Sound mit der wilden Energie von "Swamplord" an.

Anders als auf den Vorgängern übernehmen die Keyboards einen überwiegend atmosphärischen Part, mit dem sie ein durchgehend elektrisierendes Flimmern der Luft erschaffen. Die treibende Kraft bleibt so stets in den Händen von Drummer Janne Kusmin, mit welchen er dem Schlagzeug ohne Rücksicht auf Verluste Beine macht.
Antti Kokko stiehlt mit seinen Soli dem restlichen, nicht weniger talentierten Haufen beinahe die Schau und hält dem Tempo des bis dato schnellsten Albums der Band selbst bei komplizierten Passagen stand.
Sein Bruder Pekka hat sich erneut eines Besseren besonnen, nachdem er sich auf "The Black Waltz" von seinen schrillen, kratzigen Schreien gänzlich verabschiedete und diese auf "For the Revolution" erneut aufgriff. Auf "12 Gauge" regieren diesmal wieder bis auf seltene Ausnahmen fast ausschließlich tiefe, mächtige Growls.

KALMAH bleiben sich stilistisch konsequent treu. Die Änderungen mit jedem Album, bewegen sich stets in dem von ihren Fähigkeiten gesteckten Rahmen, den sie mit ihrem neusten Werk perfekt ausnutzen. (Autor: Saskia Z.)
Fazit:
Eine enorm unterschätzte Band auf der Höhe ihres musikalischen Könnens.

Kommentare

09.07.2010 00:02 Uhr omrishah
hab es auch nicht bereut. Vorallem 12 Gauge ist so ein geniales Stück. Am Anfang entspanned, geradezu romantisch und dann HalloWach!
 
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01.07.2010 13:53 Uhr Vntrve
Super Album. Finde es sehr unterhaltsam Erinnert teils auch an alte Sentenced und gesanglich etwas an Catamenia ;)
 
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Cover

Trackliste


01. Rust Never Sleeps
02. One of Fail
03. Bullets Are Blind
04. Swampwar
05. Better Not To Tell
06. Hook The Monster
07. Godeye
08. 12 Gauge
09. Sacramentum

Künstler


Pekka Kokko - Vocals, Guitars
Antti Kokko - Guitars
Timo Lehtinen - Bass
Marco Sneck - Keyboards
Janne Kusmin - Drums

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