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Interview mit Dionysos von Under That Spell

Das Interview führte: Saskia Z. am 01.12.2009

Cheers Dionysos. Gratulation zur kürzlichen Veröffentlichung eures Erstlings „Apotheosis”

Saskia Z.: Man kann sagen, dass ihr noch ganz frisch bei der Sache seid. Du hast zusammen mit Abyss, Euphorion und Sin „Under That Spell” gegründet, um deine Ideale und Ideen umsetzen zu können wie du es bei Helrunar beizeiten scheinbar nicht konntest. Wie hast du deine Mit-Musiker von deinen musikalischen Ansichten und Vorstellungen überzeugen können?

Dionysos: Ich mache Musik nicht „nur so” zum Spaß, es ist mein wichtigster Lebensinhalt, ohne den ich nicht existieren kann. Dementsprechend ausgerichtet ist es natürlich wichtig, dass die anderen Mitglieder von Under That Spell ähnlich fühlen, und somit damit einverstanden sind Unmengen an Zeit, Engagement und Herzblut in die Sache zu investieren. Außerdem sollten sie sich natürlich mit dem inhaltlichen Konzept und der musikalischen Ausrichtung identifizieren können. In allen Punkten gab es da nichts an Überzeugungsarbeit zu leisten, wir haben klar darüber gesprochen, was wir alle von der Band erwarten und wie dies umzusetzen ist.

Saskia Z.: Sind alle Mitglieder von „Under That Spell” schon mal in anderen Bands aktiv gewesen? Oder teilweise frisch vom Musikermarkt „weg gecastet” ?

Dionysos: Ersteres, wobei das variiert. Euphorion hat z.B. eher wenig Banderfahrung, was doch sehr verwundert, da er in seiner professionellen Haltung, bzw. in seinem Können den Anderen in Nichts nachsteht, ein absoluter Glücksgriff, der Mann.

Saskia Z.: Ich gehe davon aus, dass du für die Namensgebung der Band zuständig warst. Gibt es tiefere Gründe hinter eurer Bezeichnung „Under That Spell”? Und in wie fern steht der Name mit eurer Musik im Zusammenhang?

Dionysos: Der Name bezieht sich auf unser Leben an sich, das wir als Bann (Spell) im Negativen bezeichnen. In diesem bewegen wir uns wie in einem Bannkreis, der ja auch in unser Logo eingearbeitet ist. Jedes Mitglied der Band ist mit seinem persönliches Zeichen, dass sich in diesem Kreis befindet, in ihm gefangen.
Wenn ich den Mut aufbringe, mit wachen und ehrlichen Augen auf das Leben, das die Menschen führen zu schauen, weiß ich nicht, ob ich schreien, weinen oder hassen soll... Alles ist so entmenschlicht, unfassbar dumm und leer. Ich sehne mich nach Inhalt, Kraft und Stolz, hasse das Schwache und Oberflächliche der heutigen Zeit... All dies und viel mehr hörst Du in unserer Musik.

Saskia Z.: Euer Debüt ist seit kurzer Zeit zu haben. Was habt ihr auf „Apotheosis” realisiert, was ihr in euren bisherigen Musikalischen Vorhaben nicht umsetzen konntet?

Dionysos: Apotheosis klingt nach unserer Vorstellung so, wie Black Metal heutzutage klingen sollte. Nicht altmodisch und rückwärtsgewandt, aber um seine Wurzeln wissend und dennoch nach vorne gerichtet. Dies habe ich persönlich noch auf keinem Album an dem ich in der Vergangenheit beteiligt war, so konsequent verfolgt wie bei unserem Debut.





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