Metal.tm - Musik Community, Portal & Magazin
Interview mit Sapiency

Interview mit Sapiency

SAPIENCY brachten Mitte März ihr zweites Album "Tomorrow" (zum Review) heraus, weswegen sich die sechs Frankfurter Jungs zusammen mit NEW BORN HATE, SASQUATCH und ALLEY TO AMBER auf die 5 Days Of Darkness Tour machten. Dabei präsentierten sie ihren Fans ihr neues Album zunächst in St. Leon-Rot, Würzburg, Herdorf und Neuwied. Heute heißt es "Heimspiel", denn wir befinden uns im 11er Club in Frankfurt, wo man mich als Gast geladen hat, um die Jungs ein wenig auszuquetschen:

Sebastian K.: Hallo Jungs, ich grüße euch. Geht es euch gut?

Kai: Guude. Ja, uns geht es ganz gut.

Faxe: Naja, Hunger...

[Gelächter]

Lars: Auf jeden Fall, "Hungy Again".

Ritzi: Es ist der letzter Tag unserer Fünf-Tage-Tour. Es wird obergeil, weil es heute Abend ein Heimspiel ist. Und es wird dementsprechend eine verdammt geile Party werden.

Kai: Sagt der Rene.

Sebastian K.: Das ist ein gutes Stichwort. Bevor wir groß ins Interview einsteigen wollen, beginnen wir mit einer kleinen Vorstellung. Beginnen wir einfach mal links von mir.

Lars: Jo, ich bin der Lars von SAPIENCY. Der Sänger, einer der beiden.

Kai: Kai, auch bei SAPIENCY UND bei ANDREA BERG. [Gelächter] Und ich spiele Schlagzeug.

Faxe: Ich bin der Faxe und spiele Bass.

Ritzi: Und ich bin der Ritzi und bin einer der Gitarristen.

Sebastian K.: Möchte mir einer von euch die Geschichte von SAPIENCY kurz darstellen?

Ritzi: Ich probiere gerne mein Bestes. SAPIENCY gibt es nun seit 2009. Eigentlich sind wir eine recht junge Formation. Ursprünglich... wieso gibt es eigentlich diese Band? Wir haben schon in diversen anderen Konstellationen immer mal wieder zusammengespielt, sei es in diversen Bands oder auf Gigs. Das heißt, man kennt sich schon viele Jahre. Und nachdem Holger, der andere Gitarrist, und ich gemerkt haben, dass die anderen Combos langsam nach und nach auseinander brechen, da haben wir uns gedacht, machen wir mal was komplett Neues. Einfach mal etwas mit einem moderneren Touch, da wir davor True Metal gemacht haben. Das war quasi die Ursprungsidee von SAPIENCY.
Nachdem wir dann die Jungs zusammen gefunden haben, gab es auch schon diverse Lineupwechsel. Dennoch ging es relativ schnell vorwärts, denn wir hatten bereits nach den ersten drei Monaten die erste Supportshow mit SONIC SYNDICATE und den DEATHSTARS. Es war der Oberhammer, hier direkt in Frankfurt in der Batschkapp. Es war komplett ausverkauft. Der absolute Oberburner. Dummerweise hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch keine Demo, dennoch extrem viele Anfragen. Das hieß, dass wir schnellstmöglich natürlich ein Demo recorden mussten. Womit wir auch Ende 2009 begannen und dann Anfang 2010 fertig waren. Diese haben wir dann herumgeschickt und dafür diverse geile Reviews bekommen, obercool. Daraufhin wurde unser aktuelles Label, mit dem wir nun auch unsere zweite Platte aufgenommen haben, SAOL, auf uns aufmerksam. Im November 2010 wurde darüber unsere erste Scheibe "Fate's End" veröffentlicht. Die Resonanz darauf war obergeil. Damit hatten wir nicht gerechnet, obwohl wir schon definitiv sehr viel Erfahrung im Vorfeld gesammelt hatten. Aber das es so extrem geil ankam, das hätten wir nicht gedacht. Und direkt 2011 haben wir dann zwei Touren gefahren. Einmal mit POWERQUEST. Guten Gruß an die Jungs. War eine obergeile Tour gewesen. Leider sind die Jungs kurz darauf auseinander gegangen. Dennoch viele Grüße an allesamt. Ein paar Monate später, im Herbst, sind wir mit W.A.S.P. auf Tour gegangen. War eine obergeile Tour gewesen. Es war jedes Mal ausverkauft. Interessant war vor allen Dingen, jeder der W.A.S.P. kennt und mal bei uns rein gehört hat, wird sich die Frage stellen, was hat das denn gemeinsam? Das hat in etwa so viel gemeinsam wie PANTERA und...

Lars: ANDREA BERG

[Gelächter]

Ritzi: Das ist halt das Geile am Metal. Die Leute sind halt nicht stumpf und stupide und hören nicht nur eine Art von Metal, sondern sind flexibel. Sie wissen einfach, wo das Herz schlägt. Wir sind deswegen sehr geil aufgenommen worden und es war für uns eine sehr positive Erfahrung. Und 2012 ging es dann richtig rund, 70.000 Tons Of Metal, das Megahighlight, wo ich sagen muss, das war die geilste Erfahrung in meinem kompletten Leben gewesen. Total der Wahnsinn. Und dann ein paar Monate später noch auf der Loreley, auf dem Metalfest und diverse Supportshows für echt geile Bands. Wir hatten schon eine verdammt geile Zeit. Und jetzt haben wir vor kurzem unsere zweite Scheibe aufgenommen und diese ist nun im März veröffentlicht worden.

Sebastian K.: Ihr erinnert stark an SOILWORK. Ist das ein Zufall oder eher nicht?

Faxe: Also ich denke, dieser Vergleich kommt in erster Linie dank unseres Clean-Sängers Lars, da er einfach eine ähnliche Stimme hat wie der Björn von SOILWORK. Hört es euch einfach mal an. Wenn ihr SOILWORK kennt und den Lars hört, dann könnt ihr diese Ähnlichkeit nicht abstreiten.

Lars: Ich kenne eigentlich nur einen Song von SOILWORK. Und bis vor kurzem wusste ich auch gar nicht, dass ich so ähnlich klinge, bzw. klingen soll. So ist es wenigstens authentisch.

Ritzi: Aber nichtsdestotrotz muss ich gestehen, dass SOILWORK eine schweinegeile Band ist und sie ist gerade im Schwedenmetall eine definitiv große Nummer. Ich würde aber nicht sagen, dass wir uns an dieser Band orientieren. Aber ich muss schon sagen, dass mich die Band gerade in der Anfangsphase ein Stück weit beeinflusst hat.

Sebastian K.: Habt ihr eigentlich einen Songwriter oder trägt jeder seinen Teil beim Songwriting bei?

Kai: Es ist schon so, dass wir den Ritzi haben, der die meisten Ideen mit reinbringt. Er nimmt daheim Riffs auf und ist der, der sich schon mal die Songstrukturen überlegt. Diese bringt er dann in den Proberaum und dort arbeiten wir sie letzten Endes zusammen aus. Dann kommt natürlich noch unsere Sängerfraktion hinzu und wir haben ja zwei Sänger, nicht nur einen und das ist natürlich doppelte Arbeit, da wir beide unter einen Hut bringen müssen. Und so entstehen unsere Songs.

Sebastian K.: "Tomorrow" ist ja euer Neuling. Seid ihr soweit mit den Reviews zufrieden?

Ritzi: Auf jeden Fall. Wir haben in keiner Art und Weise schlechte Reviews bekommen. Natürlich, wir machen Modern Metal und der Markt ist auch überfüllt damit, dennoch wurden wir sehr gut aufgenommen. Und uns wurde auch eine eigene Note zugestanden, was sehr, sehr geil ist. Natürlich muss man auch sehen, dass der Schreiberling auch von einer subjektiven Sichtweise aus schreibt. Wir haben manchmal Reviews von 7 Punkten bis hin zu 9,5 Punkten. Das heißt, hört selbst hinein und macht euch ein eigenes Urteil.

Faxe: Wir haben eigentlich durchweg nur positive Reviews. Bei Zeitschriften wie der RockHard ist im Moment diese 70er-Jahre-Retro-Schiene allgegenwärtig und die wird auch von der ganzen Redaktion gemocht. Und dann kommen wir, eine von diesen Bands, die so modernes Zeug spielen. Das wird halt nicht mehr so wirklich gerne gehört von denen. Dennoch sagen auch sie, dass SAPIENCY eine der Bands ist, die sich hervorhebt und das ist in meinen Augen auch sehr positiv zu bewerten.

Sebastian K.: Ich durfte ja auch eure Platte reviewen und ich habe mich dabei an der Tatsache gestört, dass ihr so plötzlich ins Album, aber auch in den ein oder anderen Song, eingestiegen seid. Was war dabei euer Hintergedanke?

Lars: Ja, wir haben einen Hintergedanken dabei gehabt. Wir wollten einfach mal ein Stück weit was anderes machen. Es ist also nicht so, dass wir das Intro im Studio einfach vergessen haben, sondern, dass wir tatsächlich einfach direkt mit der Platte loslegen wollten. Die meisten kennen ja auch unsere erste Platte, die "Fate's End", und da wollten wir einfach anknüpfen. Wir wollten also nicht unbedingt ein paarminütiges Synthiegeballer vorschießen, welches die Leute zum Partymachen auffordert. Intros sind zwar toll, aber man kann auch direkt einsteigen und wir haben einfach mal versucht einen anderen Weg zu gehen.

Ritzi: Ich kenne es von mir, wenn ich CDs anfange zu hören. Die meisten Bands haben erstmal nur Gedudel und ich weiß, dass ich in der Regel dies einfach wegschalte, da mich interessiert, was die Band sagen will. Und das war auch der Hintergrund, wieso wir bei uns das Intro weggelassen haben, da ich mir dachte, die meisten Leute werden das Intro auch bei uns wahrscheinlich wegschalten.

Sebastian K.: Konntet ihr denn sonst aus den Reviews ein Feedback ziehen, irgendetwas was ihr ändern bzw. anders machen werdet?

Ritzi: Definitiv. Wir haben auf jeden Fall aus den Reviews zu unserem ersten Album eine ganze Menge gelernt, denn es gab ganz viele Sachen, die besprochen worden sind und auch positiv hervorgehoben wurden. Und vor allen Dingen, da wir extrem viele Konzerte gespielt haben, haben wir gemerkt, dass viele Songs, die sich auf der Platte geil anhören, live aber nicht zünden. Und das war unser Hauptaugenmerk dieser Scheibe. Wir wollten nahezu jeden Song live auf die Fresse performen können. Deswegen haben wir viele Songs auf Konzerten im Vorfeld live ausprobiert, um die Resonanz unserer Fans abzuchecken. Und das war letztlich auch der Hintergrund, warum die Songs, die jetzt auf der Platte drauf sind, auch drauf sind.

Sebastian K.: Wenn ich euch jetzt auffordern würde, einen Song von "Tomorrow" mir jetzt zu präsentieren, welcher wäre das?

Lars: Sehr schwierig. Sie sind alle toll. Aber ich würde "Hungry Again" vorschlagen.

Kai: "Hungry Again" wäre auch einer meiner Favoriten. Natürlich machen mir alle Songs Bock zu spielen, sonst hätten wir sie auch nicht aufgenommen. Aber "Hungry Again" ist so ein Song, der gerade live richtig Spaß macht, denn er hat alles: von der Härte bis zur Melodie. Und er ist einfach geil spielbar und macht einfach Spaß.

Ritzi: Ich stimme dem definitiv zu, wobei natürlich auch jeder andere Song auf der Platte erwähnenswert wäre. Sicherlich, der ein oder andere True Metaller würde wahrscheinlich bei dem starken Synthie-Einschlag am Anfang direkt weiterschalten, weil es doch so etwas experimentell ist. Trotz alledem hat er eine Wahnsinns Energie und er spiegelt sehr, sehr viele Facetten von uns wieder. Definitiv ein Song, dem ich jeden ans Herz legen würde. Aber natürlich, da ich aktuell wieder schwer im Extreme Metal Bereich angesiedelt bin, würde ich noch "Dying Illusions" vorschlagen, da es eigentlich eine geile Nummer ist, die einen großen Black Metal Einschlag hat und ganz andere Facetten von uns aufzeigt.

Faxe: Es ist immer so eine subjektive Meinung, gerade von den Instrumentalisten. Ich mag auch sehr gerne "Hungry Again", denn er macht tierisch Bock zu zocken. Aber ich glaube auch, wenn ich nicht bei der Band spielen würde, fände ich den Song ziemlich geil. Weil er doch, wie der Ritzi schon gesagt hat, viele Facetten an den Tag legt und alles dabei ist. Es ist Elektro-Kram dabei, es gibt schnelle Riffs, dann einen ganz langsamen, doomigen und schleppenden Mittelpart, den ich sehr liebe und so eine Art von Outro, also alles, was ein klassischer Metalsong so hat, hat auch dieser Song. Heutzutage bei den Bands, da fehlt mir vom Songwriting oft irgendetwas. Die verwursten einen Riff zu einem Song und das ist bei SAPIENCY und gerade bei "Hungry Again" nicht so. Als Beispiel fällt mir ganz spontan, wenn auch ein wenig hoch gegriffen, "Master Of Puppets" ein, der wirkliche Thrash-Sachen drin hat, dann aber auch mal Slow Down und Gefiddel und das ist eigentlich so mein Favorite. Aber auch "Dying Illusions" ist erwähnenswert, weil es eine neue Facette von uns zutage bringt, so ein wenig BlackMetal-mäßig, was ich auch daheim mal ganz gerne höre.

Sebastian K.: Ihr habt das Album ja jetzt auf eurer 5-tägigen Tour präsentiert. Wie kam es bei euren Fans an?

Ritzi: In Anbetracht der Tatsache, dass wir diverse Songs ja schon im Vorfeld ausprobiert haben, wussten wir, dass der Kram definitiv gut rüberkommt. Deswegen war es auch nicht verwunderlich, dass der Kram immer noch gut zündet. Und trotz alle dem, war es natürlich geil, weil wir dank der Bands, mit denen wir gerade unterwegs sind, irgendwie nochmal ganz andere Leute erreicht haben und auch von denen war die Resonanz darauf riesig.

Sebastian K.: Schön zu hören, dass ihr mit eurer Tour soweit zufrieden seid. Bestes Konzert war bisher in...?

Faxe: Ich würde sagen in Herdorf. Es gab eine adäquate Bühne für unsere sechs Musiker, die ein wenig mehr Platz brauchen, als so eine Punk Rock-Combo, die mit drei Jungs auf der Bühne steht.

Kai: Herdorf war auch Wahnsinn, weil es Leute gab, die tatsächlich extra 150 km für uns dort hingefahren sind. Und das ist schon Wahnsinn, weil wer verirrt sich schon in den Westerwald? Das hat auch nochmal extra motiviert, da da Leute gestanden haben, die man schon auf anderen Konzerten getroffen hat und die nun extra hierher kommen sind, weil sie es zu den anderen Dates nicht schaffen.

Sebastian K.: Spielt ihr eigentlich lieber in kleinen Hallen mit Fannähe oder doch lieber auf der großen Bühne?

Faxe: Wir sind ja sechs Musiker mit zwei Sängern, deswegen ist es immer mehr Spaß auf einer großen Bühne, wo man sich ausleben kann.

Ritzi: Dem würde ich so zustimmen, definitiv.

Sebastian K.: Und mit wem würdet ihr gerne mal auf einer Bühne stehen?

Kai: KILLSWITCH ENGAGE, jetzt im Sommer, hier in der Batschkapp, weil es auch eine geile Band ist.

Faxe: Und weil sie gut zu uns passen.

Lars: Und wir auch zu denen.

Sebastian K.: So langsam kommen wir auch zum Ende. Habt ihr vielleicht noch eine kleine Anekdote aus der Tour oder aus dem Proberaum, die ihr mit uns teilen wollt? Was lustiges, was spannendes?

Ritzi: Da gibt es so viel. Die Frage ist nur, welche unserer Anekdoten sind auch legitim, um nach außen getragen zu werden.

Faxe: Ich sage es mal so, wenn man als relativ kleine Band auf Tour ist, dann ist da nichts mit Nightliner, sondern man ist da recht zusammengewürfelt und da entstehen schon immer die lustigsten Geschichten. Und da wir alle aus den verschiedensten Ecken kommen und verschiedene Persönlichkeiten haben, ist es immer recht schwierig den Sack Flöhe zusammenzuhalten.

Sebastian K.: Gibt es sonst noch etwas, dass ihr euren Fans mitteilen wollt?

Ritzi: Diejenigen, die uns nicht kennen, und die es geschafft haben, bis hier her zukommen und sich den ganzen Quatsch hier durchgelesen haben, denen sei erstmal gedankt. Und natürlich, ich hoffe, ihr zieht euch den Kram rein und hinterlasst uns dann eine Nachricht, denn es gibt nichts geileres als von potentiellen Fans ein Statement dazu zu bekommen. Und schaut auf jeden Fall auf unserer Facebook und MySpace Seite und natürlich auch auf unseren Konzerten vorbei.

Lars: Das ist natürlich für unsere neueren Fans bzw. für die, die uns noch nicht so kennen. Jetzt aber auch nochmal an unsere DieHard-Fans, die hier an der Stelle ganz heftig gegrüßt sein mögen und wir möchten euch für euren zukünftigen tausendjährigen Support ganz heftig danken. An der Stelle sei auch unsere Unterstützer und Sponsoren gedankt, Deathrider und Bleeding Roses und Dash Base Guitars. Ohne euch hätten wir es nicht geschafft.

Sebastian K.: Ich danke euch für dieses großartige Interview, es hat Spaß gemacht. Ich wünsche euch gleich viel Spaß auf der Bühne.

Im Chor: Danke fürs vorbeikommen.

Ritzi: Ich hoffe, du wirst auch in ein paar Minuten deinen Spaß haben und deine Haare so schütteln, dass du nicht mehr weißt, wo du warst.

Im Anschluss des Interviews geht es endlich vor die Bühne, um mit aller Spannung die erste Band des Abends zu belauschen, nämlich ALLEY TO AMBER, einer jungen MetalCore Combo aus Koblenz. Allerdings muss der Opener zunächst mit Soundproblemen kämpfen, aber auch während des gesamten Konzerts kommen noch nicht mal die cleanen Vocals klar rüber. Dennoch stechen hin und wieder Riffings hervor, die zu gefallen wissen. Nichtsdestotrotz wird viel Einheitsbrei geboten.

Weiter geht es mit einer ebenso jungen Band aus Würzburg. SASQUATCH bieten guten Death Metal, der durchaus an KATAKLYSM erinnert. Es gibt viele gute Grooves, die zum Headbangen motivieren, aber auch hier und da melodische Phasen. Die Growls und Screams des Fronters überzeugen ebenso. Hier steckt eine Menge Potential. Leider wird die wirklich gute Stimmung mit der Auswahl des letzten Songs ein wenig gedrückt, da dieser weniger überzeugen kann.

Es folgen NEW BORN HATE aus dem Raum Heidelberg, die eine Mischung aus Death Metal, Thrash Metal und Hardcore bieten. Die Stimmung ist grandios, allerdings schafft es die Band nicht mich zu erreichen. Der mittlerweile besser gefühlten Halle scheint der Auftritt jedenfalls sehr zu gefallen, denn am Ende fordern die Fans eine Zugabe, welche sie auch bekommen und gebührend feiern.

Dank des verspäteten Beginns des heutigen Abends beginnen nun auch SAPIENCY knapp eine Stunde zu spät, aber die Leute scheinen sich nicht daran zu stören. Klar, denn wer SAPIENCY schon mal live gesehen hat, der weiß, dass man eine fantastische Show geboten bekommt. Die sechs Frankfurter Jungs geben sich nämlich wie auch beim Interview und machen mit ihrer lockeren Art ordentlich Stimmung. Insbesondere Ritzi ist eine richtige Rampensau, der weiß, wie man das Publikum ordentlich integriert. Schade ist nur, dass die Vocals leicht untergehen, aber das rüttelt kaum an der Stimmung. Kurz vor 1 Uhr ist das Konzert schließlich vorbei, dennoch fordern die Fans auch hier eine Zugabe, welche sie erhalten sollen.

 
 Besucher heute: 665    
(metal.tm beta v0.874)