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Interview mit Tyr und Torturer von Mor Dagor

Das Interview führte: Tino S. am 01.10.2009

Das Jahr 2009 ist etwas ganz besonderes für Mor Dagor und ihre Fanschar. Vor kurzem war es endlich soweit: „MK.IV” das neue Meisterwerk der fünf Ruhrpottler hat es in die Regale geschafft. Vier Jahre sind vergangen, seit man das letzte Mal auf Konserve von dem Quintett etwas um die Ohren bekommen hat. Nun hat das Warten aber ein Ende und es hat sich gelohnt. Ein klasse Hyperblast Black Metal Album, daß trotz der Geschwindigkeit zu keiner Zeit langweilig ist und immer wieder für Überraschungen gut ist. Also wird es Zeit, mal bei Sänger Tyr und Drummer Torturer nachzufragen, was sich in den Zwischenzeit getan hat.

Tino S.: Tyr, Torturer erst einmal natürlich Gratulation zu „MK.IV”. Die ersten Kritiken sind ja wirklich überschwenglich, wie ich finde auch zurecht. Wie zufrieden seid ihr rückblickend mit eurem neuen Album?

Torturer: Danke. Es entspricht ziemlich unseren Vorstellungen. Es ist sehr organisch geworden und zersägt einiges.

Tino S.: Ihr habt ein neues Studio gewählt, nämlich Andy Classen's Stage One, wie war das so für euch?

Tyr: Die Zusammenarbeit mit Andy war außerordentlich professionell. Zudem wurden unsere Wünsche bezüglich des Sounds perfekt umgesetzt.

Torturer: Da ich Andy von den Aufnahmen der Belphegor Platte „Bondage Goat Zombie” kannte, fiel die Wahl auf ihn. Mit ihm kann man absolut professionell und entspannt arbeiten. Er holt das Beste raus. Ich liebe es im Studio zu sein. Dort sieht man wie alles zum Leben erweckt wird wofür man sich im Proberaum den Arsch aufgerissen hat.

Tino S.: „Mk. IV” hat ja doch gerade durch diesen brutalen Sound einen leichten Death Metal Einschlag. War das so geplant oder kam das erst im Laufe des Mixes?

Tyr: Wir bewegen uns an sich ja schon seit „Necropedophilia” auch auf Death-Metal Pfaden. Während der Arbeit zu „Mk. IV” hat es sich immer mehr herauskristallisiert dass die Death-Metal Einflüsse zunehmen, was mitunter auch aus den Wechseln im Line-Up resultiert.

Torturer: Durch die Besetzungswechsel an der Gitarre ging viel Zeit fürs Einarbeiten drauf. Zudem war ich wieder mit Belphegor unterwegs oder im Studio. Außerdem hatte Pestilence nicht mehr die nötige Zeit sich um die Band zu kümmern, was letztendlich zur Trennung führte. So dauerte der Songwriting-Prozess wesentlich länger.

Tino S.: Was wollt ihr mit euren Militaristischen Covern aussagen, ist das einfach nur um zu schockieren, oder steckt da Interesse, vielleicht sogar ein Hobby hinter?

Torturer: Teile der Band interssieren sich für Waffen/Krieg. Kriege waren schon immer ein Bestandteil der Menschheit. Dies floss natürlich in die Texte ein und beeinflusste die Coverwahl.

Tyr: Wie Torturer schon sagte beziehen sich viele Inhalte der Lyrics auf Krieg respektive den Kampf von Mensch und Religionen. Das Coverartwork muss vor allem eine klare Botschaft über den Inhalt überbringen, und dies ist uns denke ich bei „Mk. IV” bestens gelungen.

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