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Interview mit Bus A Move

Interview mit Bus A Move

"Support your local scene!" - Dieser Slogan geht mir durch den Kopf, wenn ich an die Jungs von BUST A MOVE denke, die genau wie ich aus dem Ruhrgebiet kommen und gerade ihre erste Scheibe auf den Markt gebracht haben. Was diese junge Band während der Aufnahmen zum Album erlebt hat, welche Bands als Vorbilder dienen und dass Gitarrist Dimi ein Frauenmagnet zu sein scheint, lest ihr in meinem Interview.

Anna S.: Tach, Jungs! Stellt euch unseren Lesern zum Einstieg doch bitte kurz vor.

Band: Wir sind BUST A MOVE, eine Deathcore-Band aus dem Ruhrgebiet. Marc shoutet, Dimi und Phil spielen Gitarre, Lasse benutzt nen 4-Saiter und Spiller zockt die Drums.

Anna S.: Ihr veröffentlicht in wenigen Tagen euer Debüt-Album "There's No Place Like Home". [erschienen am 19.10.2012 – Anm. d. Verf.] Was hat euch bei den Aufnahmen besonders Spaß gemacht, was war eher anstrengend? Seid ihr mit dem Ergebnis rundum zufrieden?

Band: Besonders cool war die Studiozeit: Man kennt es ja aus den Studiodiaries der großen Bands, wie sie den ganzen Tag im Studio sind, zwischendurch Faxen machen und wieder konzentriert an den Aufnahmen arbeiten. Es muss ein ganz besonderes Feeling sein und dieses hatten wir auch. Beim Aljoscha in den Pitchback Studios waren wir fast 3 Wochen durchgängig, haben dort oftmals geschlafen, den ganzen Tag am Album gearbeitet und abends gesoffen. Eher anstrengend war die Zeit nach dem Studio, da es etwas brauchte, bis die Platte endgültig gemixt und gemastered war und wir das passende Label, welches nun Bastardized Recordings ist, gefunden hatten. Das hat sich dann leider alles etwas hingezogen. Jetzt sind wir allerdings mehr als zufrieden! Die fertige Platte in den Händen zu halten ist einfach ein verdammt gutes Gefühl, das Artwork von Grindesign sieht einfach nur geil aus und vom Klang her ballert "There's no Place like Home" wie Sau.

Anna S.: In meinen Augen ist "There's No Place Like Home" in den Top 3 der Deathcore-Alben, die 2012 erschienen sind. Was sind eure Favourites aus dem Genre?

Band: Wow, Top 3 der deutschen [Nö, sogar der weltweit erschienenen Alben – Anm. d. Verf.] Deathcore Alben, das ist schon ein großes Lob, danke dafür! Unsere Favourites sind alle ähnlich und doch nicht immer gleich. Hinzu kommt, dass es meistens Phasen gibt, in denen man mal die eine und mal die andere Band gut findet. Zu den Top-Bands zählen aber WHITECHAPEL,MOLOTOV SOLUTION, UPON A BURNING BODY und AUGUST BURNS RED.

Anna S.: Wenn man euren Bandnamen in eine Suchmaschine eintippt, springen einem niedliche kleine Dinos und bunte Kügelchen entgegen. Wie kam es also dazu, dass ihr euch BUST A MOVE genannt habt?

Band: BUST A MOVE lässt sich mit BAM abkürzen, das reicht doch eigentlich schon als Erklärung, oder? Das mit den bunten Kügelchen und den Dinos wussten wir zu diesem Zeitpunkt ehrlich gesagt gar nicht. BUST A MOVE steht halt einfach für Energie, Power und Bewegung – dieses Gefühl wollen wir den Leuten auch vermitteln wenn wir auf der Bühne stehen: "Bewegt euch verdammt noch mal" – Bust A Move eben!

Anna S.: Was ist für euch das Geilste an einem Gig? Und was geht gar nicht, während ihr auf der Bühne seid?

Band: Das Geilste an einem Gig ist der Nervenkitzel, die Adrenalinschübe, das leichte Kribbeln im Bauch, wenn unser Intro losgeht und man auf die vier Einzähler wartet: Ab dann ist kein Halten mehr – pure Eskalation! Vor allem, wenn die Energie, mit welcher wir unsere Shows auf die Bühne und zum Publikum bringen, von der Crowd positiv entgegengenommen wird. Sobald sich die Leute vor der Bühne bewegen und wir merken, den Leuten gefällt, was wir machen, pusht es uns sehr und man weiß, wofür man das Ganze macht! Was gar nicht geht auf der Bühne, sind technische Defekte oder schlechter Sound: Wir müssen halt schon hören können, was der andere und man selber spielt. Auch reißende Saiten oder umfallende Beckenständer sind eher nicht so schön. Was auf den Shows vor der Bühne gar nicht geht ist, wenn Leute beim Moshen oder was auch immer aggressiv aufeinander zugehen! Schließlich sind wir ja alle da, um eine gute Zeit zu haben!

Anna S.: Hattet ihr schon mal ein richtig peinliches Erlebnis bei einem Konzert?

Band: Peinlich nicht, eher lustig: Dimi wurde während eines Gigs von einer Schar junger Frauen umarmt und angetanzt. Das war sehr lustig, aber wahrscheinlich auch nur dann, wenn man selber dabei war.

Anna S.: Was macht ihr neben BUST A MOVE? Arbeitet oder studiert ihr?

Band: Marc und Phil machen eine Ausbildung, Lasse und Dimi arbeiten im Einzelhandel und Spiller geht zur Uni. Manchmal ist es echt schwer, das alles unter einen Hut zu kriegen: Probetermine, Konzerte, Arbeit etc. Irgendwie schaffen wir es aber trotzdem immer!

Anna S.: Wie stellt ihr euch die Zukunft vor? Reicht euch die Rolle der Lokalhelden oder wollt ihr hoch hinaus?

Band: Natürlich wollen wir hoch hinaus, am liebsten würden wir mal eine Tour für ein, zwei Wochen mit einer etwas bekannteren Band spielen, am besten natürlich in ganz Europa, das wäre echt der Hammer. Mit dem Album-Release denken wir, dass die Chancen auch ganz gut stehen, dass das nächstes Jahr passieren wird! Wir haben auf jeden Fall richtig Bock auf Shows, Shows, Shows!

Anna S.: Zum Schluss ein bisschen Brainstorming! Was fällt euch zu Folgendem ein:

Band: Ruhrpott:
Es gibt keinen besseren Ort als den Ruhrpott, unser Zuhause: "There's no Place like Home"
Spotify:
Noch nicht genutzt, soll aber ganz gut sein, oder? GEMA:
GEMA nach Hause
Fußball:
eher nicht so unser Ding, bis auf Marc
Groupies:
kein Kommentar
Straight Edge:
Jeder wie er es selber mag. Für uns ist das nichts - wir trinken und rauchen gerne und besonders viel!
Körperschmuck:
Plugs haben bei BAM 4 Leute, Tattoos 3 Leute.
Bodybuilding:
Eigentlich ne gute Sache, macht bei uns aber auch nicht jeder (mehr), nur Marc und Phil betreiben es noch regelmäßig!
Frauen im Metal:
Coole Sache, sollte es mal mehr von geben!

 
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