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Jahrespoll:

24.01.2013

Rückblick 2012 - Ein deliziöser Metal-Jahrgang!



BildPersönliches "Best Of 2012"
von Bianca P.

Favorisierte Genres: Melodic Death Metal, Thrash Metal, Death Metal, Metalcore

Beste Facette des Metal: Die Vielseitigkeit

Lieblingsgetränk: Wasser



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Bild10. Evenoire - Vitriol
"Vitriol" ist für mich definitiv eine Bereicherung des Musikmarktes, auch wenn Female Fronted Gothic Metal ja nun alles andere als eine Neuerfindung ist. Evenoire kreieren auf ihrem Erstling dennoch einen ganz eigenen Sound, der neben klassischen Gothic Metal Klängen auch eine progressive Note enthält und es versteht auf träumerische Art in fremde Welten zu entführen. Ein sehr gutes Debüt mit guten Zukunftsaussichten. ➧ Zum Review

Bild9. Strydegor - In the Shadow of Remembrance
Zufällig auf dem Metalfest in Dessau kennengelernt, wusste es diese junge Band mich live sofort in ihren Bann zu reißen. So ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, ihr aktuelles Album mal näher zu begutachten und siehe da, Viking Metal aus Norddeutschland - das geht! Auch wenn die Jungs noch ein bisschen an sich arbeiten müssen, haben sie durchaus Hitpotenzial und das Songwriting ist bereits jetzt überragend. Sollte man auf jeden Fall im Auge behalten.
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Bild8. Overkill - The Electric Age
Noch ein großes Thrash-Release dieses Jahr. Mit "The Electric Age" räumen Overkill mal wieder kräftig ab. Wie schon auf dem Vorgänger "Ironbound" wird kräftig auf die Tube gedrückt und die Herzen eines jeden Old School Thrashers dürften hier höher schlagen. Zwar kommt das Album nicht ganz an seinen Vorgänger heran, aber es ist auch keine Enttäuschung. In gewohnter Manier preschen Overkill durch das Album und legen dabei eine unglaubliche Spielfreude an den Tag. "The Electric Age" macht Spaß auf ganzer Linie und lässt kaum Wünsche offen.

Bild7. Ensiferum - Unsung Heroes
Musikalisch anspruchsvoller als seine Vorgänger, aber trotzdem nach wie vor im Viking Metal zuhause, lässt "Unsung Heroes" sich gut in die Erfolgsalben der Finnen einreihen. Obwohl kein Song besonders heraussticht und es an einigen Ecken und Kanten ein wenig schwächelt, ist "Unsung Heroes" ein sehr starkes Album. Der rote Faden ist durchgehend erkennbar und die Songs fügen sich harmonisch zusammen, fast so als wären sie aus einem Stück gemacht. Gefällt mir sehr und zeigt einmal mehr, das Ensiferum zur internationalen Viking Metal Spitze dazu gehören. ➧ Zum Review

Bild6. Lamb of God - Resolution
Mit ihrem siebten Studioalbum haben Lamb of God quasi alles richtig gemacht. Auf "Resolution" vereinen die Jungs die Stärken ihrer Vorgängeralben "Sacrament" und "Wrath" und perfektionieren dies zu einem großartigen Gesamtwerk, welches vor allem durch Liebe zum Detail und unglaublichen Abwechslungsreichtum besticht. Auch die musikalische Vielseitigkeit und das starke Songwriting sind nicht zu verachten. ➧ Zum Review

Bild5. Before the Dawn - Rise of the Phoenix
Die einzigartige Kombination aus Melodic Death und Dark Metal machen Before the Dawn zu einem meiner Alltime Favoriten. Ihr neuestes Output "Rise of the Phoenix" stellt da keine Ausnahme dar. Zwar ist es meiner Meinung nach nicht ganz so stark wie "Deathstar Rising" und das Fehlen von Sänger Lars bleibt nicht unbemerkt, dennoch reißt es mich in seinen Bann und ich kann es immer wieder anhören, ohne dass es langweilig wird. Die Melodien lassen mich für eine Weile dem Alltag entschwinden und das Songwriting ist auch erstklassig.

Bild4. Testament - Dark Roots of Earth
Kreator, Tankard, Testament, das sind wohl die am meisten erwarteten Thrash-Alben des Jahres gewesen. Welches von den dreien nun wirklich das Beste war ist schwer zu sagen, da zum Teil doch ganz unterschiedliche Werke entstanden sind. Kreator haben Testament für mich zwar um Längen geschlagen, dennoch ist "Dark Roots of Earth" ein verdammt starkes Album an dem es so gar nichts zu meckern gibt. Abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass es an die Härte von "The Gathering" (1999) nicht heran reicht. ➧ Zum Review

Bild3. Eluveitie - Helvetios
Auch wenn sich an "Helvetios" die Geister scheiden, hat mich das Album absolut überzeugt. Bereits am Anfang des Jahres erschienen, wusste ich, dass es für mich die Pagan-Scheibe des Jahres sein wird und so ist es letztendlich auch gekommen. Besonders haben mich das fantastische Songwriting und der Detailreichtum des Albums überzeugt. Manch kritische Stimme mag dies zwar anders sehen, aber ich denke, wenn man sich erstmal reingehört hat, ist "Helvetios" eine wahre Perle und auch live wissen die Schweizer damit zu überzeugen.
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Bild2. Alcest - Les Voyages de l'Âme
Die Musik des Franzosen hat mich ja schon immer fasziniert. In einem Interview sagte Neige einmal, dass er mit seiner Musik in fremde Welten entführen wolle. Der Gesang bestünde daher auch nicht aus Worten, sondern erdachten Lauten, die sich wie ein eigenes Instrument in die Musik einfügen. Genau so ist es auch. Mit "Les Voyages de l'Âme" schafft er es abermals eine ganz eigene Welt zu kreieren, deren Echo sich in meine Seele schleicht und dort festsetzt. Ich liebe es! ➧ Zum Review

Bild1. Kreator - Phantom Antichrist
Für mich ohne Zweifel DAS Album des Jahres. Die alteingesessenen Thrasher überzeugen mal wieder auf ganzer Linie und schaffen es meiner Meinung nach sogar, ihrer bisherigen Erfolgskarriere noch die Krone aufzusetzen. "Phantom Antichrist" ist nicht nur 100% KREATOR, nein, es ist eine Perfektion und Weiterentwicklung ihres bisherigen Sounds. Ganz großes Album, wird mir sicher lange im Gedächtnis bleiben – verdiente Nummer 1! ➧ Zum Review
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Bestes Debütalbum des Jahres
Dieses Jahr sind mir nicht allzu viele Debütalben untergekommen, aber mit den NITROGODS und EVENOIRE gab es definitiv eine Bereicherung des Musikmarktes. Bei den NITROGODS handelt es sich zwar nicht gerade um eine Neuerfindung, dennoch bringt das Rotztrio soliden Drecksau Rock 'N' Roll und macht einfach Spaß! EVENOIRE haben es mir dagegen sehr angetan. Female Fronted Gothic Metal ist zwar auch eher ein Klassiker, aber die Italiener schaffen es, auf eine einzigartige Art und Weise ihren eigenen Sound zu kreieren, welcher von einer erstklassigen Stimme getragen wird und weiß auf träumerische Art in fremde Welten zu entführen - ganz große Klasse!

Beste Liveerfahrungen des Jahres:
Unzählige. Ich bin auf vielen Konzerten und Festivals unterwegs gewesen und hab sehr viele sehr gute Auftritte beobachten können. Besonders TRAGIC CAUSE auf dem Metal Bash, HEAVEN SHALL BURN in Hamburg, SACRED REICH, SEPULTURA, AMON AMARTH und IN FLAMES in Wacken, ELUVEITIE, DARK TRANQUILLITY, EMERGENCY GATE und FUELED BY FIRE auf dem Metalfest Dessau haben mich weggeblasen.

Größte Liveentäuschung des Jahres:
Definitiv MEGADETH auf dem Metalfest Dessau. Ich habe noch nie etwas derart lustloses und fanfremdes gesehen. MEGADETH sind und waren großartige Musiker, aber live sind sie ein riesen Reinfall - definitiv kein zweites Mal!

Größte Überraschung des Jahres:
FUELED BY FIRE. Die Old School Thrasher haben mich einfach restlos überzeugt. Beste Liveerfahrung, vor kleinem Publikum und besser als so mancher Act auf der Hauptbühne. Da könnten sich MEGADETH direkt mal die ein oder andere Scheibe von abschneiden - so macht Metal Spaß!

Größte Enttäuschung des Jahres:
Die diesjährige Orga des Wacken Open Air. Sicher gab es durch das Wetter einige Schwierigkeiten und ich rechne es den Veranstaltern hoch an, dass sie es trotzdem geschafft haben, das Festival so gut es geht in gewohnter Weise durchzuführen, aber das Verhalten der meisten Ordner war alles andere als professionell. Drohungen und unnötige Drangsalierungen den Festivalbesuchern gegenüber, Bands den Strom abstellen, mal wieder erhöhte Preise und überquellende Dixiklos, sind einfach kein Spaß mehr...

Fazit:
Insgesamt war 2012 für mich ein gutes Metaljahr. Es gab einige starke Releases, allen voran natürlich "Phantom Antichrist", und auch Konzert und Festivaltechnisch bin ich sehr zufrieden. Leider hatte ich in der zweiten Jahrehälfte nicht die Gelegenheit mich so ausführlich mit meiner Musik zu beschäftigen wie sonst, da ich vorübergehend in Irland residiere und hier einen zeitraubenden Job absolviere, weshalb viele Veröffentlichungen der zweiten Jahreshälfte mehr oder weniger an mir vorbei gegangen sind. Dennoch ist es ein positiver Rückblick und ich freue mich schon auf das nächste Jahr!

➧ Persönliches "Best Of 2012" von Malte H.



(Autor(en): Bianca P., Johannes S., Kevin G., Malte H., Sascha S., Tizian C., Torben K.)
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