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Jahrespoll:

24.01.2013

Rückblick 2012 - Ein deliziöser Metal-Jahrgang!



BildPersönliches "Best Of 2012"
von Johannes S.

Favorisierte Genres: Psychedelische und atmosphärische Musik jeglicher Machart, speziell aber Black Metal

Beste Facette des Metal: Atmosphäre, Experimentierfreundigkeit, Genregrenzen sprengen

Lieblingsgetränk: Chai, Wasser



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Bild10. Panopticon - Kentucky
Die Vorzeigeband in der winzigen Nische des "Red Anarchistic Black Metal" zeig hier für mich zum ersten mal echtes Talent, was Songwriting angeht. Eine so noch nie gehörte Mischung aus rohem Black Metal und typisch amerikanischem Bluegrass. Klingt auf dem Papier verdammt schräg, die Rechnung geht aber auf.

Bild9. Hexvessel - No Holier Temple
Der Nachfolger der grandiosen "Dawnbearer" konnte alle Erwartungen erfüllen und legt sogar noch einen drauf. Neu im Mix sind (Doom) Rock-Anleihen, die das so schon variable Klanggebilde perfekt ergänzen. Naturmystik in Reinkultur.
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Bild8. Nontinuum - The Stars You Gathered, The Stars I...
...Destroyed - Ein weiteres neues Projekt aus Australien, wo in den letzten paar Jahren schon so manche Band zu Höchstform herangewachsen ist. Schöner und eingängiger Post-Black Metal, vor allem durch die für das Genre erfrischend kurze Albumlänge sehr angenehm zu hören.


Bild7. Dodecahedron - Dodecahedron
Ein mächtiges Debütalbum aus Holland. Chaotischer Black Metal der Marke Deathspell Omega trifft auf unheimliche Ambient-Flächen und andere tolle Experimente. Besonders das dreiteilige Finale vereint in über 20 Minuten Spielzeit alles, was ich an extremer Musik toll finde. Groß!
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Bild6. A Forest of Stars - A Shadowplay for Yesterdays
Die Eigenbrötler aus England zeigen sich auf ihrem nun dritten Album so eingängig wie noch nie, sind aber immer noch einzigartig mit ihrem Bandkonzept rund um das Viktorianische Zeitalter und tragen immer noch dieselbe seltsame Magie mit sich.


Bild5. Mondstille - Seelenwund
Eine weitere Überraschung in diesem tollen Jahr. Wundervolle Melodien, sowohl von Gitarre als auch von der Violine kommend, werden hier mit viel Hingabe und Ideenreichtum serviert.



Bild4. Baroness - Yellow & Green
Baroness haben den Sludge großteils hinter sich gelassen und veröffentlichten ein Doppelalbum vollgepackt mit teils gefährlich eingängigen Songs, und zwar gleich 18 Stück davon. Alles Killer, kein Filler. Ich ziehe meinen Hut vor so viel Kreativität und Hit-Gespür.
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Bild3. The Secret - Agnus Dei
Meine Lieblingsitaliener sind wieder da, und sie sind immer noch furchtbar angepisst. "Agnus Dei" ist voller boshafter Gewalt, ein hässliches Monster aus Hardcore/Crust und Black Metal, das uns den Spiegel vorhält. Ein unglaublich konsequentes Album, das aus beiden Lagern mehr herausholt als 90% der jeweiligen Genrevertreter.

Bild2. Between the Buried and Me - The Parallax II: ...
...Future Sequence - Alle Erwartungen wurden erfüllt: Mit dem zweiten Teil ihres ambitionierten Projektes ist es den sympathischen Jungs gelungen, ein Album zu kreieren, das dem Meisterwerk "Colors" so gefährlich nahekommt wie noch nie zuvor. Hier findet man auf engstem Raum technische Meisterleistungen und eingängige Ohrwurm-Refrains, ohne jemals den roten Faden zu verlieren.

Bild1. Converge - All We Love We Leave Behind
Auch Converge ließen alle Zweifler hinter sich und setzten ihre weiterhin ununterbrochene Kette aus grandiosen Alben fort. Mehr als ein ehrfürchtiges "wow" will mir hierzu nicht einfallen.

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Debütalbum des Jahres:

BildThe Great Old Ones - Al Azif
Neben den schon erwähnden NONTINUUM und DODECAHEDRON sind hier auch die Franzosen THE GREAT OLD ONES zu nennen, die nur sehr knapp an meinen Top 10 vorbeigeschrammt sind. Sie haben es geschafft, den mittlerweile fast schon trendy Mix aus Black Metal, Post-Rock und Shoegaze erfrischend anders zu vertonen. ➧ Zum Review

Live-Erlebnis des Jahres:
Mein erstes Brutal Assault Festival in Tschechien. Die lange Reise dort hin ist wirklich jede Mühe und jeden Cent wert. Die Qualität ist nicht einfach nur besser als alles, was ich bis jetzt in Deutschland und Österreich erlebt habe - da liegen sogar Welten dazwischen. Organisation, Lineup, Preise, Detailverliebtheit, Location - alles top! (Wobei das natürlich nicht gegen hiesige Festivals gerichtet sein soll, im Gegenteil.)

Überraschung des Jahres:
BARONESS und ihr radikaler Umbruch. Dann auch noch beim ersten Anlauf so erfolgreich, damit habe ich beim besten Willen nicht gerechnet.

Fazit:
2012 war für mich das beste Musikjahr seit langem. Die Enttäuschungen waren so gut wie gar nicht vorhanden, alle Erwartungen wurden erfüllt bis übertroffen. Zudem gab es auch viele Überraschungen und eine regelrechte Flut an tollen Debütreleases - ganz egal in welchem Genre ich gerade unterwegs war.
Das ergibt halt irgendwo auch den faden Beigeschmack bzw. die Angst, wohl lange nicht mehr so sehr von grandioser Musik verwöhnt zu werden. Aber mit jedem Jahr entdeckt man auch neue Musikrichtungen und Bewegungen für sich, deshalb blicke ich insgeheim doch sehr optimistisch in die Zukunft. Auf ein großartiges Jahr 2013!

➧ Persönliches "Best Of 2012" von Bianca P.



(Autor(en): Bianca P., Johannes S., Kevin G., Malte H., Sascha S., Tizian C., Torben K.)
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