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Bericht:

20.12.2014

X-Melt 2014 - Merry Thrashmas im Gebäude 35


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Alle Jahre wieder läutet das X-Melt die Heavy Metal Weihnachtszeit ein. Dieses Jahr war es am 13. Dezember wieder so weit. Das Gebäude 35 öffnete seine Tore zum Glühweintrinken und Mähne schütteln - natürlich wie immer mit passender musikalischer Untermalung. Wobei dieses Jahr ganz im Zeichen des 10-jährigen Bandjubiläums der Thrash Metal Lokalmatadore von REZET stand, deren Auftritt den krönenden Abschluss des Abends bilden sollte. Los ging es allerdings schon um 16 Uhr. Wie gewohnt gab es draußen Glühwein und Würstchen, während drinnen ordentlich gerockt wurde. Der Eintrittspreis lag wieder im Ermessen der Besucher, wobei es diesmal erstmalig kleine Gimmicks für Unterstützer gab: wer 5 Euro zahlte bekam einen Band-Button seiner Wahl dazu und wem das Indoor-Festival ganze 8 Euro wert war, der wurde mit einem Festivalbändchen belohnt. Daumen hoch für diese nette Idee! Auch am Merchstand war wieder einiges los. Neben den Shirts der aufspielenden Kapellen gab es auch die 2014er Ausgabe der begehrten, limitierten Meltdown Supporter Shirts und Pullis. Besonders die Pullis gingen schnell weg und so war Größe XL schon nach kürzester Zeit ausverkauft.

BildTotal Violence

Nachdem der Pulli also gesichert und der erste Glühwein getrunken war, konnte der pünktliche Besucher sich auf die MELTDOWN ALLSTARS freuen, welche um 16:45 Uhr die kleine Bühne im Café eröffneten. Leider war es mir persönlich nicht möglich rechtzeitig zu erscheinen, weshalb ich den Auftritt der Schleswiger Supergroup leider verpasste. Für mich bildeten daher die Thrash-Teufel von TOTAL VIOLENCE den Anfang. Der Bandnahme ist bei den Kellinghusenern definitiv Programm. Mit viel Energie und ordentlich Tempo heizten sie dem Publikum ein, welches sich im Gegenzug ordentlich auspowerte. Ein super Start für diesen Abend.

BildFeindbild

Weiter ging's auf der Café-Bühne mit den Schleswiger Punk-Metallern von FEINDBILD, welche kurzfristig für DOWN ON KNEES eingesprungen sind. Zuletzt habe ich FEINDBILD auf dem Meltdown Festival 2013 gesehen und seitdem hat sich wirklich einiges getan. Das Line-Up wurde quasi einmal komplett durchgetauscht - mit Manni ist ein neuer Mann am Bass und der ehemalige Bassist Brix hat nun das Mikro übernommen. Auch Leadgitarrist Thies ist wieder mit im Bunde, war an diesem Abend allerdings nicht mit von der Partie. Soundtechnisch haben FEINDBILD sich ebenfalls weiterentwickelt. Brix Gesang bringt eine neue Härte mit sich, welche zu Metal-lastigeren Songs geführt hat. Insgesamt eine sehr positive Entwicklung, die der Band zu neuer Stärke verhilft. Dies war auch live spürbar. Voller Energie rockten die Jungs die Bühne und die Fans feierten mit ihnen. Zum Dank gab es dann auch noch eine Runde Kurze von der Band. Klasse Auftritt!

BildIron Kobra

Im Anschluss stürmten IRON KOBRA die Stage 35 und begeisterten Old-School Liebhaber mit einer geballten Ladung Heavy Metal. Der Raum war gut gefüllt und das Publikum schien sich sichtlich über den Besuch aus Gelsenkirchen zu freuen. Rock aus'm Pott? Das funktioniert eindeutig auch im hohen Norden! Danach widmete man sich allerdings wieder den Lokalhelden. Mit LEBEN gab es im Café eine geballte Ladung Hardcore auf die Ohren und eine Plattform um sich mal so richtig auszutoben. LEBEN haben sich in Schleswig inzwischen einen Namen gemacht und sind immer wieder gerngesehene Gäste auf den Meltdown-Veranstaltungen, was sie auch diesmal wieder unter Beweis stellten. Vor und auf der Bühne herrschte Ausnahmezustand und Sänger Christoph ließ es sich auch diesmal nicht nehmen sich unter die Menge zu mischen und vor der Bühne mit den Leuten abzugehen. Ein Pluspunkt für so viel gute Laune und Energie.

BildLeben

Auf der großen Bühne gab es als nächstes eine Ladung Groove Metal von ETECC. Die Wolfsburger konnten sich leider nicht über einen ganz so großen Andrang freuen wir IRON KOBRA, schlugen sich aber dennoch ziemlich gut. Auch hier war die Spielfreude den Bandmitgliedern förmlich anzusehen und machte Lust auf mehr. Zur nun doch schon fortgeschrittenen Stunde, freuten sich die Besucher auf die beiden Highlights des Abends: DIVIDE und natürlich REZET. Besonders auf erstere freute ich mich ganz besonders. Zwar spielten DIVIDE diesmal nur auf der "kleinen" Bühne, dennoch gab es ordentlichen Andrang, was die Band auch entsprechend honorierte.

BildETECC

Neben den bekannten Songs aus ihrem Album "Messiah of Mutilation", spielten die Kieler mit "Mortification of the Flesh" und "Warhead" erstmalig zwei neue Songs, welche auch extrem gut ankamen. Außerdem wurden kleine Anekdoten vorgetragen, wie DIVIDE und die Kieler Ska-Band TEQUILA & THE SUNRISE GANG sich gegenseitig dissen, was einen guten Sinn für Humor beweist. Ein extrem gelungener Auftritt, der nach Wiederholung schreit.

BildDivide

Danach war es dann endlich soweit, das Highlight des Abends, die Jubiläumsshow von REZET, stand kurz bevor. Die Fotografen positionierten sich also vor der Bühne, während sich der Raum vor der Stage 35 zunehmend füllte. Trotz der mittlerweile unerträglichen Luft, starrten die Fans gebannt auf die Bühne und als die ersten Töne des Intros erklangen, kamen auch die ersten Rufe. "Rezet! Rezet! Rezet!" Dann stürmten die Thrasher endlich die Bühne und legten eine dem Jubiläum angemessene, energiegeladene Show hin. Dafür warteten sie nicht nur mit viel Lichttechnik auf, sondern nahmen den Anlass auch um eine Live-DVD zu drehen. Das Publikum dankte mit viel Jubel und jeder Menge fliegender Haare. Ein schöneres Jubiläum in ihrer Heimatstadt hätten REZET sich wohl kaum wünschen können.

BildRezet

Mein Fazit: Mit der X-Melt 2014 hat sich das Meltdown-Team mal wieder selbst übertroffen. Bis auf kleinere Zeitverzögerungen gab es absolut nichts zu meckern, was die ca. 350 Besucher auch entsprechend quittierten. Die Bands waren der Hammer und die Stimmung extrem gut. So wünscht sich das Metallerherz eine vorweihnachtlichen Konzertabend. (Autor(en): Bianca P.)
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