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Bericht:

10.10.2012

Full HD Festival - Bis zum nächsten Mal!


BildAm Samstag, den 6. Oktober 2012, machten sich die tapferen metal.tm-Ostfriesen Sascha, Malte und Jannes auf nach Hinte, um der ersten Ausgabe des FULL HD (= Heavy Definition) Festivals einen Besuch abzustatten.
Die Anreise gestaltete sich dabei ebenso unkompliziert wie der Einlass, sodass es ohne Probleme und Verzögerungen losgehen konnte. Lest im folgenden, was das FULL HD Festival so alles zu bieten hatte.

BildNachdem der Einlass schon um 16 Uhr begonnen hatte und sich der Parkplatz nach und nach füllte, fing das Festival pünktlich um 17 Uhr mit I SMASH THE PANDA aus Oldenburg an. Die Jungs hatten natürlich um die Uhrzeit und mit ihrem Metalcore leichte Startschwierigkeiten, was aber überhaupt nicht an ihrer Show lag. Die Bude war einfach noch nicht wirklich voll und das Publikum natürlich auch nicht. Nach mehrmaliger Aufforderung von Sänger Dennis kamen die Leute dann auch näher in Richtung Stage und die Stimmung wurde langsam und stetig besser. Die Songs selber waren astrein gespielt und die Show an sich war auch Top. Ein erstklassiger, wenn auch unbekannter Opener bei dem besonders Gitarrist Pouja beeindruckte.

Nach einem kurzen Plausch am Merchstand kamen als nächstes die uns nicht unbekannten BURIAL VAULT auf die Bühne, hatte doch seinerzeit Kollege Sascha das Review (ZUM REVIEW) für die erstklassige Langrille "Ekpyrosis" verzapft. Alleine der Soundcheck machte schon klar, dass es sich hier wohl um etwas andere Musik handelt.
Nach einer kleinen Pause feuerten die Papenburger Mannen sofort absolut kompromisslos ihre Songs aufs Publikum ab. Sehr stimmungsvoll, aber immer aggressiv und in Bewegung, kamen die Jungs rüber. Von irgendwelchen Veränderungen im Line-Up konnte man beim besten Willen nichts erkennen und das obwohl Bassist Amko Groeneveld seinen Posten geräumt hat und für diesen Gig durch einen der beiden Gitarristen der Black Metal Band NAMRASIT ersetzt wurde. Dieser hatte kaum Zeit, sich in die Songs einzuarbeiten und überzeugte dennoch durch Sicherheit und Spielfreude. Respekt! Selbiger Bassist (der Name ist mir leider entfallen, sorry! Aber das Bier war lecker!) stellte sich übrigens auch als netter Zeitgenosse heraus, dem man sein Alter trotz mehrmaliger Versicherung dennoch nicht abkaufte. Dafür wirkte der gute Herr einfach viel zu sicher auf der Bühne.
Nichtsdestotrotz absolut geile Show von BURIAL VAULT, die auch Vollprofis nicht viel besser hinbekommen hätten.

BildBurial Vault

BildDie nächste Band war dann die aus Emden stammende Old School Death-Thrash Formation TOFORGIVE. Der Auftritt stand von vornherein unter keinem guten Stern. Einige Besatzungswechsel und die Erkältung von Sänger Marco hatten dazu beigetragen, dass man zu dem Ergebnis kommen konnte, dass sie den Auftritt vielleicht besser hätten canceln sollen. Andererseits muss man den Jungs aber auch dazu gratulieren, dass sie die Eier hatten unter den Umständen überhaupt anzureisen.
TOFORGIVE sind eigentlich eine echt gute Live-Band, aber auf dem FULL HD war es eben nicht ihr bester Einsatz. "Schwamm drüber... nächste Band", kommentierte Kollege Sascha den Umstand. Der Rest von den vor Ort wütenden metal.tm-lern hatte jedoch richtig Spaß an der Performance der Band und schüttelte hin und wieder - genauer genommen zwischen den Bierpausen - die Mähnen.

BildSHARON TATE aus Aurich waren als nächste an der Reihe und spielen Hardcore mit Thrash und Stoner Einflüssen. Im Großen und Ganzen wissen die Jungs was sie machen, aber der Auftritt selbst wirkte irgendwie deplatziert und war für Kollege Sascha auch vorbei als Sänger Aron verkündete, er würde keinen Alkohol trinken. Daraufhin war Sascha förmlich dazu gezwungen, erstmal an die Bar zu strumpeln und einige Biere zu bestellen.
Der Rest der Bande schaffte es gar nicht erst zu SHARON TATE, da man im Raucherbereich draußen damit beschäftigt war, mit bereits erwähnten Jungs von BURIAL VAULT Bierchen zu trinken. Aber wenn Rumpel-Sascha schon keine Freude an SHARON TATE hatte, dann hätten die Kollegen Malte und Jannes sicher noch schneller als er die Flucht ergriffen. Sorry Jungs, nicht unser Fall, aber man kann ja auch nicht alles mögen.

BildHOPELEZZ aus Wuppertal machten da schon einen ganz anderen Eindruck und ballerten ihren Melodic-Death mit ordentlich Wumms in die Menge. Für eine relativ junge Band (existieren seit 2009) war das schon eine beachtliche Leistung die da geboten wurde. Besonders Sänger Fabio konnte auf der ganzen Länge überzeugen und brüllte wie ein Profi die Songs runter. Starke Bühnenpräsenz und starke Songs machten den Gig für Kollege Sascha zur Überraschung des Abends.

BildDraußen war es mittlerweile dunkel geworden und auf der Uhr war es jetzt Zeit für die erste Death Metal Großmacht des Abends. DISBELIEF ist dann doch irgendwie die erste Band gewesen, bei der man diese gewisse Ausstrahlung bzw. Aura spüren konnte. Kein Wunder also, dass sich auch die Kollegen Malte und Jannes nun endlich wieder vor der Bühne eingefunden hatten, um DISBELIEF ein Ohr zu schenken.
Die Songs, die Performance, das Charisma, alles passte wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Sehr geiler Auftritt von einer Band, die Kollege Sascha (zweifelsfrei unser Experte für derlei Musik an diesem Abend) selber schon beinahe abgeschrieben hatte. Er war es auch, der die Jungs vorher schon einmal auf dem With Full Force Festival begutachten durfte und feststellen musste, dass DISBELIEF entweder einen weiteren Schub bekommen haben mussten oder es handelte sich schlicht bei den Hessen um eine weitere Band, die man sich unbedingt in einem Club anschauen sollte. Absolut Fett!

BildNach einer kleinen Umbaupause kam dann der Höhepunkt. DEBAUCHERY waren an der Reihe. Zugegeben, bei den ganzen Besetzungswechseln in den letzten Jahren und auch ihren - sagen wir mal - Stil-Entwicklungen hatten wir total verpeilt, dass mittlerweile Juli den Bass bei den Schwaben spielt. So war es eine nette Überraschung, als die rothaarige Dame die Bühne betrat. Umso schöner, dass die Frau nicht nur gut aussieht, sondern ihren Bass auch ordentlich zum Brummen bringen kann.
Knallhart auf den Punkt und schön blutverschmiert war die Show, die ihren „Höhepunkt“ in einer Striptease-Einlage eines Blood Babes hatte. Letztendlich muss man sich fragen, ob DEBAUCHERY eine solche Show-Einlage wirklich nötig haben, denn bei manchen Besuchern hatte man doch eher das Gefühl, dass sie nur auf den Strip gewartet und sich dann schleunigst verzogen haben (um was auch immer zu tun). So geriet die Musik etwas in den Hintergrund und natürlich ging das ganze nicht ohne Kunstblut von statten, was ebenfalls nicht jeder im Raum wirklich gut fand.

BildDen meisten aber hat's gefallen, vor allen Dingen Mike - so hieß der Glückliche auf der Bühne, der sich mal so richtig schmutzig machen durfte. Was will man(n) zum Abschluss mehr als Metal, Bier und Möpse?

Fazit:
Das Ganze Festival war sehr familiär und sehr gut durchorganisiert, was uns ein selig grinsender Karsten Jäger (Sänger von DISBELIEF) bestätigte. Auch die Jungs von BURIAL VAULT hatten merklich auch nach der Show noch ihren Spaß und wir alle hoffen, dass sich das FULL HD Festival etablieren wird. Nach Aussage eines der beiden Veranstalter sieht's für die Zukunft auch sehr gut aus.
Hoffen wir also, dass es auch im nächsten Jahr wieder heißt: "Full HD Festival - presented by metal.tm!" (Autor(en): Malte H., Sascha S.)
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