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Jahrespoll:

24.01.2013

Rückblick 2012 - Ein deliziöser Metal-Jahrgang!



BildPersönliches "Best Of 2012"
von Kevin G.

Favorisierte Genres: Doom, Black, Death, Prog Metal/Rock, Neo Folk

Beste Facette des Metal: Die Experimentierfreudigkeit (wenn vorhanden)

Lieblingsgetränk: Punica Tea und Fruit Exotic



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Bild10. Blut aus Nord - 777: Cosmosophy
Die experimentierfreudigen Black Metaller aus Frankreich versuchen sich hier an atmosphärischen Ambientklängen und dies gelingt ihnen wirklich vorzüglich. Ein wirklich würdiger Abschluss ihrer 777 Trilogie.



Bild9. Jambinai - Différance
Eine herrlich unkonventionelle Band aus Südkorea, welche mit traditionell Koreanischen Instrumenten (und Gitarre), Post Rock Elemente mit noisigen Momenten mischt und somit ein schön atmosphärisches Werk kreiert.
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Bild8. 2:54 - 2:54
Ein entspannender Mix aus 80's Darkwave / Shoegaze und Indie Rock, geschwängert mit leichter Melancholie. Eine schön frische Platte die nie langweilig wird und zudem noch eine schöne Grundstimmung besitzt.



Bild7. Ahab - The Giant
Die deutschen Funeral Doomer Nummer eins, zeigen sich auf ihrem aktuellen Output abwechslungsreicher denn je und segeln damit über die Genregrenzen hinaus zu neuen Gefilden. Ich bin mal gespannt wohin sich das noch entwickeln wird.
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Bild6. Geraniüm - Geraniüm
Diese Franzosen sind für mich wohl die Newcomer des Jahres. Auf ihrem selbstbetiteltem Debut Album spielt man herrlich dreckigen (Neo) Crust, welcher sich teilweise als recht episch erweist und hier und da etwas an Alpinist erinnert.
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Bild5. Sigh - In Somniphobia
Die Japaner dürften hiermit eines ihrer bislang stärksten Werke abgeliefert haben. Durchgedrehter Avantgarde - Zirkus - Black Metal at its best.
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Bild4. Katatonia - Dead End Kings
Meine absolute Lieblingsband darf hier natürlich nicht fehlen. Mit ihrem neuen Output haben sie meiner Meinung nach den progressiveren, metallischen Weg den man damals mit „Viva Emptines“ einschlugen perfektioniert und liefern einen traurigen Hit nach dem anderen ab.
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Bild3. Amenra - Mass V
Amenra sind stark wie eh und je und schaffen es mal wieder jegliches Licht auf der Welt erlöschen zu lassen. "Mass V" präsentiert sich dabei nochmal um einiges doomiger als die vorherigen Releases und zermürbt somit die Seelen aller die sich darauf einlassen werden.
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Bild2. Converge - All We Love We Leave Behind
Die Hardcorelegenden zeigen sich 2012 so stark wie schon lange nicht mehr und liefern mit ihrem neuen Output einen grandios chaotischen Hassbrocken ab, wie er eigentlich nur von dieser technisch versierten Math Core Band kommen kann.


Bild1. Swans - The Seer
Ein genial unkonventionelles Werk alt eingesessener Musiker, die mal wieder zeigen, wie weit man Genregrenzen sprengen kann. Ein schwer zugängliches, aber mindestens genauso intensives Hörerlebnis welches man sich nicht entgehen lassen sollte.
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Weitere Highlights:
Man man, es gibt noch etliche Scheiben die ich hier noch erwähnen müsste. Zum Beispiel das neue ENSLAVED Album "Riitiir" welches den Prog. Black Metal der Vorgängeralben weiterhin verfeinert oder "A Shadowplay for Yesterdays" von A FOREST OF STARS, welches nur knapp meine Top 10 verfehlte und herrlich "anderen" BM bietet.
CRIPPLED BLACK PHOENIX konnten dieses Jahr sogar gleich mit zwei grandiosen Veröffentlichungen aufwarten, dabei suchen Album als auch EP ihres gleichen im old school Prog.
PARADISE LOST haben endgültig zu alter stärke zurückgefunden und BETWEEN THE BURIED AND ME lassen einmal mehr die Herzen aller Progressive Metal Freunde höher schlagen.

Bestes Debütalbum des Jahres:
Neben den GERANIÜM und 2:54 Alben muss ich hier unbedingt die Erstlingswerke von KONTINUUM "Earth Blood Magic" und STAGNANT WATERS "s/t" nennen. Beide Bands überzeugen mit einem großen Ideenreichtum, wobei erstere recht eingängig und zweitere stark vertrackt zu Werke gehen.

Beste Liveerfahrungen des Jahres:
Das waren wohl AHAB im K17 (sehe Bericht) und KATATONIA im Berliner Huxleys neue Welt. Aber auch CONVERGE konnten mich im SO 36 von sich überzeugen.

Überraschung des Jahres:
Nach all den Besetzungswechseln hatte ich ja schon das Grauen vor dem neuen THE FACELESS Album "Autotheism". Die Jungs haben allerdings ein grandioses progressive Metal Album auf die Beine gestellt mit dem sicherlich nur wenige gerechnet haben. Natürlich hat diese neue Ausrichtung nicht mehr allzu viel mit dem nahezu perfekten "Planetary Duality" zu tun aber das war ja schon lange klar. Zumal sie im Tech Death eh nicht mehr besser hätten werden können.

Größte Enttäuschungen des Jahres:
SWALLOW THE SUNs neues Album kommt leider nicht einmal ansatzweise an die grandiosen Vorgänger heran. Lediglich der Titeltrack ist ganz nett, sonst kann man sich aber kaum vom Groß des Genreeinerleis absetzen.
Auch die neue BARONESS Scheibe konnte mich sogut wie gar nicht überzeugen. „Yellow & Green“ ist im Gegensatz zu den Sludge Vorgängern nur ein laues Rock-Lüftchen.
CRADLE OF FILTH verlassen sich auf ihrem neuen Werk leider zu sehr auf die Kurzweiligkeit ihrer Stücke und büßen dabei den größten teil der Atmosphäre ein, die die Vorgänger so gut machte.
SHINING konnten mich dieses Jahr ebenfalls nicht wirklich überzeugen. Weder die lahme Cover EP, bei der Songs 1:1 nachgespielt werden, noch das neue Album können mich auch nur ansatzweise vom Hocker reißen. Es ist vor allem deswegen schade, weil ich die "V: Halmstad" nach wie vor vergöttere.

Fazit:
2012 überzeugte durch eine bombastische Schar an großartigen Alben wie man es schon lange nicht mehr erleben durfte. Ich denke mal 2013 kann dagegen nur abstinken. Ich lasse mich aber natürlich auch gern vom Gegenteil überzeugen. Mit der neuen CULT OF LUNA steht ja schon mal ein interessantes Album vor der Türe. (Autor(en): Bianca P., Johannes S., Kevin G., Malte H., Sascha S., Tizian C., Torben K.)
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