Auf ein neues!
Am 4. August ist es wieder soweit. Genau genommen beginnt das selbst betitelte größte Metal Open Air allerdings schon am Mittwoch, den 3. August. Denn drei Tage kann ja jeder. Und ein Festival das sich in allen Belangen von der „Normalität” abgrenzen möchte, braucht schließlich auch zeitlich mehr Raum um das der Welt beweisen zu können.
Nachdem am Dienstag Abend die letzten Einkäufe erledigt sind, steht warten auf unsere Mitreisenden an. Als Abfahrtstermin wurde vorsorglich 23 Uhr festgemacht. Schließlich kommt man Nachts bzw. früh Morgens noch am humansten durch den Elbtunnel bei Hamburg, ohne im unerbittlichen Berufsverkehr zu landen.
Kurze Zeit später kommt auch schon unser diesjähriges Wacken-Schlachtschiff um die Ecke. Der bullige Chevy Van sieht in den engen Straßen der Stadt extrem fehl am Platze aus. Sicher fährt er sich auch so. Nicht umsonst nennt ihn der Besitzer liebevoll seinen Panzer. Nachdem das Gefährt sehr langsam aber sicher seinen Stand auf dem kleinen Innenhof gefunden hat, werden die letzten Ecken frohen Mutes mit dem Rest Gepäck versehen und die Abreise vorbereitet. Die letzten Stunden werden verbummelt und um Punkt 11 wird der Zündschlüssel umgedreht... aber, wie sollte es auch anders sein: ohne Resultat. Ja, eine Auto-Batterie betriebene Kühltruhe aus Versehen drei Stunden lang ohne Fahrbetrieb angeschlossen zu lassen, scheint doch keine so gute Idee zu sein. Glücklicherweise fruchtet die Starthilfe, und damit alle Nachbarn in ihren Betten mitbekommen, dass wieder Wackenzeit ist, darf der Motor noch ein paar mal geräuschvoll aufheulen — natürlich aus reiner Notwenigkeit...
Die Autobahnen sind so, wie sie sein sollten wenn wir uns nächtens auf den Weg machen. Gähnend leer. In einem Rutsch geht es geschmiert wie Butter durch, bis zum noch (relativ) ruhigen Dörfchen, umringt von idyllischen Weiden. Es ist 5 Uhr als wir auf den Parkplatz vor dem Check-In holpern, und unsere Sorge, dass wir noch zwei Stunden bis zur Öffnung des Schalters um 8 warten müssen, zerstreut ein trotz der unmöglichen Morgenstunde freundlicher Ordner. Nach Zeltaufbauen, Platz für bekannte Nachzügler abstecken und dem ausnutzen der leeren und noch nach Zitronen duftenden Klos, hauen sich alle Mann/Frauen erstmal eine Runde aufs Ohr, um die quasi nicht vorhandene Nachtruhe nachzuholen.
(Autor(en): Saskia Z.)
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