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Bericht:

10.10.2011

Wacken Open Air 2011 - Die Welt ist klein


BildAuf ein neues!
Am 4. August ist es wieder soweit. Genau genommen beginnt das selbst betitelte größte Metal Open Air allerdings schon am Mittwoch, den 3. August. Denn drei Tage kann ja jeder. Und ein Festival das sich in allen Belangen von der „Normalität” abgrenzen möchte, braucht schließlich auch zeitlich mehr Raum um das der Welt beweisen zu können.


Nachdem am Dienstag Abend die letzten Einkäufe erledigt sind, steht warten auf unsere Mitreisenden an. Als Abfahrtstermin wurde vorsorglich 23 Uhr festgemacht. Schließlich kommt man Nachts bzw. früh Morgens noch am humansten durch den Elbtunnel bei Hamburg, ohne im unerbittlichen Berufsverkehr zu landen.
Kurze Zeit später kommt auch schon unser diesjähriges Wacken-Schlachtschiff um die Ecke. Der bullige Chevy Van sieht in den engen Straßen der Stadt extrem fehl am Platze aus. Sicher fährt er sich auch so. Nicht umsonst nennt ihn der Besitzer liebevoll seinen Panzer. Nachdem das Gefährt sehr langsam aber sicher seinen Stand auf dem kleinen Innenhof gefunden hat, werden die letzten Ecken frohen Mutes mit dem Rest Gepäck versehen und die Abreise vorbereitet. Die letzten Stunden werden verbummelt und um Punkt 11 wird der Zündschlüssel umgedreht... aber, wie sollte es auch anders sein: ohne Resultat. Ja, eine Auto-Batterie betriebene Kühltruhe aus Versehen drei Stunden lang ohne Fahrbetrieb angeschlossen zu lassen, scheint doch keine so gute Idee zu sein. Glücklicherweise fruchtet die Starthilfe, und damit alle Nachbarn in ihren Betten mitbekommen, dass wieder Wackenzeit ist, darf der Motor noch ein paar mal geräuschvoll aufheulen — natürlich aus reiner Notwenigkeit...

Die Autobahnen sind so, wie sie sein sollten wenn wir uns nächtens auf den Weg machen. Gähnend leer. In einem Rutsch geht es geschmiert wie Butter durch, bis zum noch (relativ) ruhigen Dörfchen, umringt von idyllischen Weiden. Es ist 5 Uhr als wir auf den Parkplatz vor dem Check-In holpern, und unsere Sorge, dass wir noch zwei Stunden bis zur Öffnung des Schalters um 8 warten müssen, zerstreut ein trotz der unmöglichen Morgenstunde freundlicher Ordner. Nach Zeltaufbauen, Platz für bekannte Nachzügler abstecken und dem ausnutzen der leeren und noch nach Zitronen duftenden Klos, hauen sich alle Mann/Frauen erstmal eine Runde aufs Ohr, um die quasi nicht vorhandene Nachtruhe nachzuholen.
(Autor(en): Saskia Z.)
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Kommentare

11.10.2011 11:39 Uhr AnimatismA
Nörgler gibt es überall, das stimmt. Wobei ich mit solchen Leuten da bislang nur wenig aneinandergeraten bin. Was das Publikum betrifft gibt es da sicher einen großen Festivaltourismus, also Leute, die einfach nur die Sau raus lassen wollen und sich nicht um die Musik scheren. Aber auch die halten sich noch in Grenzen, wie ich finde. Man kann sich speziell über solche Gruppen aufregen, aber da hab ich dann wirklich besseres zu tun ^^

Ich habe auch nicht die sorge dass das Genre bzw. das angeblich größte MF der Welt durchweg kommerziell wird (zumindest mehr als es eh schon ist). Das sind auch nur Phasen die kommen und gehen. Finde der größte Hype in der breiten Öffentlichkeit ist schon wieder vorbei... ist vllt. aber auch nur mein subjektiver Eindruck.

Kann aber durchaus nachvollziehen, dass manche da die Vollkrise bekommen. Aber wie gesagt: Wenn man was besseres zu tun hat als sich über ein paar Hohlköpfe aufzuregen (wie Freunde treffen und Konzerte besuchen, wenn denn welche für einen dabei sind) ist das alles halb so wild.
Und ansonsten: Nicht stressen lassen, abseits der Hauptwege campen (ok, das mit dem Nachbardorf war Pech) und Vollpfosten ignorieren.
 
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11.10.2011 10:54 Uhr AnimatismA
Das ist wohl Geschmackssache Kathi. Auch was die Musik angeht. Für mich ist auch nur noch wenig dabei, aber anderen scheint es ja scheinbar zu gefallen - wieso auch nicht.
Und dass Wacken immer mehr andere Angebote hat, finde ich auch nicht verkehrt. Es muss ja nicht jedes Festival gleich sein. Vor allem solange die Besucher bereit sind, diesen "Jahrmarkt" mit zu finanzieren.

btw: Ich verstehe nicht wieso alle meinen sich über Wacken auskotzen zu müssen. Es wird schließlich keiner gezwungen hinzugehen ;)
 
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10.10.2011 23:52 Uhr RedFire
Ja, unser Zoo war schon eine kleine Berühmtheit. Fand dieses Wacken und vor allem das Line-Up extrem genial und freue mich schon aufs nächste Jahr! ;)
 
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