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Bericht:

02.08.2016

Dong Open Air 2016 - Metal mit Ausblick


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Bereits zum dritten Mal bin ich auf dem DONG OPEN AIR unterwegs. Vom 14. - 16. Juli 2016 spielen neben einigen Newcomern auch altbekannte Kracher wie AMORPHIS, BLOODBATH und TESTAMENT.

Das D:O:A hat traditionell sein Zuhause im Ruhrgebiet - Genauer gesagt auf der Halde im schönen Neukirchen-Vlyn, von der aus man eine unschlagbare Sicht über das gesamte Ruhrgebiet hat, schöne Sonnenuntergänge inklusive.

Sofern nicht zu betrunken oder gerade eine Band im Zelt anschauend, tuen das Rund 2.500 Festivalbesucher. Das Wetter könnte dafür wohl kaum besser sein: Trocken, warm und leicht bewölkt.

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Die ersten Tage sind allerdings relativ stressig für mich. Am Donnerstag geht es direkt von der Arbeit aus zum Festival, bzw. erst einmal in den Feierabend-Stau auf der A57. Dort angekommen haben wir Glück, dass uns die Feuerwehr netterweise auf die Halde hochfährt. So komme ich gerade noch pünktlich zu SUIDAKRA im Zelt an. Das steigert meine erst mal maue Stimmung beträchtlich, denn irgendwie schaffe ich es immer wieder diese tolle Band aus der Nachbarstadt ständig zu verpassen.

BildSuidakra

Leider ist das Bühnenlicht nicht besonders, doch glücklicherweise entstehen dennoch ein paar schöne Bilder. Nach ein paar Bierchen sind RAGE an der Reihe, die ich nun auch schon drei Jahre nicht mehr vor der Linse geschweige denn live im Ohr hatte. Nach einem leider recht unspektakulären Sonnenuntergang geht es schließlich zum Headliner des Abends: AMORPHIS habe ich bereits vor kurzem auf ihrer Tour besucht. Auf dem DONG OPEN AIR fangen die Finnen leider mit einer gut halbstündigen Verspätung an. Da ich noch das Abschlussbild schießen soll und will, wird es dann ein ziemlich später Abend. Schätzungsweise bin ich um 3 Uhr zu Hause und um 07:30 Uhr gehts auch schon wieder pünktlich ins Büro um Freitag so schnell wie möglich (Stau.... A57....) wieder zum Festivalgelände zu eilen.

BildAmorphis

Nachdem ich mit meinem leicht gewichtigen Kameraequipment den Berg hochgekrakselt bin (wer braucht da ein Fitnessstudio?), kann ich mir eine bis dato noch ungesehene Band anschauen: GLORYFUL. Anschließend folgen FLESHGOD APOCALYPSE, die ich noch gut als Vorband auf der ENSIFERUM Tour im April 2016 im Gedächnis habe. Mir scheint, als würde die Band extrem polarisieren. Einige Besucher halten sich verkrampft die Ohren zu, anderen finden den Auftritt offensichtlich kraftvoll und begeisternd. Eine goldene Mitte scheint es im Publikum nicht zu geben.

BildEquilibrium

EQUILIBRIUM sind für einige scheinbar auch zuviel gepose, dennoch ist der Auftritt gekonnt und das gefüllte Zelt hellauf zufrieden. Zugegeben verpasse ich die letzten Songs bewusst um mir diesmal einen deutlich schöneren Sonnenuntergang (leider ohne Bier garniert) zu gönnen. BLOODBATH beenden schließlich den musikalischen Abend mit überwiegend rotem (und der Stimmung durchaus zuträglichen) Licht - leider ein Graus für jeden Fotografen.

BildBloodbath

Samstag kann ich dann endlich ein wenig ausschlafen und mich endlich mal staufrei Richtung Festivalgelände begeben. Persönliches Highlight am diesem Tag sind HAGGARD, die wieder einmal die Bühne völlig ausfüllen. Nicht nur aus Fotografensicht ein regelrechter Genuss, auch die Fans und (noch nicht?) Fans sind mit Freude und Energie dabei. DUST BOLT, HACKNEYED, SKYCLAD stehen ebenfalls an diesem Tag noch vor meiner Linse, bis schließlich TESTAMENT für einen krönenden Abschluss sorgen – nach fast vier Jahren in denen ich die kalifornischen Thrasher nicht mehr gesehen habe, entlässt mich das DONG OPEN AIR glücklich in die finale Festivalnacht.

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(Autor(en): Michael J.)
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